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DFJV: "Blogger sind keine Konkurrenz für Journalisten"

von sr

10.10.2007 Nach Einschätzung vom 'Deutschen Fachjournalisten-Verband' (DFJV) werden Blogger und Leserreporter niemals ausgebildete Redakteure ersetzen können.

"Ich warne Verlage ausdrücklich davor, Leser als Content-Lieferanten zu missbrauchen, um dadurch redaktionelle Ressourcen wegrationalisieren zu können": Laut Thomas Dreesen , Vorstandssprecher des Deutschen Fachjournalisten-Verband   (DFJV) sind Blogger keine Bedrohung für Journalisten. "Um den Qualitätsstandard in einem Medium zu halten, werden auch in Zukunft fachlich qualifizierte Journalisten nicht zu ersetzen sein", argumentiert er.

Den DFJV ärgert, dass im Zusammenhang mit Web 2.0 "oft vor dem Zerfall des Informations- und Nachrichtenmonopols der klassischen Medien gewarnt wird". Der Verband aber ist der Meinung, dass der professionelle Journalismus durch Blogger und Leserreporter keinesfalls gefährdet ist. Da Blogger nicht auf die Infrastruktur von vollausgestatteten Redaktionen zurückgreifen können sind sie daher laut DFJV immer auf die Berichterstattung von Medien angewiesen.

Mit einem aktuellen Thesenpapier   will der DFJV nun vielmehr auf die Chancen aufmerksam machen, die Web 2.0 für klassische Verlage bietet. So können etwa Blogs durch ihre Berichterstattung über Medien die interne Blattkritik eines Verlags ergänzen - wenn sie von den Medien ernst genommen werden. Blogs können außerdem als Quelle für Insider-Informationen und Recherchen dienen.

Journalisten sollten daher laut dem Verband selbst Blogs nutzen, um mit ihren Lesern in den Dialog zu treten. Dreesen: "Journalisten sollten sich dem Web 2.0 offen und gelassen nähern und diese Formate selbst ausprobieren."
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