Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Expert-Talk: GEO-PR: "Es geht um Relevanz in KI-Systemen" Video-Podcast ansehen
Wer in ChatGPT, Gemini oder Perplexity sichtbar sein will, darf sich nicht auf die eigene Website verlassen. Denn KI-Systeme prüfen, was andere über eine Marke sagen - auf Fachportalen, Bewertungsplattformen, Vergleichsseiten, Reddit oder YouTube. Hier setzt GEO-PR an. Video-Podcast ansehen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Digitalisierung des Handels: Lokale Läden auch für zweiten Lockdown schlecht gerüstet

11.11.2020 Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung kleiner Händler vorangetrieben, offenbart jedoch auch eine Fülle an hausgemachten Problemen. Welche Aufgaben Ladenbesitzer und City-Management angehen müssen:

 (Bild: Erich Westendarp auf Pixabay)
Bild: Erich Westendarp auf Pixabay

HANDLUNGSRELEVANZ

 
Operativ
Strategisch
Visionär
Technik
Medien
Wirtschaft
 
heute
morgen
übermorgen
Die iBusiness-Handlungsmatrix zeigt, wie langfristig die vorgestellten Aufgaben angegangen werden müssen.
TL;DR
Kleine lokale Händler sollten Initiativen und Hilfsangebote nutzen, die sie bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse unterstützen.
Der zweite Lockdown im November ist auch in der Light-Variante ein Schreckensszenario für lokale Händler. Hohe Corona-Fallzahlen halten Kunden von Shoppingtouren ab. Die Maskenpflicht in etlichen Fußgängerzonen schmälert ebenfalls das Einkaufserlebnis. Auch wenn die Läden diesmal geöffnet bleiben dürfen, shoppen viele Kunden lieber wieder verstärkt im Internet. Laut einer Trendumfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE)   verzeichneten Innenstadthändler in der ersten Novemberwoche im Durchschnitt Umsatzausfälle von mehr als einem Drittel und rund 40 Prozent weniger Kunden als im Vorjahreszeitraum. Am schlimmsten trifft es die Bekleidungs- und die Schuhhändler.

"Die Zahlen machen klar, dass der Einzelhandel, obwohl er weiterhin öffnen darf, vielerorts in einer sehr schwierigen Lage ist. Die Bundesregierung hat mit ihrem Lockdown light eine Situation geschaffen, in der der innerstädtische Einzelhandel bei offenen Ladentüren finanziell ausgehungert wird", sagt HDE-Geschäftsführer Steffan Genth , der von der Bundesregierung staatliche Hilfen einfordert.

Doch viele Probleme sind auch hausgemacht. Während E-Commerce im Corona-Jahr boomt, haben der stationäre Handel und vor allem kleinere Läden ohne Zugang zum Netz mit massiven Umsatzeinbußen zu kämpfen. Umso dringlicher ist die Digitalisierung des Vertriebes für den Einzelhandel und die Online-Verfügbarkeit der eigenen Waren.

Der eigene Online-Shop und Marktplätze gewinnen an Bedeutung. Lokale Plattformen jedoch nur im geringen Maß.,
Der eigene Online-Shop und Marktplätze gewinnen an Bedeutung. Lokale Plattformen jedoch nur im geringen Maß., (Grafik: Quelle: ibi research; Grafik: HighText Verlag)
Vor welchen gewaltigen Herausforderungen dabei lokale Händler stehen, zeigte sich im ersten Lockdown im März. (Vgl. ibusiness-Analyse: Digitale Zukunft lokaler Händler: Warum Vertrauen auf Mitleid keine gute Überlebensstrategie ist.) Seitdem unterstützen verstärkt zahlreiche regionale und überregionale Initiativen, Verbände, Marktplätze und erfahrene Händler (z.B. Händler helfen Händlern  ) lokale Läden bei dem Weg ins Netz, bei dem Aufbau eigener Onlineshops oder die Anbindung an lokale oder regionale Marktplätze. Doch wie gut sind die Händler für den zweiten Lockdown gerüstet? Was bleiben die größten Hürden bei der Digitalisierung und wie lassen sie sich überwinden? ibusiness.de hat darüber mit Experten für Local Commerce gesprochen.

Tagesgeschäft wichtiger: Händler vernachlässigen Digitalisierung

Der erste Lockdown habe den lokalen Handel dazu gebracht, einen großen Schritt in digitalisierte Prozesse zu wagen, berichtet Andreas Haderlein , Leiter des Projektbüros Cima.digital  , das digitale City- oder Regional-Initiativen berät. Haderlein bezieht sich dabei auf den nichtfilialisierten, inhabergeführten Innenstadthandel und Betriebe mit in der Regel weniger als fünf Mitarbeitern. "Geschlossene Geschäfte und verwaiste Einkaufsstraßen haben eben sehr deutlich gemacht, dass die Online-Sichtbarkeit von lokal verfügbaren Waren und ein wie auch immer organisierter Lieferservice kein Nice-to-have ist, sondern mitunter der einzige Weg zum Kunden." Händler ohne eigenen Online-Shop oder eine Marktplatzpräsenz auf Produktdatenebene wickelten deshalb Bestellungen behelfsmäßig per E-Mail, WhatsApp, Facebook oder Instagram ab.

Kleine Händler nutzen deutlich weniger Digitalkanäle für die Kundenkommunikation.
Kleine Händler nutzen deutlich weniger Digitalkanäle für die Kundenkommunikation. (Grafik: Quelle: ibi research; Grafik: HighText Verlag)
Doch aus diesen Erfahrungen wurden offenbar nicht die nötigen Lehren gezogen. "Bereits nach dem Ende des ersten Lockdowns wurde mir jedoch bange, da viele Einzelhändler ihre digitalen Kanäle wieder vernachlässigt haben - obwohl sich Kunden daran gewöhnt hatten. Was für ein Signal!", beklagt Haderlein. "Das Tagesgeschäft auf der Fläche hat eben einzelbetriebliche oder kooperative Online-Maßnahmen wieder einmal in den Hintergrund gerückt."

Solidaritätswelle ebbt ab

Ein weiteres Problem im gegenwärtigen 'Lockdown light' sieht Haderlein darin, dass der lokale Handel nicht, wie im ersten vollständigen Lockdown, auf eine Solidaritätswelle hoffen kann. Seine Erwartung: "Das Vorweihnachtsgeschäft wird für viele das Schlechteste ever werden, soweit darf man sich sicher mit einer Prognose aus dem Fenster lehnen. Denn auch die klassischen Hebel und Treiber zur Frequenzsteigerung in Agglomerationen des Einzelhandels - Weihnachtsmärkte, festlich geschmückte Innenstädte, ausgeprägte Konsumlaune - werden in diesem Jahr nicht zünden."

Auch Martin Eisenmann , Referatsleiter Handel der IHK Region Stuttgart  , bestätigt: "Der lokale Einzelhandel ist nicht einheitlich, überwiegend aber schlecht auf einen weiteren Lockdown vorbereitet." Ursache dafür ist ihm zufolge die durch den ersten Lockdown und durch die auch in der Folge fehlenden Umsätze verursachte finanzielle Schieflage vieler Unternehmen. "Aufgrund der prekären Situation konnten viele Betriebe auch keine großangelegten Digitalisierungsprojekte anstoßen. Bei den meisten ging es um das nackte Überleben. Diejenigen, die auch schon vor Corona digital aufgestellt waren, sind naturgemäß auch besser durch die Krise gekommen."

Lokale oder regionale Online-Marktplätze taugen nicht als schnelle Eingreiftruppe, wenn es dem Handel gerade mal sauschlecht geht.
(Andreas Haderlein, Leiter Projektbüro, Cima.Digital)
Andreas Haderlein, Leiter Projektbüro, Cima.Digital (Bild: Cima Digital)
Bild: Cima Digital

Die Stimmung in der Region Stuttgart sei entsprechend "eher verhalten", so Eisenmann. "Der Teil-Lockdown, der jetzt im November herrscht, wird die schon angespannte Situation vieler Betriebe weiter verschärfen. Zwar ist der stationäre Einzelhandel in direkter Weise nur milde betroffen (vor allem durch die Beschränkung auf max. einen Kunden pro 10 Quadratmeter Verkaufsfläche), aber die Frequenzen in den Einkaufslagen nehmen deutlich ab, da die flankierenden Branchen wie Gastronomie, Kultur- und Freizeitwirtschaft oder Tourismus wegfallen." Zusätzlich mussten die Einzelhändler in Hygienekonzepte investierten, um den Kunden ein sicheres Einkaufsumfeld zu schaffen. "Die Umsätze, die schon vorher nicht ausreichten, um die Defizite aufzuholen, werden jetzt noch spärlicher ausfallen und die Situation weiter verschärfen."

Es fehlt nach wie vor am Veränderungswillen

Um zukunftsfit zu bleiben und die Digitalisierung voranzutreiben, muss jedoch auch der kleine Händler "investieren, priorisieren und delegieren", formuliert Andreas Haderlein die drängendsten Herausforderungen. "Provokant könnte ich aber auch sagen: Produktdaten statt Staubwischen!", so Haderlein. Also investieren in digitale Technologie und nicht nur in den stationären Laden. Denn die Frequenzen im Handel seien nicht erst seit Corona rückläufig.

"Es gilt also - und das ist der Kernansatz unserer Anstrengungen als Change Manager im Rahmen digitaler City- oder Regional-Initiativen - digitale Kommunikation als elementaren Bestandteil der Arbeit des stationären Handels, aber auch der Gastro und ortsansässigen Handwerksunternehmen begreifen zu lernen. Und zwar nicht als Zwangsjacke, die übergestülpt wird, sondern eingewoben in den Kontext des stationären Handels." Die Corona-Krise sei da ein relevanter Katalysator, aber nicht unbedingt immer hilfreich, so der LocalCommerce-Experte. "Denn auch Torschlusspanik oder Resignation gehören zu den Reaktionsmustern im unternehmerischen Umfeld."

Investieren, priorisieren und delegieren: 3 Aufgaben für den Handel
Was "investieren, priorisieren und delegieren" in der Praxis konkret bedeutet, verdeutlicht Andreas Haderlein am Beispiel eines kleinen inhabergeführten Schuhladens im Münchner Süden, den - wie so viele - der Corona-Lockdown kalt erwischt hat. Über Whatsapp, Facebook und E-Mails sowie Nummerierungen seiner Schuhe im Schaufenster hat er im ersten Lockdown versucht, eine Art 'Online-Vertrieb' aufzubauen. Produktdaten und Warenverfügbarkeitsabfragen oder Online-Sichtbarkeit - Fehlanzeige. Seine Rettung: Loyale Kunden, die diesen umständlichen Weg mitgegangen sind. Wie findet also dieser Händler - mit seinen eingeschränkten Ressourcen - den für ihn richtigen Weg ins Internet?

Welchen Aufgaben er sich zwingend stellen muss:
"Ist der Schuhhändler Mitglied in der Verbundgruppe ANWR, kann er über Schuhe.de Produktdaten beziehen (Delegieren!), den sortimentsspezifischen und SEO-mäßig gut ausgesteuerten Online-Marktplatz bespielen, ohne selbst in die Online-Shop-Umsetzung zu gehen. Das kostet natürlich Geld (Investieren!). Erkennt er, dass er relevant Reichweite über seine Social-Media-Kanäle aufbauen kann und eine hohe Konversionsrate mit Insta-Posts erreicht, sollte er sich hier bspw. mit einem Instagram Business-Account professionalisieren (Priorisieren!). Erkennt er, dass er besser jetzt als morgen mit der Erstellung seiner eigenen Produktdaten anfangen sollte (Priorisieren!), dann ggf. mal Studis fragen, ob sie diese Arbeit für den Betrag X (Investieren!) erledigen können (Delegieren!), damit der Inhaber sich intensiver um den nächsten Newsletter kümmern kann (Priorisieren!). Ich könnte diese Geschichte noch ewig weitererzählen. Es ist immer ein Dreiklang der Direktive, denen allen eines zugrunde liegt: Veränderungs- und Weiterbildungsbereitschaft."
Ihm zufolge sind nur "die wirklich veränderungswilligen" auf den zweiten Lockdown vorbereitet. Und die Händler, die noch eine Webagentur oder IT-Dienstleister "abbekommen haben", um einen Online-Shop umzusetzen oder die Warenwirtschaft auf Vordermann zu bringen. "Die Nicht-Verfügbarkeit von umsetzenden Dienstleistern wurde ja in diesem Jahr zusätzlich durch die MwSt-Umstellung auf den Gipfel getrieben", so Haderlein.

Fehlende Warenwirtschaft bleibt eine große Hürde

Von einer gestiegenen Nachfrage berichtet auch das Münchner Software-Unternehmen Shore  , das in diesem Jahr das Startup Inventorum übernommen hat. Zielgruppe sind lokale Händler und Dienstleister, denen Shore künftig Software für den gesamten Business-Prozess anbietet: Von der Terminbuchung, über die Dienstleistung, dem Zukauf von Produkten, bis hin zum Checkout und der Betreuung des Kunden zwischen den Terminen und den Käufen - und das primär via Online-Kanäle. "Die derzeitige Situation führte zu einer signifikant höheren Nachfrage für unseren Multi-Channel-Ansatz, der einen integrierten Online-Shop beinhaltet", berichtet Christoph Brem , Chef Strategy Officer bei Shore. "So hatten wir alleine im April, nach dem ersten Lockdown, über 100 neue Webshops freigeschaltet." Mit der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) stieg zudem die Nachfrage nach dem Kassensystem von Shore.

Laut Brem sind jedoch immer noch zu wenige Händler online sichtbar und nutzen ihre Möglichkeiten im E-Commerce nicht voll aus. "Dabei geht es nicht nur um einen Online-Shop. Da für die meisten kleinen Händler der Laden gleichzeitig auch das Lager ist, müssen sie ihr Inventar besonders gründlich verwalten - also eben nicht nur mit Hilfe eines Aktenordners oder des eigenen Gedächtnisses. Eine Warenwirtschaft ist deshalb unabdingbar und zählt auch heute noch für viele Händler zu den größten Hürden für den Einstieg."

Auch lasse sich die Barzahlung nur schwer online abbilden. "Auch hier braucht es mehr Offenheit gegenüber den digitalen Bezahlmethoden auf Seiten der Händler. Auch ohne Corona ist das ganz essentiell", so Brem. Um sich vom reinen stationären Einzelhändler zum Multi-Channel-Händler weiterzuentwickeln, müssten Händler nicht nur neue digitale Vertriebswege einführen, sondern ihr gesamtes Geschäft digitalisieren. Dazu gehört die weitere Vernetzung von Online- wie auch Offline-Kanälen, Click-and-Collect, ein erweitertes Regal, Ship from Store oder Online-Bezahlmöglichkeiten. "Stellt sich der Handel nicht digital auf, beschränken sich die meisten auf den Thekenverkauf und sind somit nur bedingt zukunftsfähig", so Brem.

Im Schnitt nutzen rund 6 von 10 Händlern ein Warenwirtschaftssystem.,
Im Schnitt nutzen rund 6 von 10 Händlern ein Warenwirtschaftssystem., (Grafik: Quelle: ibi research; Grafik: HighText Verlag)
Auch Software-Hersteller Sage   berichtet von einem gesteigerten Interesse an Lösungen für Business-Prozesse, insbesondere an dem mobilen Zugriff auf Daten sowie Programme für die Warenwirtschaft und Buchhaltung. Durch Corona habe ein Umdenken stattgefunden. "Viele Unternehmen haben bereits während der ersten Lockdown-Phase im Frühjahr damit begonnen, ihre Infrastrukturen anzupassen, zu digitalisieren und für mobiles Arbeiten fit zu machen", berichtet Thorsten Schlechtriem , Vice President Small Business & Upper Medium Business bei Sage. "Dabei genügt es allerdings nicht, für die Kundenkommunikation und die Abwicklung des Tagesgeschäfts entsprechende Plattformen zur Verfügung zu stellen oder nach innen auf Collaboration-Tools zu setzen. Zu den Herausforderungen bei der Digitalisierung des Vertriebs gehört auch, dass im Grunde das gesamte Portfolio auf dem Prüfstand steht." Unternehmen sollten daher überlegen, wie sie nicht nur ihre eigentlichen Produkte digital zur Verfügung stellen, sondern auch ihr Angebot in Richtung digitaler Services erweitern können, so die Empfehlung von Sage. "Das geht weit über Fragen des Kunden-Service hinaus. Hierzu gehören auch Überlegungen, ob beispielsweise die Bereitstellung flexibler On-Demand-Services sinnvoll ist und Wettbewerbsvorteile erschließen kann."

Treiber für den Change: Auch das City-Management muss sich mehr kümmern

Um lokale Händler bei der Digitalisierung zu unterstützen, wurden in den vergangenen Monaten zahlreiche Initiativen, regionale Marktplatzmodelle und Online-Schaufenster aus dem Boden gestampft, auch erfahrene Händler, sowie Kommunen, Verbände und Behörden stehen Besitzern kleiner Läden dabei zur Seite. Die IHK Region Stuttgart bietet etwa Fördermittelberatung und erste Hilfestellungen bei Beratung von rechtlichen Themen im E-Commerce an, um Unternehmen auf dem Weg zu unterstützen. Zudem informiert sie in einer Videoreihe über gelungene Digitalisierungsprojekte in der Region, die während der Pandemie entwickelt wurden.

Der Online-Verkauf werde in Zukunft immer wichtiger für den Handel, ein zunehmender Trend werde über Marktplätze und Plattformen erwartet. "Nichtdestotrotz wollen wir den Einzelhandel weiter ermutigen", so Referatsleiter Martin Eisenmann, der weiterhin an die Zukunft stationärer Läden glaubt. "Denn Menschen kaufen gerne mit Haptik ein und werden früher oder später auch immer wieder in ein Ladengeschäft gehen. Nicht umsonst eröffnen viele große Online-Händler Stores in verschiedenen Städten, um noch näher beim Kunden zu sein. Auch im Interesse der Attraktivität der Innenstädte geht es um einen Mix aus stationärem Einzelhandel und Onlinehandel."

Bis auf wenige Ausnahmen werden Digitalisierungs-Verweigerer nicht mehr lange durchhalten können - und das nicht nur wegen Corona.
(Christoph Brem, CSO, Shore)
Christoph Brem, CSO, Shore (Bild: Shore)
Bild: Shore

Doch dafür müssen die Akteure vor Ort noch mehr Hand in Hand arbeiten und Veränderungswillen zeigen. So sieht Andreas Haderlein die Stadtentwicklung und das City-Management noch viel stärker in der Pflicht, die "digitale Aufenthaltsqualität" in Städten zu verbessern und damit auch für den lokalen Handel ein Umfeld zu schaffen, das über regionale und lokale Plattformen und Marktplätze hinausgeht. In seinem Ratgeber 'Local Commerce' plädiert er für die Einsetzung eines regionalen "Kümmerers 2.0", der in Städten und Regionen Digitalisierungsprojekte über alle Ebenen hinweg vorantreibt, unterstützt und die Akteure miteinander vernetzt. Um den lokalen Handel einzubeziehen, seien dabei das Change-Management und die Moderation noch wichtiger als die Schaffung technologischer Infrastrukturen.

"Wir haben keinen Mangel an Technologie, um die 'digitale Aufenthaltsqualität' von Standorten zu erhöhen oder lokale Kaufkraft über Online-Sichtbarkeitsmodelle, transaktionsbasierte Online-Marktplätze oder digitale Stadtgutscheinsysteme zu binden. Wir haben jedoch einen entscheidenden Mangel an Veränderungsmanagern in den Städten, die insbesondere den inhabergeführten Handel auf seinem Weg hin zu mehr Digitalfitness begleiten", so die wichtigste Erkenntnis von Haderlein aus den vergangenen Monaten. "Um also auf diesem Nährboden einer digitalen Infrastruktur zu wachsen, braucht der lokale inhabergeführte Handel gegenstandsorientierte Schulungskonzepte und kompetent moderierte Veränderungsprozesse. Hilfe zur Selbsthilfe und 'Learning by Doing' sind das Gebot der Stunde und nicht die 'Rettung' einer Anspruchsgruppe, die sich aus selbstständigen Unternehmern rekrutiert."

Nötig sei mehr Ausbildung auf der Ebene des Managements und der Moderation von kooperativen digitalen City-Initiativen. Auch brauche es mehr Hochschulen, die entsprechende Ausbildungslehrgänge im Bereich Wirtschaftsförderung oder Stadtmarketing anbieten. "In der beruflichen Weiterbildung im Umfeld des Citymanagements und Stadtmarketings ist auch noch Luft nach oben."

Die Digitalisierung verändert den gebauten Raum

Der Change-Manager verweist auf die bereits 2017 veröffentlichte Studie   der BBE Handelsberatung  , die unter anderem die räumlichen Auswirkungen des Online-Handels untersucht. Haderlein: "Man kann sie auf die Pandemie-Lage übertragen, denn auch Corona - wenn man so will der 'Erziehungsberechtigte' der Digitalisierung - wird den gebauten Raum verändern":
  • Die Polarisierung von Städten, Regionen und Lagen in Gewinner und Verlierer nimmt stetig zu.
  • Inhabergeführte Geschäfte nehmen die Herausforderung der Digitalisierung nur zögerlich an. Filialisten wiederum meiden strukturarme und kleinere Standorte und versuchen, mit neuen Betriebsformen und Flächenkonzepten ihrerseits widerstandsfähiger zu werden.
  • Der Funktionswandel der Zentren provoziert eine Rückbesinnung auf die durchmischte Stadt, in der Freizeit, Wohnen, Arbeiten und Konsum gleichberechtigte und sich bedingende Teile des Ganzen sind.
  • Die Online-Sichtbarkeit von lokalem Handel und Gewerbe muss erhöht werden.
  • Nur im kooperativen Miteinander kann es gelingen, die Aufenthaltsqualität in den Zentren zu steigern, sei es durch Maßnahmen der Platzgestaltung und Stadtmöblierung, durch Infrastrukturen für neue Mobilitätskonzepte oder durch die Schaffung von Besuchs- und Kaufanlässen, dem klassischen Aufgabengebiet des Citymanagements.

Haderlein zufolge wird in Städten jedoch viel zu wenig über "Konzepte zur Eroberung des online-lokalen Raumes" geredet, sondern lieber über das Thema Sonntagsöffnungen, um den lokalen Handel zu beleben. "Sonntagsöffnung war in meinen Augen schon immer ein 'Ablenkungsmanöver' im Diskurs um die Zukunft der Innenstadt, um sich nicht allzu viel Gedanken über die Digitalisierung machen zu müssen."

Marktplätze alleine taugen nicht als schnelle Engreiftruppe

Diese Diskussion müssen viel tiefer greifen: "Wir reden in Deutschland auch nach dem letzten Runden Tisch von Wirtschaftsminister Peter Altmaier immer noch über 'Pilotprojekte', die es nun gelte auf die Strecke zu bringen. Das ist albern und Geschwafel. Längst zeigen uns Dutzende von Local-Commerce-Projekte, wie sinnvoll oder unsinnig bestimmte Ansätze sind" - seien es landesweite Initiativen wie shöpping.at   der Österreichischen Post, von Verlagen finanzierte regionale Modelle wie KaufinBW   oder der Klassiker Online City Wuppertal  , ein whitelabelgetragenes lokales Online-Sichtbarkeitsmodell auf Produktdatenebene. Digitalisierungsprojekte - ob betriebsindividuell oder kooperativ - seien mittelfristige Investitionen in das Geschäftsmodell oder die Standortqualität, so Haderlein. "Insbesondere lokale oder regionale Online-Marktplätze taugen gewiss nicht als schnelle Eingreiftruppe, wenn es dem Handel gerade mal sauschlecht geht."

Welche einzelbetrieblichen Maßnahmen in den Unternehmen und kooperative Maßnahmen über Werbegemeinschaften, City-Management oder externe digitale Infrastrukturgeber auf dem Weg zur erfolgreichen Digitalisierung zu meistern sind, verdeutlicht Cima.Digital in einer 'Komplexitätskurve'. Sie reicht von der Mindestanforderung - dem Eintrag in Branchenbücher und auf Google My Business - bis zu integrierten Konzepten, die eine gesamte Region digital stärken können.
(Grafik: Cima.Digital)


Gefragt sind Helfer, die Prozesse begleiten und umsetzen

Der Hackathon der Bundesregierung WirVsVirus   habe viele neue Anbieter auf den Markt geschwemmt. "Viele gut gemeinte Ansätze werden allerdings auch wieder verschwinden, sobald die dahinterstehenden Agenturen erst einmal Kontakt mit dem schwierigen Umfeld Stadtgesellschaft und inhabergeführter Handel aufgenommen haben. Denn, wie gesagt, wir haben keinen Mangel an technischen Lösungen, sondern zu wenige Menschen, die Prozesse begleiten und umsetzen können", so Haderlein. Sein Beratungsunternehmen unterstützt die Soforthilfe-Initiative 'Bayern hilft seinen Händlern'   des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, die hier eine Lücke schließe. "Die Kunst im Umfeld derartiger Förderkulissen ist es, die Akteure mit auf eine Reise zu nehmen. Viele der von uns betreuten Werbegemeinschaften sind entlang unserer Komplexitätskurve nur bis zum Online-Schaufenster gekommen, wissen aber hoffentlich, dass die Reise hier noch nicht beendet ist."

Auch Christoph Brem vom Software-Unternehmen Shore ist überzeugt davon, dass die lokale Verfügbarkeit von Produkten einen großen Mehrwert nicht nur für den Handel sondern auch die Städte bringt. "Das muss aber gut umgesetzt werden. Sprich: Alle müssen mitmachen. In diesem Zuge darf man sich auch nicht scheuen, entsprechende Gelder in die Hand zu nehmen." Allerdings gelte auch: "Nur weil der Handel lokal ist, müssen es die Kunden nicht auch zwingend sein. So ist es wichtig, global zu agieren und dabei den Wert der lokalen Produkte herauszustellen." Brem zufolge sind hier die Ansätze von Zalando   vielversprechend. "Denn der Online-Versandhändler bietet lokalen Händlern nicht nur eine Plattform, sondern auch die Möglichkeit, diese als erweitertes Regal zu nutzen."

Kleine und rein stationäre Händler setzen deutlich seltener Digitalisierungsprojekte um.,
Kleine und rein stationäre Händler setzen deutlich seltener Digitalisierungsprojekte um., (Grafik: Quelle: ibi research; Grafik: HighText Verlag)
Viele Initiativen zur Digitalisierung des lokalen Handels liefen dagegen ins Leere, "weil sie reaktiv statt proaktiv sind." Das Problem: Die bestehenden Prozesse seien für die meisten Händler leider immer noch gut genug. "Wenn etwas Neues ansteht, klammert man sich häufig an Big-Player wie Google oder Amazon, weil man dort vermeintlich nichts falsch machen kann", so Brem. Dabei habe etwa das Beispiel Ebay in Mönchengladbach gezeigt, dass ein Erfolg hier nicht zwingend garantiert ist. "Warum hat es noch keine Stadt, noch kein Stadtteil oder gar ein Einkaufszentrum geschafft, sich zu digitalisieren - so dass Bestände in Echtzeit einsehbar sind, man Produkte reservieren, kaufen oder direkt abholen kann?", so Brem. Der Grund liege auf der Hand - es werde zu wenig investiert. Ein weiteres Problem: "Die Initiativen stammen zum einen noch zu häufig von traditionellen, nicht-digitalen Gruppen. Zum anderen gibt es noch zu viele Händler, die sich gegen die digitale Transformation sträuben. Bis auf wenige Ausnahmen werden diese Digitalisierungs-Verweigerer aber nicht mehr lange durchhalten können - und das nicht nur wegen Corona."

Digitalisierungsinitiativen stehen und fallen mit einer wichtigen Voraussetzung: der IT-Infrastruktur in Deutschland.
(Thorsten Schlechtriem, Vice President Small Business & Upper Medium Business, Sage)
Thorsten Schlechtriem, Vice President Small Business & Upper Medium Business, Sage (Bild: Sage)
Bild: Sage

Für Thorsten Schlechtriem von Sage sind auch staatliche Förderprogramme zielführend, die insbesondere auch kleinen Unternehmen helfen, in die Digitalisierung ihrer Betriebsprozesse und die Qualifizierung der Mitarbeiter zu investieren. Dazu zähle 'Digital Jetzt'  , das Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). "Diese Initiative verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, den wir begrüßen." Sage empfiehlt zudem regionale Initiativen, wie etwa den 'Digitalbonus'   für Bayern und Thüringen, der mittelständische Unternehmen bei IT-Systemen und Anwendungen unterstützt. Zielführend seien außerdem brancheneigene Initiativen, wie die Initiative ZukunftHandel   des HDE, einem breit angelegten Digitalisierungsprogramm für den Einzelhandel. Und noch ein Punkt ist laut Schlechtriem wichtig: "Insgesamt stehen und fallen aber alle Digitalisierungsinitiativen mit einer wichtigen Voraussetzung: der IT-Infrastruktur in Deutschland. Insofern ist es essentiell, dass der Ausbau des Glasfasernetzes und eine flächendeckende Breitbandverfügbarkeit in Deutschland weiter Priorität haben."

Digitalisierung des Handels: 2020 versus 2017
Die zweite IHK-ibi-Handelsstudie 'Der deutsche Einzelhandel 2020'   vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK)   und ibi research   an der Universität Regensburg zeigt auf, wie sich der Stand der Digitalisierung gegenüber der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2017 entwickelt hat. 1.450 Händler wurden dafür von März bis Mai 2020 online befragt, darunter 835 kleine Händler mit bis zwei Millionen Euro Jahresumsatz und bis zu 49 Beschäftigten.

Die wichtigsten Ergebnisse (siehe auch Grafiken):
  • Das stationäre Ladengeschäft bleibt der wichtigste Vertriebskanal des deutschen Einzelhandels. 79 Prozent der befragten Händler verkaufen ihre Produkte stationär - in der Vorgängerstudie aus dem Jahr 2017 waren es noch 85 Prozent.
  • Immer mehr Händler vertreiben ihre Produkte online: Der Anteil rein stationärer Händler sank von 54 Prozent (2017) auf nun 49 Prozent. Mehr Händler verkaufen sowohl stationär als auch online (2017: 35 Prozent, 2020: 37 Prozent). 14 Prozent nutzen für den Vertrieb ausschließlich Online-Kanäle (2017: elf Prozent).
  • Einen eigenen Online-Shop betreiben 39 Prozent der Befragten, über die Marktplätze Amazon und Ebay verkaufen zwölf bzw. zehn Prozent, auf anderen überregionalen und lokalen Online-Marktplätzen sieben bzw. vier Prozent.
  • Neun von zehn Unternehmen nutzen digitale Technologien für die internen Prozesse.
  • Fast alle mittleren und großen Händler treten mit ihren Kunden auf digitalem Wege in Kontakt. Ebenso nimmt die Anzahl der durchschnittlich genutzten digitalen Kundenkommunikationswege mit der Größe des Unternehmens zu. Kleine Händler liegen hierbei mit 4,1 Kanälen deutlich hinter den mittleren (5,6) und großen Händlern (7,8).
  • Kleine Händler stufen ihr Digitalisierungswissen als deutlich niedriger ein als mittlere und große Händler. Sie sehen sich auch für die Digitalisierung eher schlecht gerüstet. Bei knapp zwei Dritteln der Unternehmen gibt es einen Verantwortlichen für das Thema Digitalisierung, bei kleinen Händlern ist dies deutlicher weniger oft der Fall (56 Prozent).
  • Digitalisierungsstrategien und -projekte existieren aktuell bei 48 Prozent der Unternehmen (kleine: 36 Prozent, mittlere: 76 Prozent, große Händler: 89 Prozent).
  • Die drei größten Hürden bei der Umsetzung von digitalen Vertriebsmaßnahmen (Marktplatz oder eigener Onlineshop) sind aus Sicht der Händler fehlende zeitliche Ressourcen, hohe Investitionskosten, rechtliche Unsicherheit.
  • Produktdatenmanagement: Bei knapp 40 Prozent aller Online-Händler verursachte die Aufbereitung bzw. die Bereitstellung der Produktdaten höheren Aufwand als erwartet - nur sechs Prozent hatten weniger Aufwand als angenommen.
  • In vielen Fällen (70 Prozent) beziehen die Unternehmen ihre Produktdaten direkt vom Hersteller. Große Händler bzw. reine Online-Akteure erfassen diese auch häufig selbst (75 bzw. 68 Prozent). Die Aufbereitung der Daten erfolgt im nächsten Schritt bei einem Drittel der Händler manuell in Excel oder vergleichbaren Tools - 22 Prozent verzichten komplett darauf.
  • Den durchschnittlichen Aufwand für das Produktdatenmanagement schätzen die Händler auf 8,2 Personentage pro Monat, wobei wieder deutliche Unterschiede zwischen den Größenklassen der Händler erkennbar sind (kleine Händler: 4,9 Tage; mittlere Händler: 13,6 Tage; große Händler: 30,1 Tage).
  • Der teilweise enorme Aufwand scheint sich für die Händler zu lohnen: Mehr als zwei Drittel sind mit der Qualität ihrer Produktdaten zufrieden bzw. sogar sehr zufrieden, nur acht Prozent sind nicht oder gar nicht zufrieden.
  • IT-Sicherheit: Für 67 Prozent der Händler hat das Thema IT-Sicherheit eine hohe oder sehr hohe Bedeutung. Nur 28 Prozent der kleinen Unternehmen haben bis zum Zeitpunkt der Befragung eine systematische IT-Sicherheitsanalyse durchgeführt - bei den mittleren und großen Händlern sind es 59 bzw. 86 Prozent.
  • 70 Prozent der Händler sehen ihr Geschäftsmodell vor allem durch große Markplätze - wie Amazon und Ebay - unter Druck. Dies trifft vor allem auf stationär tätige Unternehmen zu. Gleichermaßen negativ bewerten alle Händlergruppen (rein stationär tätige, Multikanal- und reine Online-Händler) die zunehmende Regulierung, wie z. B. Datenschutz oder Informationspflichten.
  • Zwei Drittel der Händler erwarten in den nächsten fünf Jahren neue Geschäftsmodelle und steigende Investitionen in Digitalisierungsthemen. Im Gegenzug sehen nur noch 58 Prozent den stationären Vertriebsweg (in Verbindung mit anderen Kanälen) im Jahr 2025 noch als wichtigsten Einkaufskanal der Kunden - unter den Online-Händlern sind es nur 33 Prozent. Zudem erwarten 48 Prozent eine Reduzierung der durchschnittlichen Ladenfläche.
Thema: Digitalisierung des Handels: Lokale Läden auch für zweiten Lockdown schlecht gerüstet

Kommentar von Frauke Schobelt

Dieser Berg ruft

Die Digitalisierung kostet Geld, Zeit und Nerven. Sie erfordert von lokalen Händlern Offenheit, den Willen zur Veränderung und zur Weiterbildung. Aber es führt kein Weg daran vorbei.

Weiterlesen
Redakteurin Frauke Schobelt (Hightext Verlag)
Bild: Hightext Verlag
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
Verwandte Beiträge zu diesem Beitrag
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
 (Michael Sahlender)
Bild: Michael Sahlender
Michael Sahlender
(Mirakl)

Best Practices: Selbst Marktplatz werden - Von Douglas, Home24, Conrad Electronic lernen

Wie der Sprung zum eigenen Marktplatz gelingt und welche Schritte Sie für den Launch eines eigenen Marktplatzes berücksichtigen müssen, zeigt Ihnen dieses Webinar anhand von Best Practices erfahrener Unternehmen.

Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: