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Mit Dienstleistern unzufrieden - neue Aufträge winken trotzdem
04.09.2008 Deutsche Unternehmen sind mit ihren IT-Dienstleistern nicht zufrieden, so eine aktuelle Studie. Während Firmen ihre eigenen IT-Abteilungen durchschnittlich bewerten, gehen sie mit der Arbeit ihrer Dienstleister härter ins Gericht: 40 Prozent der Auftraggeber sind unzufrieden. Dennoch winken neue Aufträge.
Besonders die Ergebnisse ihrer Dienstleister kommen bei den IT-Chefs deutscher Firmen nicht besonders gut an. Outsourcing löst Probleme nur selten, so die Studie. Für Dienstleistungen externer Anbieter geben die befragten Unternehmen im Durchschnitt rund ein Drittel ihres IT-Budgets aus. Allerdings bringe das Outsourcing nur selten besseren Service, niedrigere Kosten und damit eine insgesamt höhere IT-Qualität. Im Gegenteil: Die Umfrage legt einen anderen Schluss nahe. So entfallen bei den Befragten, die mit ihrer IT 'sehr zufrieden' sind, nur 26 Prozent des IT-Aufwands auf externe Dienstleister. Die insgesamt eher unzufriedenen Unternehmen vergeben 40 Prozent ihres Budgets an Externe.
Interessant ist auch die nach Branchen unterschiedlich hoch ausfallende Ausgaben der IT-Aufwendungen. Im Durchschnitt beläuft sich der IT-Aufwand pro Jahr und Mitarbeiter auf rund 1.900 Euro. Allerdings schwankt dieser Wert stark in Abhängigkeit von der Branche. So geben die befragten Banken im Durchschnitt 8.157 Euro pro Mitarbeiter aus, während die Investitionen in der öffentlichen Verwaltung lediglich 800 Euro erreichen.
Gerade die Banker sind verärgert: Besonders stark weichen der Stellenwert der Investitionen und die Zufriedenheit bei Banken und Handelsunternehmen ab. Unabhängig von der Zufriedenheit mit den bisherigen Investitionen werden die
Ein Hoffnungsschimmer: Die Auftragslage wird aufgrund der Unzufriedenheit nicht sinken. Denn die Ausgaben für IT in allen Branchen steigen, insbesondere im Gesundheitssektor. Die Krankenhäuser haben einen deutlichen Nachholbedarf bei der IT-Unterstützung der klinischen Bereiche und bei der Vernetzung der vorhandenen IT-Systeme.
Für die Untersuchung wurden IT-Verantwortliche in der Geschäftsführung von 650 Unternehmen aus der Automobilbranche, dem Bankensektor, der Energiebranche, dem Gesundheitswesen, dem Handel, der Konsumgüterindustrie und dem öffentlichen Sektor befragt.
