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Employer Branding

Recruiting: Arbeitgeber kommunizieren an Bewerbern vorbei

29.09.2020 Während die meisten Arbeitgeber in Stellenanzeigen und Karrierewebsites aktuell auf austauschbare Reklame à la "erstklassige Karrierechancen" setzen, wünschen sich Bewerber etwas ganz anderes: Transparenz in Form von belastbaren Informationen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage.

 (Bild: Mohamed Hassan / Pixabay)
Bild: Mohamed Hassan / Pixabay
Eine aktuelle Studie des Recruiting Software-Anbieters Softgarden   hat das Such- und Bewerbungsverhalten von Jobinteressierten untersucht und anhand von bildgestützten A/B-Auswahlsituationen dabei überprüft, welche Faktoren dazu führen, dass sich Jobinteressierte tatsächlich zu einem Arbeitgeber "durchklicken". Die Studie zeigt, dass Stellenanzeigen nach wie vor den wichtigsten Einstieg für die Mehrheit der Bewerber darstellen. Diese wünschen sich dort konkrete Gehaltsangaben. Online-Stellenanzeigen mit Gehaltsangabe werden von 74,3 Prozent der Bewerber bevorzugt geklickt. Im A/B-Test fiel eine ansonsten identische Stellenanzeige ohne Gehaltsangabe durch (25,7 Prozent). Den größten Effekt auf die Click-through-Rate in Stellenanzeigen erzielt jedoch die Integration von positiven Arbeitgeberbewertungen. Stellenanzeigen mit integrierten Bewertungen von Mitarbeitern des Unternehmens wurden von 80,7 Prozent der Teilnehmer geklickt.

Bewerbungsschwellen auf Arbeitgeberbewertungsplattformen

Bei den Arbeitgeberbewertungen gibt es für Bewerber eine erkennbare Schwelle, die bei einem Durchschnittsscore von 3,5 von 5 möglichen Punkten liegt. Für über zwei Drittel der Jobinteressierten kommen Arbeitgeber überhaupt nur in Frage, wenn sie auf einer Arbeitgeberbewertungsplattform mit 3,5 oder besser bewertet wurden. 41,8 Prozent bewerben sich sogar erst ab einem Score von 4,0 oder 4,5. Der branchenübergreifende Bewertungsdurchschnitt auf der Arbeitgeberbewertungsplattform kununu liegt derzeit bei 3,4.

Karrierewebsites: Bewerbungs-KPIs und Videos

Auf Karrierewebsites machen solche Angebote das Rennen, die Jobinteressierte transparent über die Dauer des Bewerbungsprozesses informieren. Eine solche Karrierewebsite wird von 74,4 Prozent der Bewerber geklickt, die Variante ohne Angaben zum Bewerbungsprozess von 25,6 Prozent. Auch Videos wirken sich im Employer Branding positiv aus. In den auf einer Karrierewebsite veröffentlichten Stellenanzeigen werden Beispiele mit Mitarbeitervideos von 68,7 Prozent bevorzugt.

(Grafik: Softgarden)
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