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Interaktiv-Trends 2014 (3): Kundenindividuelle Logistik
19.12.2013 Im kommenden Jahr wird sich die ECommerce-Logistik immer besser an die Bedürfnisse und den Lebensrhythmus der Kunden anpassen - um Geld bei der Lieferung zu sparen, Retouren zu vermeiden und den Kunden glücklich zu machen. Versand nach Kundenwunsch wird sich 2014 immer mehr durchsetzen.
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- den Kunden selbst:
Um diese Probleme zu lösen, werden Onlineshops und Paketdienstleister den Kunden in den nächsten Monaten immer mehr Services anbieten, die die kundenindividuelle Lieferung ermöglichen. Und auch wenn Same-Day-Delivery in aller Munde ist, halten ECommerce-Experten die flexible Zustellung für den wichtigeren Trend 2014. Axel Seeger , Geschäftsführer und Partner des ECommerce-Beratungsunternehmens Tailorit : "Viel wichtiger als Same-Day-Delivery ist es den Kunden, dass sie den Lieferzeitpunkt selbst bestimmen können oder ihn vorab mitgeteilt bekommen und gegebenenfalls verschieben können." Denn die schnellste Lieferung bringt den Konsumenten keinen Mehrwert, wenn sie zum Zeitpunkt der Zustellung nicht zuhause sind, um die Lieferung in Empfang zu nehmen.
| Same-Day-Delivery bleibt vorerst in der Nische |
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Zu den neuen Zustellmodellen, die dem Kunden entgegenkommen sollen, gehört ebenfalls Sam-Day-Delivery. Auch hier werden wir 2014 einige Veränderungen und neue Anbieter sehen: Zum einen will der Logistiker DPD, der vor Kurzem mit 20 Prozent beim Same-Day-Delivery-Anbieter Tiramizoo eingestiegen ist, in Kürze selbst die taggleiche Lieferung anbieten. Und ebenfalls die Deutsche-Post-Tocher DHL testet den Zustellservice im Ruhrgebiet, in Köln, Berlin und München. Nach dem Vorbild dieser beiden werden 2014 weitere große Logistiker in den Markt einsteigen - oder ihn zumindest testen, um den Zug nicht zu verpassen. Aber einen nennenswerten Marktanteil wird Same-Day-Delivery 2014 nicht erreichen. Das bestätigt DPD selbst: "Gemessen am gesamten Geschäftsvolumen wird der Same-Day-Anteil im kommenden Jahr eine untergeordnete Rolle spielen", sagt ein Unternehmenssprecher. |
DPD will ab Mitte 2014 noch einen Schritt weiter gehen und das Zustellzeitfenster auf eine Stunde verkürzen. Außerdem soll es bald möglich sein, "per SMS oder Mail nicht nur den Zustellzeitpunkt zu verschieben, sondern auch einen neuen Zustellort zu bestimmen, etwa den Arbeitsplatz oder einen DPD Paketshop", erläutert Michael Knaupe, Head of B2C Products & Services, DPD Geopost. Außerdem sollen Empfänger ihr Paket auf einer Kartendarstellung in Echtzeit verfolgen können. "Die Umleitung eines Pakets wird auch dann noch kurzfristig möglich sein, wenn der Paketzusteller schon auf dem Weg zum Empfänger ist."
Und ebenfalls DHL bietet bereits heute die Möglichkeit, dass sich Kunden über das Portal Paket.de Packstation, Wunschort, Wunschnachbar, Wunschtag et cetera aussuchen. Genutzt werden die flexiblen Liefervarianten der Anbieter bisher aber noch wenig. Damit sie sich durchsetzen, werden die Paketdienste 2014 verstärkt mit den ECommerce-Händlern zusammenarbeiten, für beide Seiten lukrative Modelle ausarbeiten und diese dem Onlineshopper verstärkt kommunizieren.
Nur so profitieren am Ende alle Seiten: Der Kunde bekommt sein Paket, wann er will; der Onlinehändler hat einen glücklichen Kunden und der Paketdienst konnte seine Zustellversuche reduzieren.

