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Umfrage: 43 Prozent der Verbraucher sind mit dem Handel unzufrieden
19.02.2015 Beim Einkauf im Geschäft vor Ort finden 43 Prozent der deutschen Verbraucher nur gelegentlich Angebote, die ihren Wünschen entsprechen. Besserung erwartet die Mehrheit von einer gezielteren Kommunikation des stationären Handels mit den Kunden. Möglich ist dies durch eine lückenlose Crosschannel-Handels- und Marketing-Strategie.
80 Prozent sind von Werbung genervt, die nicht zu ihnen passt
Im Vergleich zu anderen Branchen stehen die Bundesbürger der Verkaufsansprache durch den Handel sehr offen gegenüber. Mehr als zwei Drittel geben den Geschäften vor Ort grünes Licht, durch verstärkten Kundenkontakt die Einkaufswünsche besser zu erfüllen. Zum Vergleich: Bei Banken und Versicherungen fällt die Zustimmungsquote um rund zwanzig Prozentpunkte geringer aus. Die Kritik an der Werbung wird darüber hinaus branchenübergreifend noch deutlich negativer geäußert. Aktuell bemängeln 80 Prozent der Befragten, zu viel Werbung zu bekommen, die nicht zu ihnen passt."Für den Einzel- und Onlinehandel kommt es künftig darauf an, sich mit individueller Kundenansprache klar von der großen Werbewelle abzugrenzen, die jeden Tag über alle Konsumenten hinwegrauscht, ohne zu differenzieren", sagt Christopher Suff, Experte für Handel bei CSC. "In der Praxis wird dies künftig nur noch mit einer lückenlosen Kontaktkette zum Verbraucher - also einer Omnichannel-Strategie funktionieren."
Neben den elektronischen Kanälen sollte der stationäre Handel die klassischen Wege der Kundenansprache im Fokus behalten. 77 Prozent der Befragten wünschen sich den persönlichen Kontakt direkt vor Ort in der Filiale (24 Prozent), per Brief (23 Prozent) oder E-Mail (30 Prozent). Ein rotes Tuch ist für die Verbraucher dagegen das Telefon. Nur ein Prozent der Befragten wollen gerne vom Betreiber eines Geschäfts angerufen zu werden.
Für die Studie wurden bevölkerungsrepräsentativ 1.000 Bundesbürger über den Paneldienst Toluna befragt.
