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Amazon startet eigene Onlineapotheke
18.11.2020 In den USA hat Amazon den Start eines eigenen Apothekendienstes für verschreibungspflichtige Medikamente angekündigt. Die Aktien der Konkurrenz sind daraufhin eingebrochen.
Der Versandriese bereitet den Schritt schon länger vor. 2018 hatte der Konzern die Onlineapotheke PillPack für 770 Millionen US-Dollar übernommen und sich seitdem mehr staatliche Lizenzen für den Versand von ärztlichen Verordnungen in den USA gesichert. "Wir wollten es den Menschen leicht machen, ihre Medikamente zu bekommen, die Kosten zu verstehen und sie nach Hause zu bringen", wird in Medienberichten TJ Parker zitiert, Vice President of Pharmacy bei Amazon und Mitgründer von PillPack.
Mit der Ankündigung brachen Aktien der Pharmazieketten Walgreens, CVS Health, Rite Aid um bis zu zwölf Prozent ein. Auch die Konkurrenten Cardinal Health und McKesson mussten Federn lassen. Amazon-Aktien legten dagegen vorbörslich um 2,5 Prozent zu. Laut dem Finanzportal Onvista soll langfristig der Markt mit der Marke 'Amazon Pharmacy' global erschlossen werden. Europäische Anbieter wie Zur Rose und Shop-Apotheke rüsten sich bereits.
