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Abholstationen, Dash Botton, Indoor Farming: Das sind die Trends im Einzelhandel
18.04.2017 Der Wettbewerb im Einzelhandel wird immer intensiver. Mit neuen Services und Technologien buhlen E-Commerce und stationärer Handel um die Gunst der Konsumenten. Was sind die erfolgversprechendsten Trends im Retail-Bereich und welche Technologie wird sich beim Käufer eher nicht durchsetzen? Dazu hat das Berliner Marktforschungsunternehmen POSpulse rund 1.000 Konsumenten befragt.
Auf deutlich weniger Anklang bei den Konsumenten stoßen dagegen Dash Buttons. Geht also das Waschmittel oder das Küchenpapier zur Neige, wird durch die Bedienung des Dash Buttons eine direkte Bestellung ausgelöst. So praktisch dieser Service auch scheint, wird er dennoch von 54 Prozent der Befragten abgelehnt. Denn der Großteil der Kunden möchte nicht dauerhaft dieselben Marken und Produkte kaufen und auch nicht an den gleichen Händler gebunden sein.
Besonders aufgeschlossen sind die Konsumenten laut Umfrage gegenüber Indoor Farming. Rund 66 Prozent der Befragten würden ein solches Angebot gerne nutzen, nur 12 Prozent lehnen Indoor Farming ab. Das liegt zum einen an der Frische der Produkte, aber auch an der Umweltfreundlichkeit des Verfahrens, da Gemüse und Kräuter nicht extra angeliefert werden müssen.
Auch bei einem weiteren Aspekt des täglichen Einkaufs zeigt sich, dass Umweltschutz und Nachhaltigkeit für die Verbraucher eine wichtige Rolle spielen. So fragte POSpulse die Umfrageteilnehmer, wie sie zu einem "Kassenzettel auf Anfrage" stehen. Bei Supermarktketten erhalten die Kunden bereits heute nur noch einen Kassenzettel, wenn sie diesen explizit wünschen. Denn allzu oft - und vor allem beim Kauf von Lebensmitteln und Getränken - wird der Kassenzettel vom Kunden erst gar nicht mitgenommen oder direkt nach dem Einkauf weggeworfen. Dadurch entsteht täglich eine große Menge Papierabfall. Entsprechend befürworten knapp 60 Prozent der Befragten den Kassenzettel auf Anfrage. Allerdings bestehen 32 Prozent weiterhin auf den Kassenzettel. Davon würden rund 30 Prozent ihre Besuche im Stamm-Supermarkt reduzieren oder sogar ganz wechseln, falls der Kassenzettel nicht mehr angeboten wird.

