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Wer die Daten nicht ehrt, ist die KI nicht wert
26.10.2026 Datenqualitätsmanagement hat etwas von Kühlschrank putzen: Niemand mag es. Es ist nie fertig. Aber wenn man es nicht macht, dann verderben die Ressourcen.
Putzen ist schließlich nicht nur aufwändig und langweilig: Man kann sich damit auch keine Meriten erwerben. Schließlich wird alles ohnehin gleich wieder dreckig.
Beim Datenpflegen im Unternehmen greifen dieselben Mechanismen: Es ist aufwändig. Es ist langweilig. Man bekommt dafür kein Fleißsternchen beim alljährlichen Personalgespräch. Und die Datenbestände werden ohnehin gleich wieder dreckig.
Darum rutschen auch im Unternehmen sehr schnell andere Aktivitäten ganz nach oben auf die Prioritätenliste. Das coole KI-System, mit dem man Eindruck schinden kann, zum Beispiel. Oder eine neue Kampagne für einen möglichst beeindruckenden Uplift. Um die Datenpflege im PIM kümmert sich am besten der Werkstudent. Wenn der sich nicht um den tollen Uplift kümmern soll. Oder man ihn für das coole KI-System braucht.
Falsche Daten und wachsende Retourenquoten hängen mehr denn je zusammen, das zeigt unsere Studie. Die Auswertung der von der Kundschaft angegebenen Retourengründe - oder schlicht eine Übersicht der retournierten Produkte - sollte einen Blick in die jeweiligen gespeicherten Produktdaten auslösen.
Und zwar einen Blick von einem selber auslösen. Nicht ein Blick von einer KI oder dem Werkstudenten.
