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Paketzustellung: DHL erntet überdurchschnittlich viele Kunden-Beschwerden

27.06.2016 Bei der Paketzustellung auf die letzte Meile gibt es in Deutschland noch viele Probleme. Besonders groß scheinen diese bei der Deutschen Post DHL   zu sein. Zumindest gingen bei der Verbraucherzentrale   als auch der Bundesnetzagentur   überdurchschnittlich viele Beschwerden über den Zustelldienst ein.

 (Bild: Deutsche Post DHL)
Bild: Deutsche Post DHL
Allein die Verbraucherzentrale sammelte auf der Webseite Paket-Ärger.de in sechs Monaten mehr als 4.000 Beschwerden über Probleme bei der Paketzustellung. 67 Prozent davon entfielen auf DHL - und das obwohl der Dienst der Deutschen Post nur 44 Prozent Marktanteil hat. Die zweit- und drittgrößten Versender, Hermes   und DPD  , kamen auf je 13 Prozent der Beschwerden. Kritikpunkt Nummer eins an DHL: 40 Prozent der Kunden beschwerten sich, dass ihre Pakete nicht ankamen, obwohl sie zu Hause waren.

Die Bundesnetzagentur registrierte im ersten halben Jahr 2016 rund 1.500 Beschwerden über die Paketzustellung. Bis zum Jahresende rechnet sie mit über 3.500 Meldungen - ein Rekord. Die Zahlen der Verbraucherzentrale sowie der Bundesnetzagentur liegen der Wirtschaftswoche   exklusiv vor.

Die Deutsche Post aber zweifelt ihre Richtigkeit auf Nachfrage des Magazins an: "Da sind vermutlich auch Beschwerden dabei, die uns zugeordnet werden, obwohl wir nichts damit zu tun haben", kommentiert ein Sprecher. Auf der anderen Seite aber hält sie die "geradezu homöopathischen Ausmaße" der Beschwerden angesichts der vier Millionen Pakete täglich für vertretbar.
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