Der iBusiness Honorarleitfaden ist das Standardwerk für Auftraggeber und Agenturen. Er listet auf 200 Seiten detailliert die bezahlten Preise für sämtliche 87 interaktiven Gewerke.
Leitfaden kaufen
Das Standardwerk: Formulare zur detaillierten Planung und aktive Steuerung der Kosten in Online- und Multimedia-Projekten. Für Agenturen, Freelancer, Publisher und Shopbetreiber. Hier bestellen

Amazon.com liefert nicht mehr in die Schweiz

06.12.2018 Aufgrund der neuer Steuerregeln, die ab 2019 in der Schweiz für ausländische Händler gelten, stellt Amazon.com die Lieferung in die Schweiz ab dem 26.12.2018 ein. Den Schweizer Markt wird das kaum beeinflussen.

 (Bild:  ND Strupler/Flickr)
Bild: ND Strupler/Flickr
Wie Amazon seinen Schweizer Kunden mitteilte, können diese ab Ende des Jahres nicht mehr auf der US-amerikanischen Website Amazon.com zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen und anderen nicht-europäischen Seiten einkaufen. Das Unternehmen reagiert damit auf eine neue Gesetzgebung in der Schweiz, durch die ausländische Unternehmen mit einem globalen Gesamtumsatz von über 100.000 Franken ab Januar 2019 mehrwertsteuerpflichtig werden.

Nicht betroffen von Amazons Rückzug sind alle europäischen Amazon-Seiten, wie uns das Unternehmen bestätigt: "Jegliche Behauptungen, dass Amazon Schweizer Kunden nicht mehr beliefern würde, sind falsch. Schweizer Kunden können weiterhin auf ihren bevorzugten EU Amazon Websites (Amazon.de, Amazon.co.uk, Amazon.fr, Amazon.it und Amazon.es) einkaufen, mehrere Millionen Produkte in verschiedenen Sprachen (einschließlich Französisch, Italienisch und Deutsch) bestellen und an jede Adresse in der Schweiz liefern lassen.", sagt Unternehmenssprecher Tobias Goerke 'Tobias Goerke' in Expertenprofilen nachschlagen .

Digitale Produkte wie Ebooks können weiterhin auch von Amazon.com und anderen Amazon-Websites außerhalb der EU bezogen werden. Besonders ärgerlich für Schweizer Kunden ist, dass Geschenkgutscheine nicht auf die europäischen Amazon-Websites übertragen werden können. Wer sie also nicht für die digitale Produkte einlösen will, kann sein Guthaben nur noch vor dem 26.12.2018 einlösen.

Was zunächst dramatisch klingt, hat voraussichtlich wenig Auswirkungen auf den Schweizer Markt. Laut Carpathia zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser Dienstleister-Dossier einsehen kauften Schweizer 2017 über Amazon.com lediglich Waren im Wert von rund 65 Millionen Franken ein, während der deutlich größere Batzen - rund 600 Millionen Franken - über Amazon.de erwirtschaftet wurde. Auch waren in der Vergangenheit viele Produkte über Amazon.com gar nicht in die Schweiz lieferbar.

Noch im Frühjahr so es ganz so aus, als wäre Amazon in der Schweiz auf Expansionskurs. Durch eine Kooperation mit der Schweizer Post vereinfachte das Unternehmen die Verzollung und machte das Onlinekaufen für Schweizer Kunden einfacher und transparenter. Doch inländische Händler haderten schon seit längerem mit dem Schweizer Zollsystem. Sie fühlten sich benachteiligt, da ausländische Händler für Kleinsendungen bisher weder Zoll noch Mehrwertsteuer entrichten mussten. Darauf hat die Schweiz nun reagiert und das Mehrwertsteuergesetz überarbeitet. Ab dem 1. Januar 2019 gilt in der Schweiz eine Umsatzgrenze von 100.000 Schweizer Franken für den Versandhandel mit Kleinsendungen. Ausländische Händler werden ab diesem Betrag künftig steuerpflichtig und müssen sich in das Mehrwertsteuerregister eintragen.

(Autor: Susanne Fricke )

Weitere Artikel zu diesem Themenbereich:

Anzeige

Ausgewählte Agenturen und Dienstleister zu diesem Themenbereich

In diesem Beitrag genannt:

Personen: Tobias Goerke
Firmen und Sites: amazon.de carpathia.ch
Trackbacks / Kommentare
Artikel Weiterempfehlen
Empfehlen Sie diesen Artikel an Kollegen oder Freunde weiter.
Alle Meldungen vom 06.12.2018:

Für diesen Seite von iBusiness steht eine Mobile Ansicht zur Verfügung.
Umleiten?