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Marktplatz-Strategien: Wie sich die größten Plattformen aufstellen
29.05.2018 Amazon, Ebay, Otto, Rakuten, Real - Marktplätze boomen und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht. Wie sich die größten Generalisten aufgestellt haben und ob sie sich für Onlinehändler lohnen, hat iBusiness untersucht.
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Die Onlinewelt wird zu einer Plattformwelt
Für KMU sind Marktplätze der einfachste Vertriebskanal. Eigene Onlineshops sind eher Backups, wenn man mit dem Marktplatz mal Ärger hat. Onlinehändler müssen sich weder um den Betrieb der Plattform, noch um begleitendes Marketing, Suchmaschinenoptimierung und Design kümmern. Sie können sogar vom zentralen Marketing des Marktplatzes profitieren, etwa indem sie sich an einer Gutscheinaktion beteiligen. Sie nutzen die vorhandene Infrastruktur der Plattform ohne selbst ein finanzielles Risiko einzugehen. Die Plattformbetreiber kassieren im Gegenzug vom teilnehmenden Onlinehändler eine Provision bei jedem Verkauf. Vor dem Hintergrund dieser Win-win-Situation ist der Marktplatzboom zu verstehen.Das führt zu Marktverschiebungen im deutschen E-Commerce; insbesondere in Richtung Marktplätze. Denn sie bieten ECommerce-Treibenden die finanziellen, personellen und technischen Ressourcen, um den steigenden Anforderungen des Marktes gerecht zu werden, ohne in technische Infrastruktur, Hosting und Design investieren zu müssen. Deshalb sind Marktplätze für immer mehr Unternehmen eine willkommene Lösung für das Handelsdilemma. Vor diesem Hintergrund ist der derzeit grassierende Marktplatzboom zu verstehen.
Der Parallelbetrieb birgt einige Risiken, an denen schon manch Händler gescheitert ist. Fallstricke beispielsweise sind die AGB und Widerrufsbestimmungen der Plattformbetreiber. Denn Händler sind diesen verpflichtet, sobald sie auf dem Marktplatz aktiv werden. Auch bei der Preisgestaltung ist Vorsicht geboten. Aufgrund der zu erwartenden höheren Umsätze auf der Plattform können Händler ihre Preise dort niedriger gestalten als in ihrem eigenen Shop. Dabei laufen sie allerdings Gefahr, ihre eigenen Shopumsätze durch die Plattform zu kannibalisieren. Viele Händler vertreiben deshalb über Marktplätze auch nicht ihre gesamten Sortimente, sondern nur die Top 10 der Verkaufsschlager.
Auch das Thema Warenbestände erfordert unterschiedliche Shop- und Marktplatzstrategien: Zu wissen, welche Produkte wo und wann verfügbar sind, ist Erfolgskriterium, wenn Händler ihre Produkte über verschiedene Kanäle vertreiben. Um Kunden nicht zu verärgern oder zu vergraulen, wenn vermeintlich vorrätige Produkte dann doch nicht verfügbar oder erst nach einer langen Wartezeit lieferbar sind, müssen Retailer entweder getrennte Sortimente führen oder eine Technologie einsetzen, die eine kanalübergreifende Steuerung der Verfügbarkeit in Echtzeit erlaubt.
Diese Optionen haben Händler
In einer Handelswelt, in der sich der Handel immer stärker auf Marktplätze konzentriert, haben Händler im Wesentlichen zwei Optionen: Sie können selbst zu einer Plattform heranwachsen, sie können Teilnehmer einer Plattform werden, sie können eine Nische besetzen oder auf die riskanteste Option setzen - und weitermachen wie bisher.Option 1: Plattform werden
Dazu benötigen sie eine außerordentlich starke Marke, hohen Umsatz, viel Traffic und ausreichend Kapital. Bildlich gesprochen müssen diese Händler den Fokus darauf legen, selbst Betreiber einer Shopping-Mall zu werden. Eine besondere Kompetenz muss darin liegen, eine herausragende digitale Handelsinfrastruktur bereitzustellen. Angefangen bei der ECommerce-Plattform selbst, den Schnittstellen und Produktdaten, der Bestellabwicklung, Lagerinfrastruktur, Logistik und schließlich einem Qualitätsmanagement muss die Plattform eine herausragende Qualität aufweisen. Zugleich muss die eigene Marke über eine große Anziehungskraft verfügen und zum Sortiment passen. Zuletzt müssen sie über hochwertigen Traffic verfügen, der mittels einfacher Marketingtools von den partizipierenden Plattformteilnehmern aufgeschlossen werden kann. Zuletzt muss die gesamte Konstruktion von Netzwerkeffekten profitieren. Händler, Besucher, Sortimentsgröße und Umsatz müssen sich gegenseitig befruchten.Zukunftsprognose: Es liegt auf der Hand, dass nur wenige, besonders große Händler diese Option spielen können. Sie müssen wenigstens in ihrer Kategorie spitze sein.
Option 2: Plattformstrategie entwickeln
"Normale Händler haben immer weniger Chancen, mit der rasant steigenden Komplexität und dem sich ständig ändernden Konsumentenverhalten Schritt zu halten," klagt Peter Höschl von Shopanbieter.de . "Stattdessen werden sie sich immer mehr an Marktplätze oder sogenannte Hubs hängen oder noch stärker in die Spezialisierung beziehungsweise Vertikalisierung gehen müssen." Diese Option dürfte für die meisten Händler funktionieren.Bildlich gesprochen mieten sich diese Händler einen Laden in einer Shopping-Mall. Der Händler profitiert von Image, Traffic und Marketing der Mall und erhält zahlreiche Tools, um den vorbeiströmenden Besucherstrom zu monetarisieren. Im Gegenzug muss er damit leben, dass sich die Besucher seinem Laden nur selten loyal gegenüber verhalten. Im Zweifel merken sie gar nicht, dass - um im Bild zu bleiben - der Besitzer des Zeitschriftenladens in der Shopping-Mall gewechselt hat.
Da sich in diesem Szenario eine enge Kundenbindung nur schwer erreichen lässt, ist es umso wichtiger, mit den Tools der Plattform gut vertraut zu sein und sich über eine kluge und spitze Sortimentswahl zu differenzieren und - wenn möglich - sogar exklusive Produkte und Markten zu etablieren.
Zukunftsprognose: Für die meisten Onlinehändler wird es entscheidend sein, eine Marktplatzstrategie zu entwickeln.
Laut der iBusiness-Analyse (Marktplatz-Übersicht: Wie Händler die richtige Plattform finden) basieren die deutschen Marktplätze auf ganz unterschiedlichen Geschäftsmodellen. Kaum ein Geschäftsmodell gleicht dem anderen. Um Ihnen einen Überblick über die deutsche Marktplatzlandschaft zu geben, die zum Großteil unterhalb des medialen Radars läuft, hat iBusiness in Zusammenarbeit mit diesen Marktplätze aufgelistet und nach verschiedenen Kriterien wie Sortimentsausrichtung und geografischem Bezug klassifiziert (Übersicht: Onlinemarktplätze in Deutschland). Außerdem hat sich iBusiness die größten Marktplätze genauer angeschaut. Grundlage des Rankings ist die Marktstudie Marketplaces across the World . Aus den dort veröffentlichten Top-25-Onlinemarktplätzen in Deutschland haben wir die zehn Generalisten gerankt.
Generalisten: Top-10-Marktplätze in Deutschland
| Marktplatz | Sortiment | Wettbewerb | Geografische Ausrichtung | Kunden-Händler-Ausrichtung | Artikelzustand |
|---|---|---|---|---|---|
| amazon.de | Generalist | Hybrid mit Fokus auf den Marktplatz | Überregional | B2C/C2C | Neu/gebraucht |
| ebay.de | Generalist | Neutral | Überregional | B2C/C2C | Neu/gebraucht |
| otto.de | Generalist | Hybrid mit Fokus auf den Shop | Überregional | B2C | Neu |
| idealo.de | Generalist | Neutral | Überregional | B2C/C2C | Neu/gebraucht |
| dawanda.de | Generalist (Fashion/Kunsthandwerk/Design) | Neutral | Überregional | B2C/C2C | Neu |
| real.de | Generalist | Hybrid mit Fokus auf den Marktplatz | Überregional | B2C | Neu |
| rakuten.de | Generalist | Neutral | Überregional | B2C | Neu |
| hood.de | Generalist | Neutral | Überregional | B2C/C2C | Neu/gebraucht |
| plus.de | Generalist | Hybrid mit Fokus auf den Shop | Überregional | B2C | Neu |
| allyouneed.de | Generalist | Neutral | Überregional | B2C | Neu |
Platzhirsche: Amazon und Ebay
Die iBusiness-Marktplatzstudie Was die wahren Umsatzbringer im deutschen E-Commerce sind kommt wenig überraschend zu dem Schluss, dass Amazon aus Händlersicht der Primus unter den Marktplätzen ist. Allerdings verkaufen mit 84,9 Prozent nur geringfügig mehr der Befragten über ihn als über Ebay (80,8 Prozent). Größter Vorteil der beiden Marktplatzboliden ist ihre Bekanntheit und die damit verbundene Reichweite, mit denen sie Händlern den Zugang zu Millionen von potenziellen Onlineshoppern öffnen. Neben der Reichweite liefern die Marktplatzbetreiber Werbung und Suchmaschinenmarketing, stellen die technische Infrastruktur bereit und wickeln in den meisten Fällen auf Wunsch Zahlung und Versand ab, zum Teil außerdem die Retouren. Ein weiteres Plus: Jeder beliebige Händler kann sich bei ihnen anmelden. In Bezug auf die Produkte und das Design sowie den Informationsgehalt der Produktpräsentation sind sie wenig wählerisch. Gerade kleine Anbieter sind in der frühen Phase ihrer Geschäftsentwicklung auf Marktplätze angewiesen. Und je stärker die großen Marktplätze wachsen, desto mehr spielt ihnen der Netzwerkfaktor in die Hände. Denn niemand kommt um sie herum - weder Händler oder Marken noch Kunden.Eine Untersuchung des Warenwirtschaftssystems Billbee zeigt, dass im ersten Halbjahr 2017 die Warenkorbgröße im Amazon Marketplace im Schnitt bei 19 Euro lag. Mit gut 30 Euro liegt die durchschnittliche Bestellsumme bei Ebay deutlich höher. Was jedoch die Anzahl der Bestellungen beziehungsweise den Umsatz pro Händler betrifft, konnten die klassischen Marktplätze Amazon und Ebay im Jahresvergleich deutlich zulegen. So stieg die Anzahl der Bestellungen pro Amazon-Händler von 379 auf 447 monatlich (plus 18 Prozent). Mit einem Plus von 25 Prozent fällt der Zuwachs bei Ebay noch deutlicher aus. Im Schnitt gingen demnach 172 Bestellungen monatlich pro Händler ein. Was den Umsatz pro Händler im Monat betrifft, dominiert ebenfalls Ebay mit einem Wachstum von über 15 Prozent (5.078 Euro), fast doppelt so viel wie Amazon mit circa acht Prozent (8.499 Euro).
Otto.de
Im vergangenen Jahr hat die Otto-Gruppe das Vorhaben ausgegeben, den Tradtitionsversender zu einer ECommerce-Plattform umbauen zu wollen. Vorbild ist klar der Marktplatz Amazon, aber auch das konzerneigene Start-up Collins dürfte mit seinem erfolgreichen Modemarktplatz aboutyou.de wichtige Anregungen liefern. "Wir können uns vorstellen, stärker als bisher Beteiligungen an ausgewählten wachstumsstarken Konzernunternehmen zuzulassen", erklärte Vorstandschef Alexander Birken . Zunächst soll das Flaggschiff Otto.de umgebaut werden und für 100 externe Händler geöffnet werden. Gut ein Jahr später zieht Otto eine positive Umsatzbilanz (8,5 Prozent Wachstum) und zählt bereits 280 Marktplatzpartner.Größter Unterschied zum Amazon-Marktplatz liegt in der Sortimentsbreite und -tiefe. Das Angebot von Otto ist noch meilenweit davon entfernt, mit Amazon mithalten zu können. Mit 2,8 Millionen Artikeln kommen die Hanseaten nur auf einen Bruchteil des Amazon-Sortiments (230 Millionen Artikel). Ein Sortiment in Amazon'schen Maßstäben aufzubauen und zu managen, ist allerdings eine kaum zu bewältigende Aufgabe. Ein Marktplatz verteilt die Arbeit und das Risiko auf viele Köpfe. Und genau das ist nicht das Ziel bei Otto: "Otto-Partner müssen unseren Code of Conduct und die vorgegebenen Sozialstandards einhalten." Außerdem will Otto genau wissen, woher die Produkte kommen und "ausschließlich seriöse Angebote auf der Plattform anbieten. Nur so können wir perspektivisch unseren nachhaltigen Unternehmenswerten treu bleiben", sagt Marc Opelt , Otto-Bereichsvorstand Marketing und Otto-Sprecher, gegenüber iBusiness. Klar ist damit, dass sich Marken und Händler, die Ottos Plattform künftig nutzen möchten, einem ausgiebigen Überprüfungsprozess stellen müssen.
Besonders erfolgreich war neben Fashion laut Opelt bisher der Bereich 'Home & Living' mit einem Umsatz von 950 Millionen Euro im vergangenen Jahr. "Hieran möchten wir künftig anknüpfen und mit Otto der logische Partner vieler Unternehmen der Möbelbranche auf dem Weg in den E-Commerce werden", so Opelt. Aber auch im Bereich Kosmetik legen die Norddeutschen zu. Grund dafür, L'Oreal konnte man als Marktplatzpartner gewinnen.
Real
Im Frühjahr 2016 wurde Hitmeister von der Metro AG aufgekauft und mit real.de verschmolzen. Mit der Fusion mit real.de sollte das Angebot und die Reichweite spürbar erhöht werden. Das hat geklappt. Über ein Jahr später hat sich real.de zu einem der größten Marktplätze in Deutschland entwickelt, auf dem aktuell 5.000 Händler verkaufen. "Wir sind mit der Entwicklung des Marktplatzes sehr zufrieden. Mit 103 Millionen Euro GMV (gross merchandise volume) im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2017/2018 hat sich der real.de Umsatz im Jahresvergleich verdreifacht", freut sich Claudia Schlüter , Leiterin Marktplatz Management & Development bei real Digital. Die stärksten Kategorien auf dem Marktplatz sind dabei Möbel, Elektronik, Garten & Heimwerken sowie Sport & Outdoor. "Auch wenn diese Kategorien schon sehr gut laufen, sehen wir in diesen Bereichen noch weiteres Potenzial und werden den Ausbau daher weiter forcieren. Neu hinzukommen wird in Kürze die Kategorie KFZ-Zubehör", sagt Schlüter. Aktuell zählt das Unternehmen bereits über bis zu 19 Millionen monatliche Besucher auf real.de. In den vergangenen Monaten konnte real.de außerdem einige neue Technologie Partner gewinnen - "real.de verfügt damit aktuell über mehr als 40 Anbindungen zu Software-Systemen für Onlinehändler. Im Fokus steht zudem weiterhin die Vernetzung zwischen Online und Offline - so können unsere Marktplatz Händler schon heute auf Wunsch des Kunden Bestellungen in die rund 280 real Märkt liefern. Auch Retouren sind schon in den Märkten möglich", erklärt Schlüter weiter.Schlüter zufolge ist die Anbindung für Händler an den Marktplatz einfach und "wir bieten einen persönlichen Händlersupport - darüber hinaus gibt es keine Vertragslaufzeiten.". Grundsätzlich kann jeder Händler auf real.de verkaufen. Der Händler könne die Art der Anbindung individuell bestimmen und ist auch bei der Gestaltung der Angebote sehr frei, was z.B. Lieferzeiten und Versandkosten angeht. "Wir verlangen lediglich, dass unsere Händler diese selbst gemachten Angaben auch einhalten um eine weiterhin hohe Kundenzufriedenheit zu gewährleisten".
Rakuten
Auf dem deutschen Ableger des japanischen Marktplatz-Anbieters Rakuten verkaufen aktuell rund 5.000 Händler, knapp 7.000 sind unter Vertrag. Die Zahl der Händler ist im vergangenen Jahr deutlich zurück gegangen. "Hauptsächlich sind das die Auswirkungen einer Strategieänderung von 2016 - hier wurde nach einer stetigen Wachstumsstrategie eine Qualitätsoffensive gestartet, um das Sortiment strategisch gezielt weiterzuentwickeln und auch die Servicequalität auf dem Marktplatz zu verbessern", erklärt Deutschland-Sprecher Raphael Thierschmann . Maßnahmen waren unter anderem die Einführung des Category-Managements und Rakuten PRO, das Gebührenmodell für professionelle Händler, die sich zur Einhaltung bestimmter Qualitätskriterien verpflichten und dafür nur zwei Prozent Verkaufsgebühren bezahlen.Ende vergangenen Jahres hat der Marktplatz sein Treueprogramm Club Rakuten - eine Art Amazon-Prime-Konkurrent - für deutsche Nutzer gelauncht. Club Rakuten bietet den Kunden Zugang zu Rakuten TV, Rakuten.de sowie Rakuten Viber. Alle Händler, die ihre Waren auf dem Marktplatz vertreiben, nehmen automatisch an dem Programm teil. Laut Raphael Thierschmann wächst der Marktplatz seit der Einführung von Club Rakuten weiter merklich. "Letztes Jahr konnten wir einen Umsatzzuwachs von über 60 Prozent verzeichnen. Für dieses Jahr peilen wir ein ähnlich hohes, tendenziell höheres Wachstum an", verrät er. Die Anbindung von Rakuten TV und Viber bringe die erhofften Effekte.
Mit Blick auf die Kategorien wächst Rakuten vor allem in den Kernbereichen Garten, Möbel & Wohnen, Elektronik, Sport & Freizeit sowie Mode und Beauty - dort hat das Unternehmen ein Category Management installiert, das diese Bereiche gezielt entwickelt. Grundsätzlich kann jeder deutsche oder österreichische gewerbliche Händler bei Rakuten verkaufen. Wer bei Rakuten einsteigen will, muss im Grunde nicht viel wissen oder beachten. "Wir nehmen den Händler an der Hand und richten gemeinsam alles ein. Die Anbindung erfolgt über die gängigen Schnittstellen wie Plenty, Tradebyte oder Magnalister oder ganz einfach über den Upload der Produkte und auch bei der weiteren Ausrichtung und Vermarktung der Shops unterstützt Rakuten. Und um Rechtliches und Zahlungsausfall muss sich ein potenzieller Händler auch keine Sorgen machen - darum kümmern wir uns", verspricht Thierschmann.
Allyouneed.de
Allyouneed.com bietet aktuell mehr als 15 Millionen Produktangebote von über 3.000 Händlern. Das Sortiment ist im Kern auf junge Familien ausgerichtet und bietet entsprechend ein breites Spektrum, das von Smartphones und Fernsehern über Software, Sport & Outdoor, Spielzeug, Möbel bis hin zu Haushaltselektronik, Baby- und Kleinkindbedarf reicht. Seit dem Start im Jahr 2010 konnte Allyouneed laut Unternehmensangaben über fünf Millionen Kunden gewinnen.Allyouneed.com, der Online-Marktplatz von DHL, will Händlern einen professionellen Verkaufskanal für ihr komplettes Sortiment bieten und ihnen "mehr Umsatz im E-Commerce garantieren. Wir bieten Händlern alle Funktionen, um einen professionellen Shop einzurichten und erfolgreich zu managen. Um die Angebote und Sortimente darüber hinaus zu vermarkten und damit die Anzahl der Verkäufe und den Umsatz zu maximieren, bieten wir unseren Händlern eine Vielzahl erfolgreicher Onlinemarketing-Werkzeuge an", erzählt Stefan Heß , Sprecher Deutsche Post DHL Group. Auch bei Allyouneed steht die persönliche Beratung der Händler im Vordergrund: "Unser Händlerservice und unser Experten-Netzwerk berät unsere Händler individuell, damit sie erfolgreich über Allyouneed.com verkaufen können. Egal ob Shop-Einrichtung, Umsatzsteigerung, individuelle Marketingkampagnen, eine werbliche Platzierung im Allyouneed Magazin oder die Einbindung der DHL-Services, wir sind persönlich für unsere Händler da", so Heß.
Hood
Hood.de ist im vergangenen Jahr im Zuge der breit angelegten Marktplatzstrategie von Karstadt gekauft worden. Allerdings wird Hood.de weiterhin eigenständig betrieben. Der Hood.de Marktplatz entwickelt sich sehr gut "mit einem Wachstum von über 100 Prozent zum Vorjahr", verrät Sonja Hood , Chief Operating Officer Hood.de. Als überdurchschnittlich gewachsen werden insbesondere die Bereiche "Baumarkt und Garten", "Sport" sowie auch "Möbel und Wohnen" hervorgehoben. Laut Unternehmensangaben haben bisher neun Millionen Kunden bei Hood.de eingekauft "und zu unseren jetzt über 40 Partnern sind unter anderem Amazon Pay, Billbee, Easybill und Tradebyte in den letzten 12 Monaten dazugekommen sowie in Kürze auch Klarna", freut sich Hood. Grundsätzlich ist die Anbindung an Hood über alle gängigen ERPs und Warenwirtschaftssysteme möglich. Händler können eigene Beschreibungen hinterlegen. Neben PayPal, Sofortüberweisung, Vorkasse etc. kann auf Hood.de auch Amazon Pay genutzt werden. Aktuell erstattet Hood bei Nutzung von Amazon Pay sogar 100 Euro Cashback an den Händler.Der Händler muss sich bei einem Verkauf auf dem Hood-Marktplatz weder um die technische Infrastruktur noch um technische Details kümmern. Auch das Marketing seiner Angebote beispielsweise über Preisvergleichsseiten wie Google-Shopping und Onlinewerbung, bis hin zum komplexen Thema SEO übernimmt der Hood. Händler können direkt auf das Partner-Netzwerk aus Schnittstellen und Payment-Providern von Hood zurückgreifen ohne eigene Anbindungen schaffen zu müssen.
Zudem begleitet Hood seine Händler beim Einrichten und Optimieren des Hood-Shops. Speziell geschulte ECommerce-Berater nehmen die Händler an die Hand und unterstützen bei allen Fragen rund um das Verkaufen. Hood.de versteht sich als Partner, der seine Händler kompetent und lösungsoptimiert berät und diese aktiv beim Aufbau ihres Hood-Shops mit Rat und Tat unterstützt. "Eine persönliche Betreuung und eine hohe Servicequalität liegt uns sehr am Herzen. Hier sehen wir auch unsere besondere Stärke: Die persönliche und sachlich fundierte Beratung und Betreuung der Händler per Telefon, E-Mail und Chat." Keine grundsätzlichen Zugangsbeschränkungen und ein voll automatisierter Onboarding-Prozess ermöglichen es allen Händlern, sich jederzeit selbsttätig anzumelden, einen Shop aufzusetzen und Produkte zu importieren. Auch die Anzahl der Hood-Shops, welche Anfang 2017 noch bei unter 3000 lag, ist inzwischen auf 3800 geklettert. Gesamt aktiv in diesem Moment sind über 5500 professionelle Händler.
Plus
Plus.de ist Teil der Online-Welt von Netto Marken-Discount, zu der neben dem Netto Online-Shop und Plus.de unter anderem auch GartenXXL.de und weitere Partnershops gehören. Auf Plus.de sind aktuell über einhundert Händler aus verschiedenen Produktbereichen vertreten. Deren Anzahl nimmt kontinuierlich zu, wodurch das Produktsortiment auf Plus.de ebenfalls immer umfassender wird. Grundsätzlich kann jeder Händler Teil von Plus.de werden, der die technischen und kaufmännischen Bedingungen sowie unsere Qualitätsansprüche erfüllt. Besonders interessant sind Händler aus den Bereichen Wohnen, Freizeit und Haushalt. "Zudem suchen wir vor allem Partner, die zu unserer Preispositionierung passen. Dabei besteht die Möglichkeit, dass Händler direkt in allen drei Online-Shops unserer Tochtergesellschaft NeS GmbH platziert werden", erklärt Unternehmenssprecherin Christina Stylianou . Bevor dies geschieht, erfolgt zunächst stets ein Abgleich auf Artikelgleichheit im bestehenden Sortiment. Zudem müssen Händler alle für den Verkaufsprozess relevanten Daten entweder in Eigenentwicklung per XML/FTP-Filetransfer zur Verfügung stellen oder über einen Middleware-Dienstleistungspartner beauftragen.Neben Plus.de präsentiert der Netto Online-Shop Kunden eine große Auswahl an Non-Food-Artikeln und Lebensmitteln und mehrmals wöchentlich wechselnde Themenwelten. "Damit will Netto seinen Kunden ein attraktives Zusatzsortiment anbieten und baut - ergänzend zum Lebensmittel-Sortiment - seine serviceorientierte, innovative Kundenansprache weiter aus", so Stylianou weiter.
Idealo
Interessant an dem Ranking ist die Aufführung von Idealo. Dabei sieht sich das Unternehmen "grundsätzlich nicht als Marktplatz", sagt Unternehmenssprecherin Elina Vorobjeva . "Seit 18 Jahren ist eine unserer Kernkompetenzen, Onlineshopper und Onlinehändler zusammenzubringen. Große Marktplätze wie Amazon oder Ebay listen bei Idealo und profitieren von unserer enormen Reichweite im deutschen Markt". Die Top-Kategorien sind Smartphones, Fernseher und Notebooks. Aber auch der Bereich Haus und Garten boomt enorm. Idealo hat rund 16 Millionen Besucher im Monat. Seit 2015 gibt es allerdings die Möglichkeit, den Kaufvorgang eines Produktes über Idealo abzuwickeln. Das heißt, dass der Nutzer über den "Zum Kauf"-Button das Produkt direkt auf der Idealo-Webseite kauft. Die Kaufabwicklung geschieht über Idealo, der Versand liegt jedoch weiterhin beim Onlineshop. Insgesamt bieten schon etwa 1.800 Shops den Kauf über Idealo an ("Zum Kauf"-Button).Das Ranking auf Idealo erfolgt immer über den günstigsten Preis. Händler übermitteln Angebote, die automatisiert in den Preisvergleich importiert und entsprechend zugeordnet werden, d.h. dass Händler ihr Ranking in der Angebotsliste selbst über den Preis steuern können. Eine zusätzliche Option hervorzustechen, ist die "Zum Kauf"-Option. Bietet ein Händler diese Option an, werden zwei Angebote von ihm dargestellt: Einmal die Listung im Preisvergleich und einmal als Kaufmöglichkeit. Gibt es mehrere Direktkauf-Angebote, wird das Günstigste prominent in der Produktbühne der Angebotsseite präsentiert. Während des gesamten Kaufprozesses ist die Marke des Händlers für den Kunden sichtbar.
Laut Elina Vorobjeva kann grundsätzlich jeder Händler auf Idealo verkaufen. "Es ist uns besonders wichtig, sicherzustellen, dass unsere Kunden bedenkenlos über Idealo einkaufen können, deshalb durchläuft jeder Händler einen internen Prüfungsprozess bevor er in unser System aufgenommen wird", erklärt Vorobjeva. Teil des Prozesses können unter anderem auch Testbestellungen seitens Idealo bei den potenziellen Partner-Händlern sein. Weiterhin prüft Idealo alle Shops in Bezug auf faire Versandkosten, flexible Zahlungsweisen, rechtliche Aspekte und Bonität.
