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Steigende Kosten, sinkende Conversions: Wie Digitalagenturen reagieren müssen
30.01.2025 Steigende Werbekosten, sinkende Conversion-Raten und eine wachsende Nutzerfrustration - der "Digital Experience Benchmark Report 2025" zeigt, dass viele Unternehmen trotz höherer Investitionen in digitale Werbung nicht die gewünschten Erfolge erzielen. Besonders Digitalagenturen stehen vor der Herausforderung, nachhaltige Strategien zu entwickeln.
Für Digitalagenturen bedeutet dies: Um eine gleichbleibende Performance zu gewährleisten, genügt es nicht, das Werbebudget zu erhöhen. Vielmehr müssen sie gezielt in datengetriebene Ansätze investieren, um den ROI für ihre Kunden zu optimieren.
Hauptgrund für diese Entwicklung: Der organische Traffic geht zurück, während Unternehmen zunehmend auf bezahlte Kanäle wie Social Media angewiesen sind. Doch diese Abhängigkeit führt nicht immer zu besseren Ergebnissen. Werbeanzeigen in sozialen Netzwerken sorgten 2024 für einen Traffic-Anstieg von zwölf Prozent, aber gleichzeitig stiegen die Absprungraten um 9,2 Prozent, die Seitenaufrufe sanken um 8,7 Prozent, und die Conversions gingen um 10,6 Prozent zurück. Die Daten machen deutlich: Traffic allein reicht nicht aus - entscheidend ist eine optimierte Customer Journey.
Nutzerfrustration als Conversion-Killer
Ein weiterer entscheidender Faktor für die schwachen Conversions ist die Nutzererfahrung. 40 Prozent aller Online-Besuche im Jahr 2024 waren durch Frustrationen geprägt. Langsam ladende Webseiten sind eine der größten Ursachen für Absprünge: 53 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer verlassen eine Website, nachdem sie nur eine einzige Seite aufgerufen haben.Für Digitalagenturen bedeutet dies, dass sie nicht nur auf Performance-Marketing setzen dürfen, sondern verstärkt in UX-Optimierung und technische Infrastruktur investieren sollten. Pagespeed, intuitive Navigation und nahtlose mobile Erlebnisse sind essenziell, um Kunden langfristig zu binden.
Da 73 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher eine schlechte Nutzererfahrung als Hauptgrund dafür angeben, nicht bei einem Unternehmen einzukaufen, werden die Kosten schlechter Usability immer teurer. Unternehmen, die ihre Customer Journeys nicht kontinuierlich optimieren, riskieren langfristig Marktanteile und Umsatzverluste.
Digitalagenturen müssen gegensteuern
Trotz der Herausforderungen gibt es Unternehmen, die aus der Masse hervorstechen. Laut dem Report zeichnen sich digitale Vorreiter durch eine gezielte Optimierung der Nutzererfahrung aus. Sie konnten:- die Frustration durch lange Ladezeiten um 22 Prozent senken,
- die Anzahl der sogenannten "Rageclicks" - also wütende, wiederholte Klicks auf nicht funktionierende Elemente - um fast fünf Prozent reduzieren,
- digitale Reibungspunkte 4,5-mal effektiver beseitigen als ihre Konkurrenz.
Werbegeld ersetzt keine CX-Strategie
Jean-Christophe Pitié, Chief Marketing and Partnerships Officer bei Contentsquare, glaubt, dass eine verbesserte Usability erheblich Kosten sparen kann: "Sich auf bezahlte Kanäle zu verlassen, um den Traffic zu steigern, ohne gleichzeitig die Customer Journey zu verbessern, ist nur eine kurzfristige Lösung. Das Ziel muss sein, fehlerfreie Webseiten zu entwickeln, die Kundinnen und Kunden ansprechen und sie dazu bringen, immer wiederzukommen."Digitale Marketingstrategien müssen sich 2025 noch stärker auf die Optimierung der Nutzererfahrung konzentrieren. Digitalagenturen sind dabei in der Verantwortung, nicht nur Werbeanzeigen zu schalten, sondern umfassende Optimierungskonzepte zu entwickeln, die Performance, UX und strategische Planung vereinen.
