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Vier Methoden, um Programmatic-Buying-Kampagnen zu optimieren
15.03.2016 Programmatic Buying ist für viele Werbetreibende die Zukunft der Werbung: Zunehmend werden digitale Werbeflächen online über entsprechende Marktplätze oder Plattformen in Echtzeit ersteigert und eingekauft. So soll laut FOMA der Anteil von Programmatic Buying (RTA/RTB) an den Gesamtausgaben für Displaywerbung laut Experten bis 2017 auf 40 Prozent steigen. Damit ihre Programmatic-Buying-Strategie die maximale Wirkung entfaltet, sollten Sie vier Punkte beachten.
Bannergestaltung: Klar und direkt! Einfach, aber kreativ
Ob und wie lange Banner betrachtet werden, ist bis zur Hälfte von der gestalterischen Qualität - also der Kreation - abhängig. Der Kampagnenerfolg steht und fällt also mit einer aufmerksamkeitsstarken Gestaltung der Banner. Setzen Sie auf inhaltliche Klarheit mit wenig Text. Nutzen Sie einen starken Call to Action. Und stellen Sie sicher, dass Ihr Produkt und Ihre Marke direkt zu erkennen sind. Hören Sie nicht nur auf Ihr Bauchgefühl, sondern führen Sie A/B-Tests für verschiedene Bannergestaltungen durch, um die erfolgreichste Kreation zu ermitteln. Der Klick auf Ihr Werbemittel sollte die Interessenten zudem nicht auf Ihre Homepage, sondern auf eine produkt- bzw. kampagnenorientierte Landingpage führen, die einen Kauf möglichst einfach macht. Denken Sie schon beim Gestalten der Banner an die vom Interactive Advertising Bureau (IAB) definierten Standardformate (z.B. Medium Rectangle), denn Sie brauchen Reichweite und noch bilden Sonderwerbeformate im Programmatic Advertising die Ausnahme.Sichtbarkeit: Above-The-Fold & Below-The-Fold
Apropos Platzierung: Viele Marketer setzen im Programmatic Buying ausschließlich auf eine Ausspielung der Werbemittel Above-The-Fold (ATF) - also in dem Bereich, der beim Laden der Seite sofort sichtbar ist.Diese Position ist in der Regel teurer als Below-The-Fold (BTF), weist aber nicht unbedingt eine bessere Performance auf. Die Premium-Platzierung "Leaderboard" - ein seitenbreites Banner, das ganz oben über dem eigentlichen Content platziert wird - rutscht zum Beispiel beim ersten Scrollen direkt aus dem sichtbaren Bereich. Buchen Sie deshalb ATF UND BTF-Platzierungen und beobachten Sie, welche Variante Ihnen für welche Ziele bessere Ergebnisse liefert. Durch ein gezieltes Blacklisting, also ein Aussortieren leistungsschwacher oder unerwünschter Publisher, und ein umgekehrtes Whitelisting von besonders effizienten und geeigneten Umfeldern können Sie Ihre Performance zusätzlich optimieren.
Das Timing ist branchenspezifisch
Die Erfahrung aus den vielen Kampagnen unserer Kunden zeigt: Es kommt auch im Programmatic Buying auf das richtige Timing an. Denn das Shoppingverhalten der Deutschen variiert je nach Tageszeit und Wochentag teilweise erheblich. So werden am Wochenende in der Regel weniger Werbemittel ausgeliefert, aber die Click-Through-Rate liegt deutlich höher. Denn viele User surfen dann von Zuhause mit echtem Kaufinteresse und nicht - zwischen zwei Jobaufgaben - im Büro. Customer Journey Analysen von intelliAd belegen dementsprechend auch, dass branchenübergreifend die Conversion Rate und der Absatz sonntags am höchsten sind. Doch dieses Surf- und Kaufverhalten variiert stark je nach Branche und Produktkategorie. So kann es ein gravierender Unterschied sein, ob man innerhalb der gleichen Branche Waren in einer mittelpreisigen Kategorie oder im Luxussegment verkauft. Bei Letzterem wird nämlich zum Beispiel verstärkt tagsüber und unter der Woche geshoppt.Um das richtige Timing für ihre Branche und ihre Produktkategorie herauszufinden, sollten Sie daher Ihre Kanäle ganzheitlich tracken und die gewonnenen Daten an zentraler Stelle zusammenführen. So können Sie besser verstehen, wie Ihre Kunden ticken und wann an welchen Stellen im Kaufprozess welche Displaykampagnen für Sie am besten funktionieren.
Das Targeting ist individuell
Das Motiv im Werbemittel muss zum Kunden passen. Über einen intelligenten Bannergenerator, der Text und Bildmotive dynamisch zusammensetzt, können Sie theoretisch jedem User individuell zugeschnittene Werbemittel anzeigen. Maßgeschneidert auf seine Interessen und inhaltlich abgestimmt auf die Phase des Kaufprozesses, in der er sich gerade befindet.Wollen Sie neue Internetnutzer auf ihre Website leiten, die bisher noch keinen Kontakt mit ihren Werbemitteln hatten (das sogenannte Prospecting oder Prospect Targeting) ist eine Kombination sinnvoll aus Motiven mit allgemeinen Markenbotschaften (Branding), gefolgt von einem Retargeting, das konkrete Produkte anbietet. Nutzer, die Ihren Shop vor dem Kauf verlassen haben, die sogenannten Warenkorbabbrecher, können Sie gegebenenfalls mit einem dem gesuchten Produkt ähnlichen Artikel doch noch vom Kauf überzeugen. Auch Erstkäufer und Bestandskunden lassen sich durch intelligentes Retargeting mit komplementären Produkten zum wiederholten Kauf motivieren. Vergessen Sie dabei aber nicht das Frequency Capping - begrenzen Sie also, wie oft jeder einzelne User einen Ihrer Banner sehen soll. Gerade beim Retargeting können zu häufige Werbemittelkontakte die User nerven und Ihnen unnötige Zusatzkosten verursachen.
