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Auslandsexpansion: Mit welchen Problemen Billiger.de zu kämpfen haben wird

26.06.2008 Raus aus deutschen Landen und sein Heil im Ausland suchen. Mit dieser Strategie will der Preisvergleich Billiger.de sein Wachstum weiter ankurbeln. Aber bei aller Euphorie der Verantwortlichen, gibt es bei den Preisvergleichs-Portalen strukturelle Probleme, vor denen auch keine Auslandsexpansion schützt.

Der Preisvergleichsdienst Billiger.de   aus der ProSiebenSat.1-Gruppe   expandiert unter der Markenfamilie 'miniprice' ins Ausland. Erste Station ist das französische Portal Miniprix.fr  . In Kürze starten Preisvergleiche für Italien und Spanien. Weitere Länder sollen folgen.

"Der Search-Market hat ein enormes Potenzial und an diesem wichtigen Markt wollen wir natürlich partizipieren", erklärt Dr. Marcus Englert , Vorstand New Media und Diversifikation der ProSiebenSat.1-Gruppe. Zudem sei der Rollout "nur die logische Konsequenz im Ausbau unseres Services", begründet Lars Bauer , Geschäftsführer der solute Gmbh, die Internationalisierung des Preisvergleich-Portals.

Ein aktuelle iBusiness-Analyse zeigt jedoch, dass die Annahmen des Managements ein wenig zu optimistisch sein könnten. Denn die Anbieter von Preissuchmaschinen haben zwei grundlegende Probleme:

  1. Die Google-Falle: Lange Zeit haben sich die Preisvergleichsportale darauf verlassen, dass Google   ihnen den notwendigen Traffic auf die Seiten schaufelte. Um so lauter war der Aufschrei, als der Suchmaschinen-Primus letztes Jahr bei Suchanfragen die Treffer aus Preisvergleichen auf die hinteren Plätze der Ergebnislisten verbannte und die Zugriffe bei den Preisvergleichen massiv zurückgingen. Der White-Label-Dienstleister Pangora  , der unter anderem die Preisvergleiche Lycos Shopping  , BuyCentral   und Evita   betreut, klagte über Einbußen in Millionenhöhe wegen rückläufigem "von Google-abhängigem Traffic". Denn schließlich kann Google die Suchtreffer aus Preisvergleichen jederzeit anders gewichten, ohne dass die Anbieter davon etwas erfahren. Geschweige etwas dagegen unternehmen können. Und aus der Google-Falle wird auch Billiger.de sich durch eine Expansion ins benachbarte Ausland nicht befreien können. "Google bleibt auch in Zukunft wichtig für Preisvergleiche", ist Unternehmenssprecherin Anja Weinhold von der Ebay-Tochter   Shopping.com  , überzeugt.
  2. Die Austauschbarkeit: Derzeit gibt es rund 50 Preisvergleichsdienste in Deutschland, die sich teilweise nur geringfügig voneinander unterscheiden. Zum einen, weil Händler im Prinzip in jedem Dienst gelistet werden wollen, um kein Umsatzpotenzial zu vergeuden. Zum anderen, weil White-Label-Dienstleister wie Pangora an Dienste wie Billiger.de und Guenstig.de   dieselben Daten liefern. Unterm Strich sind viele Dienste also schlichtweg austauschbar.

Wie Preisvergleichs-Dienste der Google-Falle erfolgreich entkommen können, lesen iBusiness-Premium-Mitglieder (und solche die es jetzt werden) exklusiv in Ausgabe 10/2008 des Multimedia-Trendletter iBusiness Executive Summary.

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