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Zukunft der Arbeit: Für Arbeitnehmer überwiegen die Vorteile

01.06.2016 Die Digitalisierung der Arbeitswelt eliminiert viele Arbeitsplätze - lautet ein Vorurteil. Aber im Gegenteil dazu bereitet sie den Beschäftigten kaum Sorgen. Stattdessen sieht die klare Mehrheit darin für sich vor allem Vorteile, sagt eine Studie.

 (Bild: fancycrave1/ Pixabay)
Bild: fancycrave1/ Pixabay
Die Mehrheit der Berufstätigen (54 Prozent) begrüßt die Veränderung der Arbeitswelt durch das Internet und digitale Technologien. Lediglich neun Prozent sehen darin überwiegend Nachteile; 37 Prozent sind unentschieden. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage   des Instituts für Demoskopie Allensbach (IfD)   im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)  . Allerdings zeigen sich Unterschiede hinsichtlich der Berufsgruppen. Während unter angelernten Arbeitern (30 Prozent) und Facharbeitern (38 Prozent) für wesentlich weniger der Befragten die Vorteile überwiegen, scheinen gerade Selbstständige (63 Prozent) und leitende Angestellte/Beamte (65 Prozent) zu profitieren.

Insgesamt hat jeder Zweite die Erfahrung gemacht, dass durch die Digitalisierung Arbeitsabläufe schneller geworden sind und jeder Vierte berichtet von gestiegener Effektivität. Auf der anderen Seite finden 24 Prozent ihre Arbeit nun herausfordernder und 14 Prozent anstrengender, aber nur sieben Prozent fühlen sich häufiger überfordert.

Offensichtlich begegnen die meisten Deutschen der Digitalisierung mit weniger Skepsis, als anderen Veränderungsprozessen. Laut den Studienautoren sind innerhalb der letzten neun Jahre die Befürchtungen und Sorgen hinsichtlich der Entwicklung des eigenen Betriebs deutlich zurückgegangen. Entsprechend gelassen sieht die große Mehrheit in Deutschland ihre eigene berufliche Zukunft. Während 75 Prozent sich den zu erwartenden Anforderungen gut gewachsen sehen, machen sich nur 17 Prozent Sorgen vor einer Überforderung. Insgesamt befürchten nur neun Prozent aller Arbeitnehmer, ihren Arbeitsplatz im Zuge der Digitalisierung zu verlieren. "Zweifelsohne tragen die robuste Konjunktur und Arbeitsmarktsituation dazu bei, dass Arbeitnehmer die Veränderungen der Arbeitswelt gelassen sehen und sich wenig Sorgen um die Sicherheit Ihres Arbeitsplatzes machen", begründet Renate Köcher, Geschäftsführerin des IfD.
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