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Warum Versicherungen ihre IT für nicht wettbewerbsfähig halten
28.07.2015 Fast jedes dritte Versicherungsunternehmen räumt ein, dass sowohl die eigene IT-Infrastruktur als auch die Applikationsentwicklung im Marktvergleich schlecht dastehen. Angesichts des hohen Selbstbewusstseins in der Branche ist diese Zahl brisant - immerhin beurteilt ein Großteil der Versicherer die eigene Wettbewerbsstärke als sehr positiv. Das sind Ergebnisse der aktuellen Studie 'Industrialisierung der Assekuranz in einer digitalen Welt' für die Softwarehersteller Adcubum 100 deutschsprachige Versicherungen befragte.
Schwächen machen die Versicherer nahezu ausschließlich in der Informationstechnologie aus. So halten 31 Prozent der Unternehmen ihre eigene IT-Infrastruktur im Marktvergleich für schlechter, und 28 Prozent der Befragten ihre Applikationsentwicklung.
Es gibt mehrere Erklärungsansätze für dieses Phänomen. Zum einen ist das Entwicklungstempo in der IT deutlich höher als in anderen Prozessbereichen. Zum anderen haben sich die Bedürfnisse der Kunden und ihr Verhalten beim Übergang in die digitale Welt verändert. Weil die Kunden ihre Versicherer bei der mobilen Kommunikation überholt haben, sorgt der mögliche Verlust des Kundenzugangs für Unruhe. Branchenfremde Konkurrenten wittern hier eine Chance, sich in die Wertschöpfungskette der Versicherer zu drängen.
Dritte mögliche Erklärung ist der Kontrollverlust. Denn viele IT-Prozesse werden bereits heute von externen Dienstleistern betrieben. Die daraus entstehenden Abhängigkeiten vom Provider verunsichern manache Assekuranzen hinsichtlich ihrer eigenen Leistungsfähigkeit.
