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B2B-Marketing

Überforderung: Warum immer mehr Marketer ausbrennen

10.02.2023 Während sich das Marketing in den vergangenen zwei Jahren schneller verändert hat, als in vielen Jahren davor, steigt die Überforderung bei den Marketingverantwortlichen: Immer mehr Aufgaben, immer mehr Daten und Kanäle, zu wenig Personal. Der flächendeckende Burnout in Deutschlands Marketingabteilungen lässt sich langfristig wohl nur mit einer Maßnahme verhindern.

 (Bild: Gerd Altmann / Pixabay)
Bild: Gerd Altmann / Pixabay

In Deutschlands Marketingabteilungen herrscht durch die Bank weg Überforderung: 67 Prozent der CMOs geben zu, dass sie in den letzten Jahren von der Menge der verfügbaren Marketingdaten überwältigt wurden. Kein Wunder: Im Schnitt arbeitet jede Marketingabteilung mit 10 Datenquellen und kontinuierlich wird es mehr. Schließlich sehen 85 Prozent der Marketingverantwortlichen datengestützte Entscheidungen als Wettbewerbsvorteil. Die Anzahl an Touchpoints wächst, somit auch die Möglichkeit, als Unternehmen mit Kundinnen und Kunden zu interagieren, aber gleichzeitig steigt auch die Komplexität der Datenhaltung. Daten sind zu umfangreich, als dass der normale Marketer das noch überblicken könnte. Auch intern läuft es nicht rund: So fehlt es bei den ausgedünnten Marketingabteilungen an Wissen, Tools zu verwenden.

Das Ergebnis der Überforderung: Knapp jedes zweite Unternehmen bewertet die Effektivität seiner Marketingmaßnahmen als unzureichend, wie die Studie des IFH festgestellt hat. Aber nur jedes siebte Unternehmen will künftig stark in den Ausbau der Effektivitätsmessung investieren. Selbst im Pflichtprogramm "eigene Website" ist die Luft nach oben schier grenzenlos: Die große Mehrheit der B2B-Websites ist allenfalls Mittelmaß, wie die Untersuchung der Agentur Schöne Neue Kinder festgestellt hat. Eine überzeugende Verkaufsargumentation fehlt bei fast 70 Prozent der analysierten Websites.

Im Videopodcast sprechen iBusiness-Analystin Christina Rose und Herausgeber Joachim Graf über die Probleme, die entstehen, wenn die Anzahl an Touchpoints kontinuierlich wächst, aber gleichzeitig auch die Komplexität der Datenhaltung. Wenn die Daten zu umfangreich werden, als dass der normale Marketer das noch überblicken könnte. Wenn Marketing und Vertrieb künftig viel enger zusammenarbeiten müssen und die Datensilos aufgebrochen und die Touchpoints synchronisiert werden müssen - dann braucht es Budget, das nicht zur Verfügung steht, Mitarbeitende, die man nicht findet und Zeit, die niemand mehr hat.

Die beiden diskutieren, wie man Change Management zu einem Mittel entwickelt, um dem drohenden Burnout in den Marketingabteilungen zu begegnen. Sie sprechen über Testingstrategien, die vom Kopf auf die Füße gestellt zu einem Erfolgsfaktor werden können, entzaubern die Argumente von Agenturen, Beratern und Toolanbietern. Und sie verraten das Zauberwort, das zumindest bei manchen Marketingverantwortlichen ein wenig Druck aus dem Kessel lassen könnte.

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Thema: Überforderung: Warum immer mehr Marketer ausbrennen

Kommentar von Christina Rose

Change Management vor Tool

1000 Volt und keinen Anschluss - und dann wundern sich Unternehmen, warum es in ihren Marketingabteilungen nicht rund läuft.

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Christina Rose (Timo Bierbaum)
Bild: Timo Bierbaum
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