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Steckbrief Shopware: Konstante in unruhigen Gewässern
04.03.2015 Wer viel will, schlägt manchmal nur hohe Wellen. Ganz anders verhält es sich bei Shopware: Kontinuierlich, ausdauernd und verlässlich optimiert das Unternehmen seit 15 Jahren sein Shopsystem der Mittelklasse und hat es damit zu erstaunlicher Reife gebracht. Stille Wasser sind tief.
Das muss nicht das Schlechteste sein. Hochkarätige Referenzen wie Bruno Banani , Haribo , Stabilo oder Dr. Oetker zeigen jedenfalls, was sich mit dem Software-Mittelständler aus dem Münsterland alles anstellen lässt .
Shopware folgt dem klassischen Suite-Ansatz. Bedeutet: Es gibt von allem etwas. Schwerpunkte liegen auf dem klassischen ECommerce-Management und im Frontend-Bereich. Hier bietet Shopware alle Funktionen, die ein Standard-Shopsystem auszeichnen können.
Im Bereich Marketing erhält der Händler Unterstützung durch intelligente Newsletter, Recommendation Engine, Promotions und Kaufabbruchanalyse, Bannersysteme etc. Der Bereich Product Information Management (PIM) umfasst mit einem Digital Asset Management, Funktionen zum Management von Herstellerdaten, ebenfalls die Standardfunktionen einen Shopsystems.
Gleiches gilt für den Backend-Bereich, wobei hervorzuheben ist, das "Out-of-the-Box" alle Funktionen enthalten sind, die zum Betrieb eines Onlineshops nötig sind - angefangen von einem Supportsystem über ein kleines CRM, die Rechnungserstellung bis zum Riskmanagement. Lediglich eine Lagerverwaltung muss der Kunde selbst mitbringen.
Charakteristik
- Suite-Ansatz
- Source: Closed Source
- Installation: Serverbased
- Entwicklergemeinde: ca. 10 Enterprise-Partner
- Budget: ab ca. 50.000 Euro
In der Shopsystem-Mittelklasse bedeutet der Suite-Ansatz immer, dass zwar alle wesentlichen Funktionen vorhanden, aber nicht auf Enterprise-Niveau umgesetzt sind. Die eingebaute Stammkundenverwaltung stößt an ihre Grenzen, wenn Zielgruppenanalysen und Segmentierungen gefordert sind. Komplexe Geschäftsmodelle lassen sich mit der Standardsoftware ebenfalls kaum umsetzen. Allerdings gilt auch in der ECommerce-Welt die 80/20-Regel: Mit 20 Prozent des Funktionsumfangs werden 80 Prozent der Umsätze generiert. Für die meisten Handelsszenarien sind größere Systeme nicht unbedingt notwendig.
Die Qualitäten, mit denen Shopware punkten kann, lassen sich daher kaum in Feature-Listen packen: Das Produkt überfordert weder Händler noch IT, garantiert reibungslose Abläufe und einfache Bedienung. Mittlere Händler haben damit viel gewonnen. Sie bleiben schlank und können im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten schnell und effektiv agieren, ohne eine Kostenlawine auf Agenturseite auszulösen. Viele Händler gewinnen durch eine solch effektive Lösung mehr Flexibilität als durch eine vermeintlich hochflexible, aber in der Anwendung komplexe und teure Software.
Die wichtigsten Meilensteine
- Shopware 5: In wenigen Tagen wird die neue Version 5 von Shopware erscheinen. Da stehen Enterprise-, B2B- und Marken-Commerce ganz oben auf der Feature-Liste. Also Funktionen, die den Weg nach oben in den Markt für den Anbieter weiter öffnen sollen.
So bildet Shopware die wichtigsten ECommerce-Herausforderungen ab:
Crosschannel / POS:Die Crosschannel-Strategie steht nicht im Mittelpunkt der Shopware-Entwicklung. Es gibt allerdings Lösungen von Partnern, die eine Anbindung an POS- und Kiosksysteme erlauben.
Content und Commerce:
Shopware unterstützt den Händler durch eine ganze Reihe von Standardfunktionen: Blogs, Banner, Newsletter, Einkaufswelten, Kunden-Bewertungssystem etc. Externe Content Management Systeme lassen sich verknüpfen. Auf diese Weise lässt sich eine einfache Content-Strategie umsetzen.
Big Data/Marketing:
Das System bringt nur die wesentlichsten Funktionen wie eine Kaufabbruch-Analyse mit. Umfangreiche Analyse-Möglichkeiten muss der Kunde selbst implementieren. Selbiges gilt für Marktingfunktionen: Die soliden Standards (SEO, Partnerprogramme, Marktplatzunterstützung, Newsletter-Management) sind verfügbar.
Digitale Transformation:
Wer digitale Geschäftsprozesse abbilden und ins Unternehmen übertragen will, wird kaum zu Shopware greifen. Es handelt sich um einen solides Online-Shopsystem klassischer Prägung, das - mit einigen Variationen - im Wesentlichen an einem Geschäftsmodell entlang optimiert wurde: B2C-Handel mit realen Gütern.
