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Reporterorganisation benennt die 20 "Feindstaaten des Internet" 2000
12.01.2001 (iBusiness) 45 Staaten auf dieser Welt beschneiden das Recht ihrer Bürger auf einen freien und ungehinderten Zugriff ins Internet - zumeist dadurch, dass sie den Zugang über einen staatlichen Provider vorschreiben. Zwanzig Staaten hingegen üben offene Zensur. Darauf hat die Menschenrechtsorganisation Reporter ohne Grenzen hingewiesen.
- Belarussland: Alle Medien werden zensiert, auch das Internet. Zugriff nur über Staatsprovider Belpak möglich (keine Änderung gegenüber 1999)
- Burma: Zensur ist total, der Staat ist einziger Provider. Computerbesitz muß angemeldet werden, sonst drohen 15 Jahre Gefängnis. (keine Änderung gegenüber 1999)
- China: Surfer werden überwacht, staatsfeindliche Websites wie das oppositionelle New Century Net ausgefiltert. Im Juni 1999 waren 300 Cybercafes in Shanghai wegen Staatsfeindlichkeit geschlossen worden. Ein Hacker wanderte im Januar 2000 für zwei Jahre ins Gefängnis, weiler er EMail-Adressen an eine opositionelle Site weitergegeben hatte. (keine Änderung gegenüber 1999).
- Iran: Der Staat kontrolliert das Internet wie alle anderen Medien. Seiten mit sexuellen oder religiösen oder medizinisch-anatomischen Inhalts werden ausgefiltert (keine Änderung gegenüber 1999)
- Irak: Die Bevölkerung hat keinen Internetzugang. Ministerien-Websites liegen auf Servern in Jordanien. Computer sind wegen des Embargos Mangelware. (keine Änderung gegenüber 1999)
- Kuba: Der Staat kontrolliert das Internet wie alle anderen Medien. (keine Änderung gegenüber 1999)
- Libyen: Direkter Webzugriff wird von der Regierung verhindert. (keine Änderung gegenüber 1999)
- Nordkorea: Direkter Internet-Zugriff wird von der Regierung verhindert. Die Websites von Ministerien und Nachrichtenagenturen liegen auf japanischen Servern. (keine Änderung gegenüber 1999)
- Saudi Arabien: Es existieren 37 unabhängige Provider. Sämtlicher Traffic muß allerdings über einen Backbone geschleust werden, der sämtlichen"islamfeindlichen" Inhalt ausfiltert (keine Änderung gegenüber 1999)
- Sierra Leone: Als Teil der Repression gegenüber der Opposition werden auch Online-Journalisten verfolgt und verhaftet. (keine Änderung gegenüber 1999)
- Sudan: Über Sudanet, den einzigen Provider, kontrolliert und zensiert der Staat die Internet-Verbindung (keine Änderung gegenüber 1999)
- Syrien: Internet-Zugang für Privatpersonen ist bei Gefähngisstrafe verboten. Nur staatliche Stellen dürfen das Internet benutzen. (keine Änderung gegenüber 1999)
- Tunesien: Die Tunesische Internet Agentur kontrolliert die beiden einzigen Provider in Privatbesitz - und die gehören der Präsidententochter bzw. einem Regierungsmitglied. Die Website von Amnesty International wird von der Regierung blockiert, statt dessen existiert eine Gegenwebsite, betrieben von der PR-Agentur der Regierung. (keine Änderung gegenüber 1999)
- Vietnam: Jeder, der einen Internet-Zugang wünscht, benötigt eine Genehmigung des Innenministeriums. Websites von Oppositionsgruppen und Menschenrechtgruppen werden gefiltert (keine Änderung gegenüber 1999)
- Zentralasiatische und kaukasische Republiken (Aserbajan, Kazachstan, Kirghisien, Tatschikistan, Turkmenistan und Uzbekistan): Der Internetzugang wird vom Staat reglementiert (keine Änderung gegenüber 1999)
