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Studie: Nutzer fürchten Datenmissbrauch zu Werbezwecken

10.07.2008 Wie eine repräsentative Studie jetzt zeigt, haben die meisten Internetnutzer bereits einen digitalen Fingerabdruck im Web hinterlassen. Jedoch haben die wenigsten ein gutes Gefühl dabei.

 (Bild: OpenEDMS)
Bild: OpenEDMS
Der aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmen Fittkau & Maaß   zufolge, haben bereits 97 Prozent der Internet-Nutzer mindestens einmal persönliche Daten im Netz hinterlassen. Nicht unbedingt freiwillig, da es bei wichtigen Online-Anwendungen unumgänglich ist, sich mit persönlichen Daten anzumelden. Die meisten Nutzerdaten beim E-Mail-Diensten (74 Prozent der Nutzer) und beim Online-Shopping (66 Prozent) hinterlassen. Auch bei Social Networks (28 Prozent) kommt man nicht daran vorbei, seinen Namen sowie weitere persönliche Daten preiszugeben.

Längst nicht jedem Nutzer ist wohl bei der Sache, wenn er persönliche Daten im Netz angibt. Der Studie zufolge sind vor allem Daten zum Einkommen, die Privatadresse sowie eigene Fotos passe. Auch Informationen zum eigenen Kauf- und Surfverhalten wollen viele Nutzer nur ungern im Netz hinterlassen.

Dennoch sind viele Internet-Nutzer überzeugt, dass Internet-Anbieter ihre Daten vertraulich und nur in ihrem Interesse verwenden. Fast 70 Prozent der Nutzer haben Sicherheitsbedenken bei der Weitergabe von persönlichen Daten: Sie fürchten einen Missbrauch der Daten zu Werbezwecken. 57 Prozent gehen davon aus, dass Daten gezielt ausspioniert werden könnten, weitere 14 Prozent sind aus anderen Gründen misstrauisch. Nur wenige Nutzer hingegen halten die Datenschutzbestimmungen für streng (8 Prozent) beziehungsweise die heutige Internet-Technik für gut genug (5 Prozent), um sich bei der Weitergabe persönlicher Daten sicher zu fühlen. Die Studie zeigt aber auch, dass 30 Prozent der Internet-Nutzer Online-Werbung akzeptieren würden, wenn sie der Finanzierung von Webseiten dient.

Für die Erhebung wurden 101.926 deutschsprachige Internet-Nutzer befragt wurden.
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