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E-Mail

Krise lässt EMail-Response-Raten steigen

27.03.2020 Corona verändert das Nutzerverhalten: Obwohl das EMail-Aufkommen gestiegen ist, werden sie deutlich schneller gelesen. Auch der Zeitpunkt des Mail-Konsums hat sich geändert.

 (Bild: geralt/ Pixabay)
Bild: geralt/ Pixabay
Der aktuelle "Corona Shutdown" hat weitreichende Auswirkungen auf die Wirtschaft und damit auch auf das Marketing. Der derzeitige Fokus auf Onlinehandel aber auch die verbreitete Homeoffice-Praxis wirken sich deutlich auf das Nutzerverhalten im digitalen Marketing aus. Im EMail-Marketing gibt es, abhängig von Branche und Geschäftsmodell, zum Teil deutliche Steigerungen bei den wesentlichen Erfolgs-KPI wie Öffnungsraten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Kurzanalyse des Marketing Automation Technologieanbieters Artegic  .

Eine aktuelle Untersuchung kommt zum Ergebnis, dass das EMail-Versandvolumen in den letzten 14 Tagen branchenübergreifend im Durchschnitt um circa 12,5 Prozent gestiegen ist. Überraschenderweise stiegen auch die Öffnungsraten im gleichen Zeitraum im Schnitt um ebenfalls 15 bis 20 Prozent.

Nutzer reagieren schneller auf E-Mails

Eine weitere branchenübergreifende Erkenntnis: Die Reaktionszeit der Nutzer ist um rund 25 Prozent gesunken. So vergeht im Schnitt deutlich weniger Zeit zwischen Empfang einer E-Mail und deren Öffnung durch den Nutzer. Eine naheliegende Erklärung dafür könnte sein, dass Empfänger, die zuhause oder im Homeoffice sind, häufiger und schneller ihre E-Mails lesen. Auch die Nutzungszeiten haben sich verändert und verteilen sich nun gleichmäßiger als zuvor über die Tage der Woche sowie auf den Tagesverlauf.

Besonders auffällig: Dies gilt auch für den B2B. Auch berufliche Mails werden zunehmend außerhalb der klassischen Arbeitszeiten gelesen, also am Abend und am Wochenende.

Besonders deutlich sind die Effekte wachsender Response-Raten bei Unternehmen mit ECommerce-Angeboten, digitalen Medienangeboten oder Lieferservices. Hier ist zum Teil eine Verdreifachung in Öffnungs- und Klickraten zu sehen. Dahingegen geht die Response bei Unternehmen, deren Geschäft ausschließlich von stationärem Handel, Face-to-Face Kontakt oder Offline-Erlebnissen abhängig ist, leicht zurück.

Für die Untersuchung wurden im Zeitraum vom 9. bis 23. März insgesamt 700 Millionen E-Mails ausgewertet.
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