Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Sieben Erfahrungsberichte: Wie Augmented Reality den Handel verändert
16.06.2010 Steigerung der Conversion, Emotionalisierung des Online-Shoppings und die Entschärfung von Kaufhindernissen sind die Vorteile von Augmented-Reality-Anwendungen im E-Commerce. Sieben Erfolgsgeschichten, die in die Zukunft zeigen.
Die Auswahl aktueller Augmented-Reality-Lösungen für den Onlinehandel zeigt, was derzeit möglich ist und belegt, wie stark sich das Einkaufsverhalten der Zukunft mit dieser neuen Technik verändern wird.
Beispiel 1: Zugara
Fashion ist eine Branche, die wohl mit am besten für Augmented-Reality-Anwendungen geeignet ist und den heimischen Arbeitsplatz zur Umkleidekabine macht. Die Augmented-Reality-Application von Zugara stellt den Käufer in den Mittelpunkt und erlaubt es via Live-Stream zudem, Freunde zur virtuellen Shopping-Tour einzuladen:Beispiel 2: Tobi
Im US-Shop Tobi.com ist das Webcam-Shopping-Tool bereits seit letztem November im Praxis-Einsatz . Die Tobi-Macher wollen ihrer Kundschaft ein persönliches 1:1-Shopping-Erlebnis bieten. Die Zugara-Anwendung passt daher perfekt in den Mode-Shop. Auch wenn die oben erwähnte Live-Komponente fehlt. Einen Selbsttest hat die Bloggerin Talinee bereits hinter sich und dabei auch einige Probleme aufgedeckt :Beispiel 3: Tissot
Ein weiteres Beispiel aus der Fashion-Welt ist die Marketing-Kampagne des Uhrenherstellers Tissot . Diese bietet den geneigten Kunden einen virtuellen "Wrist-Shot" und damit die Möglichkeit, die Uhren am eigenen Handgelenk anzuprobieren und so schon vorab einen Ausblick auf die tatsächliche Größe zu erlangen:Die Kampagne lief Ende Mai 2010 zwei Wochen lang. Zum Mitmachen benötigte man lediglich einen Drucker.
Beispiel 4: Glasses Direct
Neben Schuhen gehören wohl auch Brillen zu den Artikeln, die Kunden nur ungern oder selten ohne Anprobe kaufen - ein ideales Einsatzgebiet also für die Implementierung von Augmented-Reality-Anwendungen. Der englische Onlineshop Glassesdirect hat das erkannt und setzt auf die Interaktion durch den Nutzer:Beispiel 5: Ray-Ban
Ein sehr ähnliches System wie das des Brillenversenders Glasses Direct ist der Virtual Mirror von Ray-Ban . Auch er setzt, optisch ansprechend, auf die Funktion, dem Kunden die Brille direkt auf die Nase zu setzen.Leider muss bei beiden Systemen vorher eine entsprechende Software heruntergeladen werden. 50 MByte für eine Onlineshop-Funktion: Das ist ein Hindernis, dass der tatsächlichen Nutzung wohl zur Zeit des Öfteren im Wege stehen wird. Sobald sich hier Standards etabliert haben, dürften solche Hindernisse im Augmented-Reality-Markt vorraussichtlich wegfallen.
Beispiel 6: Shiseido
In Sachen Kosmetik geht Shiseido in Japan mit Augmented Reality auf Kundenfang. Der "Digital Cosmetic Mirror" soll Kunden dort erlauben, ausgewählte Kosmetikartikel schon im Vorfeld auszuprobieren. Der Spiegel ist eine Kombination aus Monitor und darüber angebrachter Videokamera. Diese scannt in einem ersten Schritt das Gesicht der Frau und zeigt es dann auf der linken Hälfte des Monitors als Bewegtbild an.Auf der rechten Seite erscheinen Vorschläge für Make-Up-Produkte. Aus diesem Angebot kann die Dame dann etwa einen Lippenstift per Druck auf den Touchscreen auswählen. Sobald dies geschehen ist, überträgt der Computer die Farbe an die passende Stelle des gescannten Gesichts.
Etwas unverständlich ist, warum Shiseido die Anwendung nur in lokalen Stores ermöglicht, wo es doch gerade die Onlineshops sind, die solche Anwendungen benötigen. Tatsächlich kann ein virtueller Schminkspiegel eines der zentralen Probleme beim Online-Shopping lösen, das Produktvideos niemals lösen werden, wie Videoshoppingdays schreiben. Erst durch virtuelle Spiegel lässt sich Kosmetik im Web wie im realen Leben vor dem Kauf ausprobieren. Gut vorstellbar also, dass AR-Services in Beauty-Shops schon bald Video-Verkaufsformate wie das von Douglas auf Dauer ablösen werden.
Wie die Fashion-Zukunft im Präsenzhandel aussehen könnte, zeigt wiederum das Video "The Future of Shopping" von Cisco:
Beispiel 7: Ikea
Wie Augmented Reality auch im Bereich "schöner Wohnen" einziehen könnte, zeigt indes Ikea mit einem entsprechenden Billy-Viewer . Er ermöglicht es, Möbelstücke innerhalb eines Raumes zu platzieren - eine schöne Idee, die in der Umsetzung allerdings noch etwas mehr Pfiff vertragen könnte:Eine nette Idee für zukünftige Aufbau-Anleitungen von IKEA-Produkten ist diese Augmented-Reality-Anwendung:
Augmented Reality auf dem Weg in die Markt-Realität
Die sieben Anwendungs-Szenarien liefern einen ersten Eindruck auf die bestehenden Möglichkeiten, aber auch einige Kinderkrankheiten. Wichtig wird sein, die Anwendungen möglichst einfach zu gestalten und die Bedienung nicht durch extra herunterzuladende Software unnötig zu erschweren.
Klar ist: Eine emotionale Produktpräsentation ist entscheidend für die Konversionsrate. Augmented Reality schafft es, dem Kunden gewählte Produkte in einer neuen, personenbezogenen Form näherzubringen. Die Beispiele von Ray-Ban oder Glasses Direct zeigen zudem, dass sich mit dieser Methode Ängste abbauen lassen. Augmented Reality ist damit ein echter Umsatzgenerator.
iBusiness-Autor Alexander Köhler ist Geschäftsführer der Agentur Conpark . Er beschäftigt sich vorrangig mit Trends aus dem Bereich E-Commerce, Social Commerce, Social Media und Corporate Blogs und ist Mitherausgeber der eCommerce Lounge .
