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ECommerce-Serie: So starten Sie Google Shopping (4) - Shopping-Kampagne optimieren

19.09.2016 Google Shopping wird immer wichtiger. Die Produkt-Suchergebnisse ähneln aus Kundensicht inzwischen stark einer Vergleichsseite - und das direkt auf der ersten Suchergebnisseite bei Google. Viele Onlinehändler fahren ihre Adwords-Schaltungen daher zurück und setzten auf Google Shopping. In dieser Artikel-Serie erklärt iBusiness in Kooperation mit Trusted Shops   die Grundlagen von Google Shopping und wie Sie Schritt für Schritt zu Ihrer ersten erfolgreichen Google-Shopping-Kampagne kommen.

Britta Kristin Böhle (Bild: Trusted Shops)
Bild: Trusted Shops
Britta Kristin Böhle
Shopping-Anzeigen - auch Product Listing Aps (PLAs) genannt - sind eine immer häufiger genutzte Traffic-Alternativen für Adwords. Eine PLA-Optimierung ist für jeden Händler in Zukunft Pflicht. Wie Sie eine erfolgreiche Google-Shopping-Kampagne aufsetzten, erläutert Britta Kristin Böhle, SEO-Expertin bei Trusted Shops, in dieser fünfteiligen Serie. In diesem Beitrag erklärt sie, wie Sie Ihre Shopping-Kampagne optimieren.

Produktgruppen aufsplitten

Obwohl Sie die Kontrolle über die Schaltung Ihrer Produktanzeigen weitgehend an Google abgeben, besteht durch Aufsplitten der Produktgruppen eine Möglichkeit, bessere Einflussnahme durch individuellere Gebote zu erhalten. Kern dabei ist, dass Sie besonders wertvolle Suchanfragen identifizieren. Das bedeutet, Sie suchen nach Produkten und den entsprechenden Anfragen, die für Ihr Geschäft am rentabelsten sind. Auch die Länge der Suchanfragen kann einen Hinweis darauf geben, wie gut die Produktanzeige für diese Anfrage performt. Genau wie bei den Textanzeigen gilt: je genauer gesucht wird, desto klarer ist sich der Suchende über seinen Produktwunsch und handelt entsprechend kaufbereiter.

Sie können zwar keine Keywords für die Shopping-Kampagnen anlegen, dafür aber ausschließende Keywords, Sie legen somit zwei Kampagnen an, eine eigene Kampagne für die besonders wertvollen Suchanfragen und eine Standard-Kampagne. Einer Kampagne weisen Sie eine höhere Priorität zu. Das ist eine Funktion, die es nur bei Shopping-Kampagnen gibt. Sie erreichen diese Funktion in Ihrer Shopping Kampagne in den Einstellungen und dann unter den erweiterten Einstellungen.

In der Kampagne mit der höheren Priorität, also die, in der die rentablen Suchanfragen gesammelt werden, müssen Sie nach und nach Suchanfragen aussortieren und als ausschließende Keywords hinzufügen. Werden die nicht für die Kampagne mit der höheren Priorität geschaltet, werden sie durch die andere Kampagne aufgefangen. Dort können Sie entsprechend niedrigere Gebote einstellen. Die Suchanfragen, die die Schaltung der Produktanzeigen auslösen, finden Sie wie bei Textanzeigen auf dem Tab "Keywords" und dann "Suchanfragen". Die Sichtung der Suchanfragen sollten Sie sowieso regelmäßig durchführen, um unpassende Suchanfragen auch in der Kampagne mit der niedrigeren Priorität auszuschließen.

Merchant Promotions

Merchant Promotions erlauben Ihnen, besondere Angebote direkt auf Google Shopping hervorzuheben. Vom Prinzip funktionieren sie wie Anzeigenerweiterungen, d.h. sie fügen der Basis-Produktanzeige eine extra Informationen hinzu. Dafür werden keine zusätzlichen Gebühren von Google erhoben. Bei einem eingerichteten Merchant Center können Sie direkt die Teilnahme an den Merchant Promotions beantragen  . Normalerweise werden Sie innerhalb von ein bis zwei Werktagen zugelassen.

Zur Erstellung der Promotion haben Sie zwei Möglichkeiten: Nutzung des +PROMOTION-Tool oder die Erstellung eines Angebotfeeds. Das +PROMOTION Tool erreichen Sie nach Freigabe unter einem dann hinzugefügten Navigationspunkt "Angebote". Die Erstellung eines Angebots über das Tool bietet sich besonders dann an, wenn Sie lediglich einige Produkte mit Angeboten hervorheben möchten.


Problembehebung

Einen Angebotsfeed   hingegen sollten Sie dann erstellen, wenn Sie direkt mehrere Produkte als Angebot bewerben möchten. Die Höchstanzahl der Produkte liegt bei 500. Beim Hochladen des Feeds können Sie im Drop-down-Menü "Typ" die Option "Angebote" auswählen. Bedingung für die Erstellung eines Angebots ist u. A., dass das Angebot zeitlich begrenzt ist. Die Maximaldauer beträgt 6 Monate (die vollständigen Programmbedingungen  ). Jede zusätzliche Information in Ihren Anzeigen grenzt Sie natürlich von Ihrer Konkurrenz ab und erhöht die Aufmerksamkeit für Sie. Google spricht in einer Case Study   von einer Erhöhung der CTR um 7 Prozent sowie einer Reduzierung des CPC um 11 Prozent.

Sollten einige Ihrer Produkte nicht bei Shopping erscheinen, schauen Sie zunächst in Ihr Merchant Center. Dort werden Ihnen, wenn vorhanden, Fehler entweder direkt auf dem Dashboard oder unter den Navigationspunkten "Diagnose" oder "Produkte" angezeigt. Diese Fehler können sein, dass Produktdaten im Google Merchant Center nicht korrekt verarbeitet werden, ein erforderliches Attribut nicht bereitgestellt wird oder ein oder mehrere Artikel gegen eine Richtlinie verstoßen.

Können Sie keinen dieser Fehler feststellen, kann es sein, dass Ihre Produkte noch nicht verarbeitet wurden von Google. Das sehen Sie im Merchant Center daran, dass die Produkte auf "ausstehend" stehen. Ein weiterer Grund könnte sein, dass Ihre Produkte als "nicht jugendfrei" eingestuft wurden und deswegen "SafeSearch" aktiviert wurde. Auch Ihr AdWords Konto sollten Sie überprüfen. Es könnte sein, dass für Ihre Shopping-Kampagne ein Enddatum eingegeben wurde und Ihre Kampagne dadurch beendet wurde. In dem Fall können Sie das Enddatum einfach entfernen.


Im folgenden Beitrag geht es darum, wie Sie Bewertungssterne & das Reporting nutzen. Die vollständige Anleitung finden Sie im E-Book Google Shopping - Schritt für Schritt   von Trusted Shops.

Alle Teile der Google-Shopping-Serie:
Teil 1: Start & Einrichtung
Teil 2: Produktdaten konfigurieren
Teil 3: Datenfeed hochladen & Shopping-Kampagne einrichten
Teil 4: Shopping-Kampagne optimieren
Teil 5: Bewertungssterne in Google Shopping nutzen & Reporting
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