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Best Practise: Klassisches Direktmarketing funktioniert auch in Social Networks

13.10.2008 Auch in Zeiten von Web 2.0 gelten die Regeln des klassischen Direktmarketings nach wie vor; auch im Web. Das zeigen die Ergebnisse der aktuellen Fansumer-Kampagne von Triphunter im Netzwerk wer-kennt-wen.

 (Bild: SXC.hu/Yaroslav B)
Bild: SXC.hu/Yaroslav B
Der Shopping-Club für Reisen, Triphunter  , wertet seine aktuelle Werbekampagne im sozialen Netzwerk wer-kennt-wenn   (WKW) als vollen Erfolg. Ziel war es, neue Mitglieder als Freunde für das gebrandete Nutzerprofil von Triphunter in dem Netzwerk zu gewinnen (Fansumer-Marketing).

Wie Gabriel Matuschka , Mitbegründer von Triphunter, in einer Mail an A-Blogger Robert Basic und den Social-Commerce-Experten Jochen Krisch schrieb, hatten "wir gestern um 16 Uhr noch ca. 9.000 Mitglieder in der Gruppe. Jetzt sind es 94.000 - in rund 24 Stunden. Das ist das größte Mitgliederwachstum, das WKW selbst je in einer Gruppe gesehen hat.".

Erreicht wurde dieser Zuwachs durch eine klassische Intensivierungs-Strategie: Ein Gewinnspiel. Seit Jahrzehnten ist den Direktmarketern bekannt, dass Gewinnspiele zu den effizientesten Aktivierungs-Werkzeugen zählen. Nachteil ist jedoch die geringe Conversion-Rate, die diese so gewonnenen Interessenten aufweisen. Hier ist der Aufwand, sie zu Kunden zu wandeln entsprechend höher als bei anderen Werbeformen. "Triphunters Aktion heißt ja noch lange nicht, dass die User auch zu buchenden Kunden werden, wenn sie einer gewinnbasierenden Gruppe beitreten", relativiert auch Basic in seinem Weblog   die Jubelmeldung.

Gegenüber iBusiness wollte Triphunter zwar nicht mit konkreten Konversionsraten herausrücken, verriet jedoch, dass sich seit der Kampagne die Anzahl der registrierten Mitglieder von 20.000 auf 30.000 erhöht habe. Dies entspricht einem Zuwachs von 10.000 Mitgliedern. Ausgehend von den 85.000 neuen Mitgliedern in der WKW-Gruppe läge also die Konversionsrate dieser Kampagne bei etwa 8,5 Prozent. "Wir rechnen damit, dass sich dieser Effekt noch zwei Wochen weiter fortsetzen wird", erklärte Unternehmenssprecherin Maren Fliegner . Dabei hat Triphunter allerdings noch keinen Euro verdient. Allerdings sind Konversionsraten um die zehn Prozent und mehr bei kostenlosen Angeboten - wie es die Anmeldung bei Triphunter ist - nach Aussage von Gilles Bourdin , Geschäftsführer von Netbooster   , nicht ungewöhnlich. "Interessant wird es in der zweiten Konversionsstufe, wenn das Angebot dann mit Kosten verbunden ist", erklärt er gegenüber iBusiness. Sprich, wenn die Kunden Reisen buchen sollen.

Hinzu kommt, dass Gewinnspielwerbung oftmals von vielen Nutzern als Spam empfunden wird. Basic verweist dazu auf eine ähnlich gelagerte Entwicklung bei Facebook  . Die rasante Zunahme an externen Facebook-Applikationen - Basic schätzt sie auf mehr als 50.000 Anwendungen - habe dazu geführt, dass sich die Nutzer über die fast schon an Spam grenzenden Einladungen untereinander beschwerten. Als Folge davon musste das Unternehmen gegensteuern und passte die Regeln, Nutzer für eine Facebook-App zu gewinnen, mehrfach an.

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