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Akquise im Backend 2013: Wirtschaftlichkeit wird wichtiger

04.02.2013 Bei der Akquise von Projekten werden in diesem Jahr die Controller wieder wichtiger. Agenturen, die Backendlösungen vermarkten, müssen verstärkt den Begriff der Wirtschaftlichkeit in der Vordergrund stellen. Das geht zumindest aus einer Studie hervor, die Consultant Capgemini   durchgeführt hat. Doch auch mit Social Media kann man 2013 punkten.

Denn laut der IT-Trends Studie 2013, für die Capgemini im September und Oktober 2012 die IT-Verantwortlichen von 168 Großunternehmen im deutschsprachigen Raum zum Status quo der Unternehmens-IT befragt hat, müssen sich CIOs 2013 vor allem auf die Wirtschaftlichkeit der IT konzentrieren und in erster Linie die Effizienz steigern, Kosten senken und stabil laufende IT-Services bereitstellen.

Als wichtigste Technologien für die Zukunftssicherung ihrer Organisationen nannten die CIOs
  1. Virtualisierung,
  2. Master Data
  3. Data Quality Management sowie
  4. Integration von Standard- und Individualsoftware
  5. unternehmensweite Sicherheitsrichtlinien

Neu auf der Liste der fünf Top-Themen sind die unternehmensweite Sicherheitsrichtlinien. Enterprise Collaboration gewann in diesem Jahr so stark an Bedeutung, dass es einen Platz unter den fünf wichtigsten Themen nur knapp verpasste. "Die in vielen Unternehmen steigenden Nutzerzahlen bei Enterprise Collaboration - stark getrieben von den 'Social Natives' - zeigen, dass es einen großen Bedarf an diesen Plattformen gibt. Darauf haben die CIOs reagiert", erklärt Studienverantwortlicher Dr. Peter Lempp . "Auch die erneut hohe Bewertung von Social-Media-Integration passt in diese Entwicklung."
(Grafik: Capgemini)

Gemischte Reaktionen gab es im Bereich Big Data. Die Auswertung unstrukturierter Daten war für viele CIOs offenbar eine Enttäuschung. Da sie nicht die gewünschten Ergebnisse erzielten, messen sie dem Thema jetzt weniger Bedeutung bei und verdoppeln im Gegenzug ihre Anstrengungen beim Master Data und Data Quality Management. Im Mobile-Umfeld liegt der Fokus auf der Entwicklung von Apps und Sicherheitsaspekte - "Bring your own Device" werten IT-Verantwortliche inzwischen nicht mehr als zukunftsrelevantes Thema, so dass es zu den Absteigern des Jahres zählt. Zu den weiteren Punkten, die in den Augen der CIOs für die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen eher sekundär sind, gehören Corporate App Stores, Biometrische Zugriffsverfahren, Context-aware Computing sowie Near Field Communication.

Entgegen der eigenen Prognosen vom Vorjahr haben viele IT-Verantwortliche die Eigenleistung der IT-Abteilung erneut leicht erhöht. Sie liegt inzwischen bei knapp 52 Prozent im Application Development inklusive Customizing (Vorjahr knapp 50 Prozent), 63 Prozent im Application Management (Vorjahr 60 Prozent) und im Infrastructure Management fast unverändert bei knapp 60 Prozent. Das 2012 gesetzte Ziel, die Eigenleistung bis 2017 auf durchschnittlich 46 Prozent zu senken, scheint vielen CIOs allerdings nicht mehr so wichtig zu sein. Denn in den vergangenen Monaten hat die Quote derjenigen, die den Leistungsbeitrag ihrer IT-Abteilung bewusst steuern, um acht Prozentpunkte abgenommen und liegt jetzt nur noch bei knapp 53 Prozent. In diesem Bereich setzen IT-Verantwortliche die langfristige Strategie zugunsten von mehr Flexibilität aus.

Mit der höheren Flexibilität erfüllen viele IT-Verantwortliche eine seit langem gestellte Anforderung der Fachseite. Zugleich steigt ihre Akzeptanz durch die Unternehmensführung: Inzwischen nehmen annähernd 37 Prozent der CIOs an jeder Sitzung des Management Boards teil (Vorjahr 35 Prozent) und 29 Prozent sind immerhin manchmal dabei (Vorjahr 25 Prozent).

Die Zukunft: von der IT-Abteilung zur IT-Beschaffungsabteilung


47 Prozent der Befragten (Vorjahr 38 Prozent) gehen davon aus, dass der überwiegende Teil der IT-Services in zehn Jahren aus der Cloud beziehungsweise von externen Dienstleistern bezogen wird. Im Zuge dessen würde die unternehmensinterne IT-Einheit auf ein Minimum reduziert und wäre in erster Linie für die Integration und das Anforderungsmanagement zuständig. Die Aufteilung der IT-Einheit in eine technische und eine, die sich nur um die Geschäftsprozesse kümmert, hat demgegenüber Befürworter verloren.
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