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Drei Dinge, die Sie auf Ihren Landingpages als erstes testen sollten

19.07.2013 Wie identifiziert man den heiligen Gral der Konversionsratenoptimierung, die viel gerühmten 'Quick Wins'? Drei Dinge auf ihrer Landingpage sollten Sie unbedingt einem A/B-Test unterziehen, weil hier bei verhältnismäßig geringem Aufwand ein großes Potenzial für Uplifts steckt:

Drei Stellschrauben sind auf Webseiten besonders wirksam:

1. Die Headline - Aufmerksamkeit wecken


Gerade auf Seiten, die häufig als Einstieg in Ihre Seite fungieren (zum Beispiel Landing Pages für Ihre Marketing-Kampagnen), lohnt sich das Testing der Headline. Neben der inhaltlichen Botschaft können Sie auch Position und Gestaltung Ihrer Headlines testen. Nutzen Sie folgende Checkliste, um Ihre Headlines auf den Prüfstand zu stellen:

  • Position:
    Ist die Headline in den bei Ihren Kunden genutzten Auflösungen ohne Scrolling im sichtbaren Bereich positioniert? Denken Sie auch an den Lesefluss. Üblicherweise lesen Benutzer von links oben nach rechts unten. Die Headline sollte das erste sein, was ins Auge sticht.

  • Kontrast:
    Hebt sich die Headline vom übrigen Inhalt der Seite ab? Prüfen Sie gegebenenfalls den Einsatz von unterschiedlichen Schriftfarben und/oder Schriftbildern, um Ihre Headline prominent in Szene zu setzen.

  • Motivation:
    Jeder Benutzer kommt mit einer bestimmten Erwartung auf Ihre Seite. Versuchen Sie, sich mit Hilfe Ihrer Analyse-Daten in Ihren Kunden hineinzuversetzen. Kommt der Kunde vielleicht über eine bestimmte Werbebotschaft? Versuchen Sie, die Kernaussage der Werbebotschaft in Ihrer Headline aufzugreifen. Das bestätigt den Nutzer in seiner Motivation.

  • Neugier:
    Häufig hängt es von der Qualität der Headline ab, ob ein Nutzer Ihre Seite als interessant einstuft und sich näher mit dem Inhalt beschäftigt. Wecken Sie die Neugier des Nutzers. Unterstützen Sie Ihre Headline nach Möglichkeit mit einer aussagekräftigen Subheadline, die dem Nutzer Lust auf mehr macht.

2. Call to Action (CTA) - Kunden den Weg weisen


Mit Ihrer Optimierung verfolgen Sie natürlich ein bestimmtes Ziel, zu dem Sie Ihre Besucher führen möchten, sei es der Kauf eines Produkts, eine Registrierung oder der Aufruf eines Videos. Mit Ihrem Call to Action geben Sie dem User eine klare Handlungsaufforderung an die Hand und leiten ihn in Richtung dieses Ziels. Folgende Dinge sollten Sie im Zusammenhang mit Ihrem Call to Action überprüfen:

  • Position:
    Wie schon bei der Headline, lohnt es sich auch beim Call to Action, die Position zu überprüfen. Lange galt hier die eiserne Regel, der Call to Action muss immer über dem Fold platziert werden. Allerdings stellen nicht nur gesetzliche Anforderungen (Stichwort Button-Gesetz), sondern auch die Ergebnisse einiger Tests diese Maxime in Frage. So kann auch eine Platzierung unterhalb des Folds sinnvoll sein, gerade wenn es sich um komplexe Produkte oder Services handelt. Die Position des CTA sollte sich dabei sinnvoll in den Lesefluss der Seite einfügen. Der User sollte sein Bedürfnis befriedigt haben, sich nochmals über alle relevanten Einzelheiten zur Transaktion informiert zu haben, bevor er den CTA zur Bestätigung sieht.

  • Farbe + Gestaltung:
    Achten Sie darauf, dass Ihr Call to Action optisch heraus sticht. So mag eine Einfärbung im Corporate Design zwar optisch durchaus stimmig wirken, besser eignet sich aber an der Stelle eine sehr kontrastreiche Farbe, die dafür sorgt, dass der CTA als DAS zentrale Navigationselement in der Seite deutlich heraussticht. Zudem können Sie auch mit Form und Größe des Buttons experimentieren: Rund vs. eckig, klein vs. groß, statisch vs. animiert.

  • Text:
    Die Beschriftung des Call to Action sollte dem Nutzer möglichst genau vermitteln, was ihn beim Klick auf den Button erwartet, beziehungsweise welche Aktion er damit auslöst. Je nachdem, in welchem Prozessschritt der Nutzer sich gerade befindet, bieten sich dafür unterschiedliche Varianten an. So kann man dem Nutzer beispielsweise innerhalb eines Kaufprozesses über den CTA bereits den nächsten Schritt zu visualisieren (beispielsweise im Warenkorb mit dem CTA "zur Kasse", der in den nächsten Bestellschritt führt). Alternativ können Sie nochmals auf den aktuellen Prozessschritt eingehen (zum Beispiel "Zahlungsdaten bestätigen" im Rahmen des Bezahlvorgangs). Hier gilt: Die Ergebnisse sind je nach Zielgruppe sehr unterschiedlich. Testen Sie, was individuell für Ihre Kundschaft am besten funktioniert.

3. Bilder - sagen häufig mehr als tausend Worte


Bilder transportieren Emotionen wie kaum ein anderes Medium. Versetzen Sie sich in Ihre Zielgruppe. Welche Erwartungen hat der Nutzer an Ihre Seite? Und wie gelingt es Ihrer Website, diese Erwartung aufzugreifen? Besonders auf Ihren Einstiegsseiten kommt es genau darauf an. Im Idealfall bestätigt eine Kombination aus einer starken Headline und der richtigen Bildsprache den Nutzer in seiner Motivation. Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck. Nur dann, wenn der Nutzer sich beim ersten Blick auf Ihre Seite angesprochen fühlt, haben Sie die Möglichkeit, ihn mit weiteren Argumenten zu überzeugen. Das entscheidet sich oft in wenigen Sekunden. Erst danach kommen Ihre Verkaufstexte, Produktdaten und Preise ins Spiel. Deshalb lohnt es sich, beim Testing besonderen Wert auf die Wirkung Ihrer Bildsprache zu legen. Testen Sie folgende Faktoren:

  • Motiv:
    Testen Sie unterschiedliche Ansätze in Ihrer Bildsprache. Viele Nutzer reagieren sehr positiv auf emotional ansprechende Bilder. Für ein sympathisches Lächeln ist fast jeder empfänglich. Allerdings gibt es auch Zielgruppen, für die "weniger" an dieser Stelle "mehr" ist. Vielleicht sprechen Ihre Produkte auch derart für sich, dass sie ganz im Vordergrund stehen sollten? Finden Sie heraus, wie Ihre Kunden auf unterschiedliche Motive reagieren. Vielleicht werden Sie auch feststellen, dass es selbst innerhalb einzelner Gruppen Ihrer Nutzerschaft noch deutliche Unterschiede in der Reaktion auf unterschiedliche Bildsprachen gibt. In dem Fall kann das Testing sogar Ihr erster Schritt in die Richtung der Entwicklung einer personalisierten Nutzererfahrung sein.

  • Anordnung:
    Testen Sie die ideale Positionierung Ihrer Bildmotive. Beachten Sie auch immer das Zusammenspiel mit den anderen Elementen und schaffen Sie ein ideales Verhältnis von Headline, CTA und Bild. Wenn diese Mischung stimmt, wird der Nutzer gerne bereit sein, sich tiefergehend mit den Inhalten Ihrer Seite zu beschäftigen.

Quelle: Maxymiser  
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