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Interaktiv-Trends 2014 (3): Kundenindividuelle Logistik

19.12.2013 Im kommenden Jahr wird sich die ECommerce-Logistik immer besser an die Bedürfnisse und den Lebensrhythmus der Kunden anpassen - um Geld bei der Lieferung zu sparen, Retouren zu vermeiden und den Kunden glücklich zu machen. Versand nach Kundenwunsch wird sich 2014 immer mehr durchsetzen.

 (Bild: Kevin Dooley Flickr)
Bild: Kevin Dooley Flickr
Bild: Kevin Dooley Flickr unter Creative Commons Lizenz by
In Zukunft bestimmt der Kunde, wann und wie geliefert wird (Bild: Kevin Dooley Flickr)
Bild: Kevin Dooley Flickr
Bild: Kevin Dooley Flickr unter Creative Commons Lizenz by
In Zukunft bestimmt der Kunde, wann und wie geliefert wird

HANDLUNGSRELEVANZ

 
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Die iBusiness-Handlungsmatrix zeigt, wie langfristig die vorgestellten Aufgaben angegangen werden müssen.
Der Paketbote wird 2014 immer seltener vor verschlossenen Wohnungstüren stehen. Denn ECommerce-Händler und Logistikunternehmen werden die Zustellung zum Wunschtermin des Kunden im kommenden Jahr verstärkt angehen. Und das ist auch höchste Zeit, denn der bisherige, klassische Zustellrhythmus von ECommerce-Sendungen passt nicht zum Lebensrhythmus der arbeitenden, besser verdienenden Bevölkerung - die bekanntermaßen die Hauptzielgruppe des Onlinehandels ist. Und das wiederum ärgert:
  1. den Kunden selbst: Er muss länger als nötig auf sein Päckchen warten oder es sich wahrscheinlich sogar im Paketshop abholen - was oft mit nervigem Schlangestehen verbunden ist.
  2. den Dienstleister: Auf der anderen Seite kommen die Fehlzustellungen den Paketdienst teuer zu stehen, denn er muss seinen Zusteller mehrmals hinschicken.
  3. den Händler: Darüber hinaus ärgert die verspätete Zustellung den Onlinehändler. Denn ein Paket, was lange nicht zugestellt werden kann, wird eher vom Kunden retourniert.

Axel Seeger (Bild: Axel Seeger / Xing)
Bild: Axel Seeger / Xing
Axel Seeger

Um diese Probleme zu lösen, werden Onlineshops und Paketdienstleister den Kunden in den nächsten Monaten immer mehr Services anbieten, die die kundenindividuelle Lieferung ermöglichen. Und auch wenn Same-Day-Delivery in aller Munde ist, halten ECommerce-Experten die flexible Zustellung für den wichtigeren Trend 2014. Axel Seeger , Geschäftsführer und Partner des ECommerce-Beratungsunternehmens Tailorit  : "Viel wichtiger als Same-Day-Delivery ist es den Kunden, dass sie den Lieferzeitpunkt selbst bestimmen können oder ihn vorab mitgeteilt bekommen und gegebenenfalls verschieben können." Denn die schnellste Lieferung bringt den Konsumenten keinen Mehrwert, wenn sie zum Zeitpunkt der Zustellung nicht zuhause sind, um die Lieferung in Empfang zu nehmen.

Same-Day-Delivery bleibt vorerst in der Nische
Zu den neuen Zustellmodellen, die dem Kunden entgegenkommen sollen, gehört ebenfalls Sam-Day-Delivery. Auch hier werden wir 2014 einige Veränderungen und neue Anbieter sehen: Zum einen will der Logistiker DPD, der vor Kurzem mit 20 Prozent beim Same-Day-Delivery-Anbieter Tiramizoo   eingestiegen ist, in Kürze selbst die taggleiche Lieferung anbieten. Und ebenfalls die Deutsche-Post-Tocher DHL testet den Zustellservice im Ruhrgebiet, in Köln, Berlin und München.

Nach dem Vorbild dieser beiden werden 2014 weitere große Logistiker in den Markt einsteigen - oder ihn zumindest testen, um den Zug nicht zu verpassen. Aber einen nennenswerten Marktanteil wird Same-Day-Delivery 2014 nicht erreichen. Das bestätigt DPD selbst: "Gemessen am gesamten Geschäftsvolumen wird der Same-Day-Anteil im kommenden Jahr eine untergeordnete Rolle spielen", sagt ein Unternehmenssprecher.
Aktuell ist der Lieferzeitpunkt nur bei wenigen Onlinehändlern für die Kunden frei wählbar. Dabei bieten einige Zustelldienste bereits Varianten des flexiblen Service an: Zu ihnen gehört GLS  : Das Unternehmen bietet bereits heute den Service an, den Kunden über das vierstündige Zeitfenster der Lieferung zu informieren. Dieser kann dann über einen Link bestimmen, ob das Paket an einem anderen Tag, an eine andere Adresse, an einen GLS-Shop geliefert oder ob es auf der Terrasse hinter dem Haus abgelegt werden soll.

DPD   will ab Mitte 2014 noch einen Schritt weiter gehen und das Zustellzeitfenster auf eine Stunde verkürzen. Außerdem soll es bald möglich sein, "per SMS oder Mail nicht nur den Zustellzeitpunkt zu verschieben, sondern auch einen neuen Zustellort zu bestimmen, etwa den Arbeitsplatz oder einen DPD Paketshop", erläutert Michael Knaupe, Head of B2C Products & Services, DPD Geopost. Außerdem sollen Empfänger ihr Paket auf einer Kartendarstellung in Echtzeit verfolgen können. "Die Umleitung eines Pakets wird auch dann noch kurzfristig möglich sein, wenn der Paketzusteller schon auf dem Weg zum Empfänger ist."

Michael Knaupe (Bild: DPD)
Bild: DPD
Michael Knaupe

Und ebenfalls DHL   bietet bereits heute die Möglichkeit, dass sich Kunden über das Portal Paket.de   Packstation, Wunschort, Wunschnachbar, Wunschtag et cetera aussuchen. Genutzt werden die flexiblen Liefervarianten der Anbieter bisher aber noch wenig. Damit sie sich durchsetzen, werden die Paketdienste 2014 verstärkt mit den ECommerce-Händlern zusammenarbeiten, für beide Seiten lukrative Modelle ausarbeiten und diese dem Onlineshopper verstärkt kommunizieren.

Nur so profitieren am Ende alle Seiten: Der Kunde bekommt sein Paket, wann er will; der Onlinehändler hat einen glücklichen Kunden und der Paketdienst konnte seine Zustellversuche reduzieren.

Thema: Interaktiv-Trends 2014 (3): Kundenindividuelle Logistik

Kommentar von Verena Gründel

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Alle reden von Wunschlieferung und Feierabendzustellung. Nur angeboten werden sie bisher kaum.

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Verena Gründel, iBusiness (Privat)
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