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Fernsehen ist für die Mehrheit deutscher Internet-Nutzer entbehrlich

04.12.2007 Klassisches Fernsehen wird bereits heute durch die stetig steigende Verbreitung von Video-Inhalten im Web verdrängt. So zeigt jetzt eine repräsentative Studie, dass die Mehrheit der deutschen Onliner lieber auf die altgediente Flimmerkiste als auf das Internet verzichten würde.

 (Bild: SXC.hu/Chris Dijkstra)
Bild: SXC.hu/Chris Dijkstra
Für 61 Prozent der deutschsprachigen Online-Nutzer ist der Fernseher entbehrlicher als das Internet. Vor einem halben Jahr lag dieser Wert noch bei 56 Prozent. Das ist eines der Ergebnisse der aktuellen W3B-Studie des Marktforschungsunternehmens Fittkau & Maaß  . Nicht einmal jeder sechste Online-Nutzer (15 Prozent) kann sich hingegen heute vorstellen, zukünftig ohne das Internet auszukommen. Rund ein Viertel der Befragten will beziehungsweise kann sich nicht zwischen Internet und TV entscheiden.

Vor allem Männern und jungen Nutzern fällt der Abschied vom TV leicht. So finden sich unter den befragten Männern deutlich mehr Personen (64 Prozent), die auf den TV-Konsum verzichten könnten, als unter den Frauen (56 Prozent). Auch das Alter der Befragten spielt eine Rolle: Während 70 Prozent der unter 30-jährigen Onliner das Internet bevorzugen, sind es bei den über 50-Jährigen nur 53 Prozent.

Mit 81 Prozent entscheiden sich besonders Studenten für das Internet, während der Anteil bei Angestellten/Arbeitern mit 59 Prozent und den Beamten mit 56 Prozent am niedrigsten ist.

Auf das Fernsehen zu verzichten, ist zudem abhängig vom Online-Nutzungsverhalten der Befragten. So sind es nach unter den regelmäßigen Besuchern von Video-Communities, den Nutzern von IP-TV oder Video-on-Demand jeweils mindestens drei Viertel der Befragten, die der Internet-Nutzung gegenüber dem TV den Vorzug geben würden.

Der Studie nach sehen sich drei Viertel der deutschsprachigen Internet-Nutzer Videos im Internet an. 27 Prozent sehen mindestens einmal wöchentlich Bewegtbildinhalte online. Bei den Onlinern bis 20 Jahre sind dies sogar 59 Prozent.

Das Ranking des beliebtesten Online-Video-Contents wird von Nachrichten angeführt: 35 Prozent aller Nutzer von Video-Inhalten schaut sich mindestens einmal wöchentlich Nachrichten an. Weitere attraktive Genres aus Nutzersicht sind Musik-Videos (15 Prozent) sowie Kino- beziehungsweise Film-Trailer (11 Prozent). Jeder zehnte Nutzer sieht sich mindestens einmal pro Woche von anderen Nutzern erstellte Videos online an. Auch in diesem Bereich sind Nutzer im Alter unter 20 Jahren (25 Prozent) am aktivsten.

Je mehr attraktive und aktuelle Filmbeiträge via Internet bereitstehen, desto mehr wird sich das Medienbudget der Nutzer vom Fernsehen auf das Internet verlagern, schlussfolgern die Studienautoren.

Über 100.000 Internet-Nutzer wurden für die Studie befragt.
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Am: 04.12.2007

Zu: Fernsehen ist für die Mehrheit deutscher Internet-Nutzer entbehrlich

Seit wann ist die W3B denn bitte repräsentativ? Das wäre mir neu.
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