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Online-Supermarkt Oda stellt Verkauf ein
22.06.2023 Der norwegische Online-Supermarkt Oda stellt sein Endkundengeschäft in Deutschland nach nur vier Monaten ein, 167 Menschen werden entlassen. Dahinter steckt eine Management-Entscheidung.
Oda war Mitte Februar 2023 in Berlin gestartet. Mit einem Sortiment von mehr als 9.000 Produkten positionierte sich der norwegische Newcomer als starker EFood-Herausforderer. Innerhalb von 3,5 Monaten vollumfänglichen Betriebs belieferte Oda in Deutschland über 18.000 Kundinnen und Kunden und erreichte einen Jahresumsatz von 15 Millionen Euro. Mit einer Erweiterung seines Liefergebiets um das Berliner Umland und Teile Niedersachsens sollte "großflächiges zukünftiges Wachstum in Norddeutschland" gewährleistet werden.
Oda beschäftigt derzeit 167 Mitarbeitende in Deutschland, die Malte Nousch , Managing Director von Oda Deutschland, über ihre Entlassung informieren durfte.
Hintergrund der Einstellung des Endkundengeschäfts in Deutschland ist ein Strategiewechsel hin zu einem LaaS-Dienstleister in den bestehenden internationalen Märkten. Als LaaS-Dienstleister will Oda seinen Wettbewerbsvorteil in der effizienten Lagerlogistik und Distribution nutzen und ihn anderen Unternehmen als Business-to-Business-Service zur Verfügung stellen will. Erst kürzlich gab Oda seine Pläne bekannt, auch das Endkundengeschäft in Finnland einzustellen und sich dort als Logistikdienstleister auszurichten. In Deutschland befindet sich Oda derzeit nach eigenen Angaben "im frühen Stadium der Prüfung eines ähnlichen Übergangs zu LaaS".
"Das ist der beste Weg, um unser Ziel, das effektivste Handelssystem der Welt aufzubauen, weiter zu verfolgen", schwärmt Oda-CEO Karl Munthe-Kaas .
