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SAP Hybris - Überflieger in der Enterprise-Liga
11.03.2016 Skalierungsfähigkeit, Flexibilität und eine nahtlose Einbettung in die Unternehmens-IT machen SAP Hybris zu einem der interessantesten Anbieter in der Enterprise-Liga. Die Einstiegskosten sind allerdings hoch.
Hybris setzt schon seit geraumer Zeit Standards in der ECommerce-Szene: Kein anderes Shopsystem wird in der Riege der deutschen Top-100-Onlinehändler so häufig eingesetzt wie Hybris. Die Münchner, die inzwischen zum SAP-Konzern gehören, haben sich auf diesem Erfolg nicht ausgeruht. Die Plattform punktet durch Skalierbarkeit, Flexibilität und Erweiterbarkeit. Mit Schnittstellen zu SAP Hybris Marketing, SAP Cloud for Sales (CRM), SAP Cloud for Service (Customer Service) und den SAP ERP-Systemen ist das System an strategisch entscheidenden Stellen erweitert worden.
Soviel Leistung hat ihren Preis. Hybris war schon immer im Enterprise-Segment angesiedelt. Die Erweiterung um neue SAP Hybris-Bausteine hat die Einstiegshürde nicht gesenkt.
Bewertung des Shopsystems im Detail
Basis-System. SAP Hybris wollte sich als einziger Teilnehmer dieses Vergleichs nicht auf eine Budgetgröße festlegen, die mindestens für ein Shopprojekt angelegt werden muss. iBusiness war daher auf eine eigene Schätzung angewiesen. Diese fiel allerdings leicht: Zum einen gibt es bereits Erfahrungswerte aus anderen Shop-Studien, zum anderen legen die Antworten im Evaluierungsfragebogen nahe, dass SAP Hybris von einer nahtlos integrierten Software-Umgebung und damit einer Vollausstattung an SAP Hybris-Produkten ausgeht. Entsprechend darf das angenommene Mindestbudget von 600.000 Euro für einen Shop inklusive Implementation, Anpassung und Gestaltung noch als günstig gelten. Gleichwohl sind damit in diesem Vergleich die höchsten Minimalanforderungen gesteckt.State-of-the-Art-Shop. Die nahtlose Integration aller Subsysteme schlägt sich dafür mit den geringsten Anpassungskosten überhaupt nieder. Abgesehen von der Integration eines Digital-Asset-Management ist kaum Zusatzaufwand nötig.
Erweiterte ECommerce-, Marketing- und B2B-Funktion. Besonders flach verläuft die Kurve in Richtung der erweiterten Funktionen. Die flache Wachstumskurve im Marketing scheint durch die eigene Marketing-Lösung plausibel. Hier ist nur wenig Feinarbeit nötig. Fast schon erstaunlich scheint es, dass eine Marktplatz-Integration mit vergleichsweise großem Aufwand veranschlagt wird.
Umfangreiche / Komplexe B2B-Funktionen. Nahezu vorbildlich flach bleibt die SAP Hybris-Lösung auch, wenn es um die Vernetzung von ERP-Systemen und den Betrieb einer reinen Procurement-Plattform geht. Auch dies überrascht wenig, da die Hybris-Lösung auf Schnittstellen-Support und den Erfahrungsaustausch mit dem Mutterhaus SAP setzen kann.
Allerdings relativieren die hohen Einstiegskosten den niedrigen Implementationsaufwand. In unserer Beispielrechnung bleibt die SAP Hybris-Lösung für sich alleine genommen sehr teuer. Das Bild kann sich allerdings wandeln, wenn ein Teil der Investitionskosten (Marketing, ERP, CRM) ohnehin bereits getätigt wurden.
Eine genaue Übersicht über den Implementationsaufwand der einzelnen Funktionen finden Sie in der Detailansicht SAP Hybris-Implementationsaufwand.
B2B-Besonderheiten
- Zentrale Verwaltung komplexer und multidimensionaler Produktdaten und -konfigurationen
- Punch-Out mit Integration zu Ariba für Procurement
- Order Management für B2B: Komplexe Einkaufsworkflows, Order Approval Prozesse, Multi-Warehouse Shipping, Order Splitting, Order Replenishment
- Personalisierte Produktangebote und Preise
