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Otto gründet eigene Payment-Gesellschaft
02.09.2020 Der Konzern will ab 2022 die Zahlungsabwicklung zwischen Kunden und Verkäufern komplett selbst in die Hand nehmen und so Kunden und Marktplatzpartnern bessere Services bieten. Dafür sucht der Konzern neue Fachkräfte.
Otto plant dafür mit bis zu 150 MitarbeiterInnen in eigenen Produktteams sowie den Bereichen Operations, Finanzen, Compliance und Risk. Der Konzern sucht dafür neue Fachkräfte, die ersten von rund 40 Stellenausschreibungen sind bereits online.
Der Versandhändler verspricht sich von Payment-Services im eigenen Haus etliche Vorteile. So soll Endkunden künftig ein einheitlicher Checkout zur Verfügung stehen, unabhängig davon, ob von Otto als Händler oder einem dritten Marktplatzpartner gekauft wird. Händlern und Marktplatzpartnern will Otto ein "Rundum-Sorglos Paket" und Zugang zum Rechnungs- und Ratenkauf bieten. Von der weiteren Digitalisierung der Bezahlprozesse erhofft sich der Konzern zudem einen besseren Überblick bei Retouren, Rechnungen und Raten sowie einfachere Bezahlmöglichkeiten für Kunden. Auch werde so eine schnellere Entwicklung und Weiterentwicklung von Produkten und Prozessen ermöglicht.
Marc Opelt , Vorsitzender des Bereichsvorstands Otto und Bereichsvorstand Marketing: "Nach der automatisierten Partneranbindung ist der Aufbau unseres eigenen Payment-Dienstleisters nun der nächste logische Schritt auf dem Weg zur Plattform. Das gibt uns die Möglichkeit, alle Zahlungsabwicklungen künftig aus einer Hand zu steuern - für KundInnen und Partner."
Der weitere Zeitplan: Im Herbst 2020 wird Otto die neue Payment-Gesellschaft gründen. Anfang 2021 will der Konzern eine Lizenz zur Erbringung von Payment-Dienstleistungen bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beantragen. Die neue Payment-Gesellschaft soll dann bereits sukzessive Aufgaben übernehmen. Vorbehaltlich der Zustimmung der BaFin rechnet der Konzern mit dem GoLive im Frühjahr 2022.
