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Zwei Pureplayer sind die beliebtesten Arbeitgeber der Handelsbranche

21.10.2016 Der Handel ist nicht gerade die beliebteste Branche für Arbeitnehmer. Aber wenn es bei jungen Professionals ein Job in der Handelsbranche sein soll, dann doch bitte bei einem Onlinehändler. Das zeigt jetzt eine Sonderauswertung des Young Professional Barometers 2016 für die Lebensmittel Zeitung  .

 (Bild: Amazon)
Bild: Amazon
Die Handelsbranche ist beim deutschen Führungsnachwuchskräfte nur mittelmäßig beliebt: Bei der Befragung landete sie im Mittelfeld auf Platz neun der Wunschbeschäftigungsfelder. Hinzu kommt eine große Unzufriedenheit in der Branche: Ganze neun von zehn der befragten Jungakademiker mit wenigen Jahren Berufserfahrung im Handel sind offen für einen neuen Job, zeigt die Auswertung. Nicht überraschend ist daher, dass diese Arbeitnehmer mit 24,2 Prozent häufiger unzufrieden mit ihrem Arbeitgeber als der Durchschnitt (19,3 Prozent).

Gleichzeitig sind viele Unternehmen auf der Suche nach diesen begehrten Fachkräften. 73 Prozent von ihnen geben an, in den vergangenen zwölf Monaten Jobangebote von anderen Unternehmen bekommen zu haben. Durchschnittlich bekommen sie 3,7 Angebote, was laut der Lebensmittel Zeitung überdurchschnittlich hoch ist. Damit seien die Handelsexperten nach Mitarbeitern in der Consulting- und IT-Branche die begehrtesten Young Professionals in Deutschland.

Die Liste der beliebtesten Arbeitgeber von Young Professionals im Handel führen zwei Online-Pureplayer an: Die Top-Arbeitgeber sind demnach:
  1. Amazon   (33,6 Prozent der Nennungen)
  2. Zalando   (21,8 Prozent)
  3. Dm   (20,0 Prozent)
  4. Hugo Boss   (17,8 Prozent)
  5. Otto Group   (16,6 Prozent)
Außerdem fand die Studie heraus, dass im Handel und FMCG-Industrie der Gender Gap besonders groß ist. Die Gehaltsunterschiede im Konsumgüterbereich betragen ganze 32,4 Prozent - sie liegt damit an der Spitze aller Branchen. Männliche Young Professionals verdienen 66.900 Euro im Jahr, weibliche 45.200 Euro. Im Handel verdienen die männlichen Nachwuchsfachkräfte 56.900 Euro, die weiblichen 44.700 Euro; eine Differenz von immerhin noch 21,4 Prozent: Im Gesamtdurchschnitt aller Branchen liegt die Differenz bei 19,4 Prozent.
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