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Von Placebo-Kontakten und Einweg-Email-Adressen
06.08.2008 Danke, Social Networks. Wegen Euch müssen Internetnutzer mit ihren 'Freunden' immer wieder in Kontakt treten, selbst wenn es nervt. Ein Service sorgt in den USA für Ruhe an der Kommunikationsfront. Und auch für Viel-Abonnierer von Internetdiensten gibt es Hoffnung: Einweg-EMail-Adressen sind nur für einen begrenzten Zeitraum aktiv.
Der rein werbefinanzierte Dienst wendet sich also an Menschen, die vor lauter Verwandten, Bekannten und Freunden bei MySpace , Facebook , Twitter nebst Instant Messanger-Kontakten, SMS- und E-Mail-Schreibern ihr wachsendes soziales Netz nicht mehr schultern können. Zur Zeit funktioniert dies nur auf telefonischer Ebene, aber es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis Slydial Mobilfunk und Internet für sich entdeckt und per Slytexting nichtssagende Botschaften verschickt, bouncen lässt oder in den Spam-Ordner verschiebt.
Slydial funktioniert so: Um all jene Personen denen man versprach anzurufen oder in Kontakt zu bleiben nicht vor den Kopf zu stoßen, gaukelt der Dienst eine Anruf vor. Dazu hinterlässt der Nutzer bei Slydial die Telefonnummer der Zielperson und wird direkt mit deren Anrufbeantworter verbunden. Dann kann der Nutzer entweder gleich auflegen oder eine kurze nichtssagende Botschaft absondern und schon hat man so getan, als hätte man den Willen gehabt, Kontakt zu halten.
Auch für Internetnutzer, die gerne an Online-Gewinnspielen teilnehmen oder in registierungspflichtigen Foren sich austauschen, aber kein Spam wollen, bietet der Web-1.0-Dienst Nervmich.de die Lösung: die Wegwerf-EMail-Adresse. Der EMail-Account des Dienstes ist kein vollwertiger Account, sondern ein zeitlich begrenzter Weiterleiter (Alias) und erlischt nach 24, 48 oder 72 Stunden. Im Unterschied zu den Free-Mail-Anbietern, verlangt der Dienst keine Registrierung und speichert keine persönlichen Daten.
