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Corona-Krise bringt neue Zielgruppen ins Netz

26.03.2020 Ältere und gut situierte Nutzer zeigen mehr Interesse an Corona-Informationen im Netz als Jüngere. Laut Analysten eine Chance für Marken, jetzt Haltung zu zeigen.

 (Bild: Pixabay)
Bild: Pixabay
Die Datenanalyse von Emetriq zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser zeigt, dass vor allem die Zielgruppe 40+ ein ausgeprägtes Interesse an Neuigkeiten rund um COVID-19 im Netz hat. 83 Prozent der User mit hoher Besuchsfrequenz von Corona-Inhalten sind älter als 40 Jahre. Davon sind allein 32 Prozent älter als 60 Jahre. Bei den 20- bis 29-Jährigen beträgt der Anteil lediglich 4 Prozent.

Außerdem rufen Eltern (37 Prozent) und in einer Partnerschaft Lebende (48 Prozent) besonders häufig Seiten auf, die über die aktuelle Situation informieren. Die besonders an Corona interessierten Nutzer verdienen zudem überdurchschnittlich gut. Das Interesse ist bei Nutzern mit einem Haushaltsnettoeinkommen zwischen 2.500 und 4.000 Euro am stärksten (47 Prozent). Darauf folgen Onliner, die mehr als 4.000 Euro netto im Monat beziehen (39 Prozent). Vor allem Männer hegen großes Interesse an COVID-19-News: der männliche Anteil beträgt 57 Prozent im Vergleich zum Durchschnittsnutzer (49 Prozent).

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(chart: Emetriq)

Corona-High-Interest-Nutzer interessieren sich im Vergleich zu Durchschnittsusern generell deutlich ausgeprägter für Nachrichtenthemen, pflegen stärker einen nachhaltigen und gesunden Lebensstil und gehen gerne online shoppen. Zudem gehören sie häufiger zur Gruppe der B2B-Entscheider.

Absage der EM und Flüchtlingskrise interessieren kaum

Emetriq hat außerdem untersucht, wie viel Prozent des Internet-Traffics sich täglich mit bestimmten Themen beschäftigt. Aus der Analyse des Surfverhaltens geht hervor, dass derzeit rund ein Viertel des gesamten Online-Konsums auf Inhalte entfällt, die die Corona-Krise behandeln. Im Vergleich: Kochrezepte machten im selben Zeitraum etwa zwei Prozent, Politik zwischen sechs und neun Prozent, die Absage der Fußball-EM weniger als ein Prozent aus. Ebenfalls verschwindend gering war der Leseanteil von Berichten zur Flüchtlingsproblematik (unter ein Prozent).

"Die Datenpool-Analyse verdeutlicht, dass die aktuellen Umstände auch Nutzer ins Netz ziehen, die sonst eher eine Tageszeitung aufschlagen würden", so das Fazit von Nils Höckendorf, Datenspezialist bei Emetriq. "Für Werbungtreibende ergibt sich so die Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erreichen. Nur sollte der Fokus der Aktivitäten zurzeit nicht auf Umsatz, sondern auf Aufmerksamkeitssteigerung liegen. Marken sollten ihre Budgets nutzen, um Haltung zu zeigen und so langfristig in einem neu aufgestellten Markt gut positioniert zu sein."

Für die Analyse hat Emetriq das Surfverhalten der deutschen Durchschnittsnutzer aus seinem Datenpool mit dem derjenigen verglichen, die ein überdurchschnittlich großes Interesse an Inhalten mit Bezug zum neuartigen Coronavirus aufwiesen. Das heißt, dass diese Nutzer binnen von drei Tagen (15. bis 17. März) zwölf Themenseiten dazu aufriefen.

(Autor: Frauke Schobelt )

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