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Bitcoin-Tauschbörse Mt. Gox insolvent

03.03.2014 Die Bitcoin-Handelsplattform Mt. Gox   hat Insolvenz angemeldet. MtGox habe Schulden von rund 6,5 Milliarden Yen (46,6 Millionen Euro), hieß auf einer Pressekonferenz in Tokio.

Bereits letzten Dienstag hat die älteste und wichtigste Bitcoin-Börse ihren Betrieb eingestellt. Eigenen Angaben zufolge "um die Seite und die Nutzer zu schützen". Der Branchendienst Mashable   berichtet, dass es Anzeichen dafür gäbe, dass 744.408 Bitcoins (rund 254 Millionen Euro) verschwunden sein sollen. Ein Fehler in der Bitcoin-Software könnte dafür verantwortlich sein. Investoren fürchten nun um ihre Guthaben.

Andere Bitcoin-Börsen nutzen die Situation und verstärken ihre Zusammenarbeit, um das Vertrauen der Anleger in die Internetwährung nicht zu verlieren. In einer gemeinsamen Stellungnahme   hatten sich die Bitcoin-Handelsplätze Coinbase  , Kraken  , Bitstamp  , BTC China  , Blockchain   and Circle   von Mt.Gox distanziert und beteuern, der Fehler liege beim Unternehmen und nicht an Währung.

Das sehen Wirtschaftsexperten anders. Gerade von Bitcoin-Befürwortern hochgehaltene Status der Unabhängigkeit von Zentralbanken führe dazu, dass der Handel nicht kontrollierbar sei. Zwielichtige Geschäfte, Geldwäsche aus Drogengeschäften, Kinderpornographie und Waffenhandel sowie Hackerattacken sorgen immer öfter dafür, dass die Nerd-Währung ins Zwielicht rutscht.

Die Bundesbank sieht sich durch die Pleite in ihrer Warnung vor Bitcoins bestärkt. Bundesbank-Vorstandsmitglied Carl-Ludwig Thiele sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung  : "Die aktuellen Ereignisse im Zusammenhang mit Mt.Gox haben das Vertrauen in Bitcoin geschwächt. Vertrauen ist aber, neben den rechtlichen Rahmenbedingungen, zusammen mit Stabilität und Sicherheit einer der wichtigsten Bausteine einer Währung."

Bereits vor zwei Wochen hatte iBusiness berichtet, dass die drei Handelsplattformen für die digitale Währung Bitstamp, BTC-E   und Mt. Gox aufgrund von Verzögerungen und Unregelmäßigkeiten bei den Transaktionen mit Bitcoins den Handel eingeschränkt beziehungsweise gestoppt haben.
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