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Trotz Internet: Fernsehen und Radio bleiben meistgenutzte Medien
03.11.2016 Fernsehen und Radio behaupten sich trotz der rasanten Entwicklung des Internets als meistgenutzte Medien in Deutschland. Sie nehmen rund zwei Drittel des gesamten Zeitbudgets für Mediennutzung ein. Zu diesem Ergebnis kommt die elfte Welle der Studie Massenkommunikation von ARD und ZDF.
Nicht-mediale Anwendungen dominieren die Internetnutzung
Mit dem Hinzutreten des Internets im Medienensemble, mit der zunehmenden Orts- und Zeitunabhängigkeit der Mediennutzung durch mobile Geräte und Onlineplattformen hat es in den vergangenen 15 bis 20 Jahren große Veränderungen gegeben.Die Nutzung des Internets wird durch seinen multifunktionalen Charakter geprägt. Auf die Mediennutzung entfällt dabei rund ein Viertel der Internetzeit. Deutlich mehr Zeit wird auf nicht-mediale Anwendungen wie Kommunikation, Spielen, Shopping, Suchanwendungen etc. verwendet.
Konstanz prägt die Mediennutzung
Trotz tiefgreifender Veränderungen in Medientechnik und Verfügbarkeit der Inhalte sind die elementaren Bedürfnisse und Stimmungslagen, in denen Medien genutzt werden, in den vergangenen 15 bis 20 Jahren erstaunlich konstant geblieben. Während das Fernsehen als Informations- und Unterhaltungsmedium zahlreiche Nutzungsmotive bedient und somit (ähnlich wie das Internet) multifunktional ist, erfüllt das Radio schwerpunktmäßig emotionale Funktionen und ist somit der ideale Tagesbegleiter. Die Tageszeitung fungiert auch in den Augen der jungen Zielgruppe nach wie als Informationsmedium. Vor allem in der jungen Generation hat das Lesen von Tageszeitungen aber deutlich nachgelassen. Das Internet bedient im Zeitverlauf zunehmend mehr Nutzungsmotive, hat einen hohen Informations- und Gebrauchswert und macht vor allem der jungen Zielgruppe Spaß.Im Auftrag der ARD/ZDF-Medienkommission wurden zwischen Mitte Januar und Anfang Mai 2015 insgesamt 4300 repräsentativ für die deutschsprachige Bevölkerung ausgewählte Personen ab 14 Jahren per Telefon befragt. Ausführendes Institut dieser repräsentativen Bevölkerungsumfrage war GfK Media and Communication Research, Wiesbaden. Die Studie Massenkommunikation wird seit 1964/65 etwa alle fünf Jahre durchgeführt.
