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Ekel-Videos: StudiVZ-Agentur geht gegen Blogger vor

von sr

09.08.2007 Die Ekel-Videokampagne von StudiVZ wirbelt weiter mächtig Staub auf. Jetzt geht die für das Marketing verantwortliche Berliner Agentur 'Aimaq Rapp Stolle Interactive' gegen eine Bloggerin vor, die eines der gewaltverherrlichenden Videos auf ihrer Website veröffentlicht hatte.

 (Bild: Horizont)
Bild: Horizont
Auf BooCompany   war bis gestern Abend eines der Ekel-Videos ("Vegetarians eat my food's food") aus der aktuellen Viralmarketing-Kampagne von StudiVZ   zu sehen. BooCompany-Betreiberin Lanu   hatte das Video leicht bearbeitet und vor dem eigentlichen Inhalt folgende Warnung eingefügt: "Es wird ausdrücklich vor den gewaltverherrlichenden Inhalten des Clips gewarnt."
Seit heute ist der Video-Clip wieder gelöscht. "Zum Schutz der bedrohten Webseiten-Betreiberin", wie BooCompany berichtet  . Angeblich hatte es der für die Videos verantwortlichen Berliner Agentur Aimaq Rapp Stolle Interactive   nicht besonders zugesagt, dass BooCompany die Spots mit der oben ausgeführten Gewaltwarnung versehen hatte. Lanu zufolge sah ARS hier sein Urheberrecht verletzt und setzte BooCompany daraufhin mit "Unsummen unter Druck".

ARS Interactive war auf mehrmalige Nachfrage der iBusiness-Redaktion erneut zu keiner Stellungnahme bereit. Schon am Montag, als die ersten Gewalt-Spots im Web kursierten, hatte die Berliner Agentur jeglichen Kommentar verweigert. Damals war angeblich "der verantwortliche Mitarbeiter nicht im Hause", heute wegen eines "Shootings" nicht erreichbar. Immerhin: Auf unsere Nachfrage bestätigt zumindest StudiVZ, dass der Anwalt von ARS Interactive die BooCompany-Betreiberin kontaktierte.

Mit einer geschmacklosen Viral-Marketing-Kampagne rührt StudiVZ seit dieser Woche die Werbetrommel für sein Web-2.0-Portal (iBusiness berichtete).
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