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Studie: So nutzen Deutsche Online-Marktplätze

30.05.2018 Deutsche Internet-Nutzer kennen und nutzen mehr als 100 unterschiedliche Vermittlungsplattformen und Marktplätze. Dabei kennen und schätzen die Konsumenten in hohem Maße Wahlmöglichkeiten und Wettbewerbssteigerung als Vorteile.

 (Bild: Francisco Anzola/Flickr)
Bild: Francisco Anzola/Flickr
Bild: Francisco Anzola/Flickr unter Creative Commons Lizenz by
Die Payment-Plattform Stripe   hat in einer Studie untersucht, wie deutsche und europäische Nutzer Plattformen und Marktplätze verwenden im Internet nutzen. Ergebnis: 81 Prozent der deutschen Befragten gaben an, im vergangenen Jahr Plattformen und Marktplätze, die eine Vermittlerfunktion zwischen Anbietern und Nachfragenden einnehmen, auf der Nachfrageseite genutzt zu haben, und immerhin 31 Prozent auf der Anbieterseite.

Europäer kennen und nutzen hunderte Plattformen

Allein in Deutschland wurden über 100 unterschiedliche Plattformen in den Bereichen Retail, Hospitality, Lieferdienste, Ride-Sharing, Crowdfunding, Haushalt und Restaurant-Reservierungen genutzt. Europaweit wurden sogar über 500 unterschiedliche Unternehmen genannt.

Deutsche Befragte nutzen vor allem E-Commerce-Plattformen (79 Prozent), dahinter folgen Hotel-Plattformen mit 33 Prozent und Lieferdienst-Marktplätze mit 14 Prozent. Die Kategorien Ride-Sharing, Restaurant-Reservierungen, Crowdfunding und persönliche bzw. haushaltsnahe Dienstleistungen liegen bei 5 Prozent oder weniger.

Global werden ECommerce-Plattformen mit 60 Prozent deutlich weniger als in Deutschland genutzt. Mehr internationale Nutzung hingegen (21 Prozent global, verglichen mit 14 Prozent in Deutschland) ist bei Lieferdiensten zu beobachten. Auch Ride-Sharing (17 Prozent global im Vergleich zu 4 Prozent in Deutschland) sowie Online-Restaurant-Reservierungen (15 zu 5 Prozent) sind global deutlich geläufiger - hier liegt also noch besonderes Wachstumspotenzial in Deutschland.

Nutzung von Plattformtypen in Deutschland und weltweit

  • E-Commerce: 79 Prozent in Deutschland; 60 Prozent weltweit
  • Hotel- & Gastgewerbe: 33 Prozent in Deutschland; 33 Prozent weltweit
  • Lieferdienste: 14 Prozent in Deutschland; 21 Prozent weltweit
  • Restaurant-Reservierungen: 5 Prozent in Deutschland; 15 Prozent weltweit
  • Ride-Sharing: 4 Prozent in Deutschland; 17 Prozent weltweit
  • Persönliche bzw. haushaltsnahe Dienstleistungen: 3 Prozent in Deutschland; 4 Prozent weltweit
  • Crowdfunding: 2 Prozent in Deutschland; 5 Prozent weltweit
  • Andere: 46 Prozent in Deutschland; 28 Prozent weltweit

Den größten Nutzen an Marktplätzen wie Amazon, Airbnb, Deliveroo oder BOOK A TIGER sehen Deutsche darin, dass sie dort Produkte und Dienstleistungen finden, die sie nirgendwo sonst finden würden (75 Prozent). 63 Prozent denken, dass Online-Marktplätze insgesamt gut für die Wirtschaft sind. Global waren sogar 73 Prozent dieser Meinung. Grund dafür war vor allem, dass Konsumenten mehr Wahlmöglichkeiten bekommen (71 Prozent), der Wettbewerb gesteigert wird (47 Prozent), und dass kleine Händler in der Lage sind, mehr Konsumenten zu erreichen (49 Prozent). Bereits 31 Prozent der Deutschen nutzen Marktplätze bereits dazu, selbst Dienstleistungen oder Produkte anzubieten - 6 Prozentpunkte mehr als weltweit.

Deutsche wollen schnell finden, was sie suchen

Bei der Nutzung von Marktplätzen sind den Deutschen folgende Eigenschaften besonders wichtig:

  • Schnell finden, wonach man sucht (95 Prozent)
  • Verfolgen und ändern von Bestellungen (94 Prozent)
  • Datenschutz und -sicherheit (93 Prozent)
  • Coupons und Rabattgutscheine (89 Prozent)
  • Produkt- und Händlerempfehlungen (79 Prozent)
  • Nicht jedes Mal erneut Kreditkartendetails angeben müssen (73 Prozent)
  • Neue Produkte finden (70 Prozent)
  • Bewertungen (48 Prozent)
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