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CDU und SPD wollen Förderprogramme für Breitbandausbau drosseln
24.07.2014 Ein neuer Antrag der Regierungsfraktionen im Deutschen Bundestag CDU/CSU und SPD soll den Breitbandausbau unterstützen. Allerdings enthält der Antrag auch eine kritische Prüfung der Förderprogramme. Zukünftig sollen nur noch Netzbetreiber im ländlichen Raum gefördert werden.
Mitnahmeeffekte für Gebiete, in denen sich ein Ausbau ohnehin gerechnet hätte, soll es in Zukunft nicht mehr geben. Reduzierter Bürokratieaufwand und Finanzierungshilfen in Form von Zuschüssen, Bürgschaften und Krediten dürften im ländlichen Raum vor allem den kleinen Betreiber- und Netzbau-Gesellschaften zu Gute kommen, die aufgrund geringerer Struktur- und Verwaltungskosten auch kleinere Projekte wirtschaftlich umsetzen können. Ein Parallelausbau der gleichen Gebiete durch einen zweiten Anbieter dürfte sich daher kaum lohnen.
Vor diesem Hintergrund stehen die Endkunden-Vertragspartner vor der Herausforderung, sogenannte "Open-Access"-Modelle in ihre Prozesse einzubinden um auch weiterhin flächendeckend hohe Bandbreiten anbieten zu können und nicht in bestimmten Regionen zur zweiten Wahl zu werden.
Gerade im Privatkundengeschäft sind massentaugliche Prozesse gefragt, die nur dann wirtschaftlich sinnvoll zu betreiben sind, wenn Aufträge so weit wie möglich zu automatisieren sind. Bereits heute bieten die auf WITA (WholeSale IT Architektur) basierenden Dienste die Chance, Bestell- und Wechselprozesse zu digitalisieren und so in einen automatisieren Auftrags-Prozess zu integrieren. Die WITA-Dienste lösen in den Bestell- und Wechselprozessen zwischen
Anbietern und Carriern das antiquierte Fax-Verfahren ab, welches zuletzt von der Bundesnetzagentur kritisiert wurde, da es fehleranfällig ist und daher für viele Kundenstörungen mitverantwortlich. "Einen Wettbewerbsvorteil werden hier die Anbieter haben, die es schaffen, 'Whole-Sale'- und 'Whole-Buy'-Geschäftsmodelle zu entwickeln und zu vermarkten sowie Netzbetrieb und vertriebliche Marke voneinander zu trennen", warnt der Berater. "Nur wer den größtmöglichen Ertrag aus seinen eigenen Netzen erwirtschaftet und gleichzeitig ein möglichst flächendeckendes Angebot, durch Nutzung fremder Netze machen kann, wird Skaleneffekte nutzen können".
