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Honorare steigen: Das dürfen Agenturen und Freelancer aktuell verlangen
05.08.2013 Des einen Freud, des anderen Leid: Interaktiv-Agenturen und -Freelancer können sich überwiegend über steigende Honorare freuen, während deren Auftraggeber in fast allen Disziplinen mit steigenden Kosten rechnen müssen.
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Waren die Honorare im davor liegenden Untersuchungszeitraum (2006 bis 2010) nur um 3,3 Prozent gestiegen, so sind die kumulierten Honorare von Agenturen und Freelancern für interaktive Dienstleistungen richtig stark, um durchschnittlich 15 Prozent gestiegen.
Getrennt betrachtet steigen die Honorare für Agenturen seit 2010 um sieben und bei den freien Dienstleistern sogar um zehn Prozent. Trotzdem sind Interaktivproduktionen von Freelancern nach wie vor preisgünstiger als von Agenturen.
87 Dienstleistungen für Interaktivproduktionen aus den Bereichen Beratung, Grafik, Inhaltsproduktion, Programmierung, Marketing, App-Entwicklung, Administration und Service hat die iBusiness-Redaktion für die Auswertung im Honorarleitfaden abgefragt und mit den Honoraren aus den vorhergehenden Befragungen der Jahre 2006 und 2010 verglichen und analysiert.
Im Vergleich miteinander werden außerdem die Honorare der Agenturen und Freelancer betrachtet. Der Honorarleitfaden listet die unterschiedlichen Quartile der Angebote und bietet Auftraggebern damit einen guten Überblick darüber, in welchem Kostenrahmen eine Interaktivdienstleistung liegen sollte und welche Dienstleistungen als teuer oder als günstig einzuschätzen sind.
Mehr als ein Fünftel höhere Interaktivhonorare
Für Dienstleistungen in 13 Bereichen müssen die Kunden von Agenturen und Freelancern viel tiefer in die Tasche greifen als bisher. Hier sind die Honorare um 20 oder mehr Prozentpunkte gestiegen. Gerade in den Bereichen Grafik und Programmierung sind die höchsten Honorarsteigerungen zu finden. Grafikleistungen sind im Schnitt 17 Prozent teurer als 2010, in der Programmierung müssen Kunden durchschnittlich 16 Prozent höhere Honorare zahlen. So ist bei den kumulierten Werten von Agenturen und Freelancern beispielsweise in der Disziplin Surround-Video/Visualisierung das Honorar im Durchschnitt um 24 Prozent gestiegen. Aktuell verlangen die Dienstleister im Schnitt 100 Euro pro Stunde für Arbeiten in diesem Bereich. Dabei ist es fast egal, wer hier die Aufgabe übernimmt, denn Freelancer und Agenturen verlangen ausnahmsweise fast das gleiche Stundenhonorar.Bei den Programmierleistungen sind die Preise in vier Disziplinen seit 2010 um ein Fünftel gestiegen: Implementierung kommerzielle CMS, Implementierung Open Source E-Commercesystem, Programmierung serverseitig in Python sowie die serverseitige Programmierung in C/C++/C#. Bei den Programmierdiensten liegen die Agenturen allerdings deutlich über den Honoraren der freien Dienstleister, sie verlangen im Schnitt 24 Prozent höhere Honorare als die freien Programmierer.
Regionale Preisunterschiede ausnutzen
Es herrschen nicht nur unterschiedliche Honorare in den Dienstleistungsdisziplinen vor, sondern es macht einen großen Unterschied, ob Agenturkunden ihre Interaktivprojekte in den neuen Bundesländern konzipieren und umsetzen lassen oder ob sie einen Dienstleister in Bremen oder Schleswig-Holstein beauftragen. Zwar ist das Honorar für die gesamtdurchschnittliche Geschäftsführer-Beraterstunde seit 2010 mit 126 Euro gleich hoch geblieben, doch der regionale Standort der Agentur trägt stark zum Preis bei. In den neuen Bundesländern ist, wie schon im Jahr 2010, die Geschäftsführer-Beratungsstunde mit 84 Euro am preiswertesten. Aktuelle Spitzenreiter in Deutschland sind die Agenturgeschäftsführer in Bremen und Schleswig-Holstein, die mit 154 Euro beziehungsweise 150 Euro die höchsten Honorare verlangen.In die Auswertung des iBusiness Honorarleitfadens sind die Angaben von 269 Agenturen und 126 Freelancern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingeflossen.
Der iBusiness Honorarleitfaden ist ab sofort für 39,80 Euro (31,84 Euro für Premium-Mitglieder) im iBusiness Shop erhältlich.
Vortrag: Honorare für Web & App (10.03.2014)

