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Deutsche beschäftigen sich acht Stunden täglich mit Medien
13.09.2007 Der durchschnittliche Bundesbürger verbringt inzwischen inzwischen mehr Zeit mit Medien und Kommunikationsmitteln als mit der Familie, so dass Ergebnis einer aktuellen Studie. Interessant: Auch wenn immer mehr Menschen Zeit im Web verbringen, gibt es kaum ein nachlassendes Interesse an Zeitschriften.
Dabei fällt die Mediennutzung zwischen Männern und Frauen gänzlich unterschiedlich aus. Der Analyse zufolge spielen Männer häufiger Online-Spiele, lesen mehr Tageszeitungen und nutzen das Handy stärker als Frauen. Das weibliche Geschlecht spielt hingegen eher Offline-Spiele, telefoniert oft stundenlang vom Festnetz, liest Bücher und hört Radio.
Die 33,54 Millionen Online-User zwischen 14 und 69 Jahren nutzen das Internet sehr unterschiedlich. Bei allen Nutzern sind Suchmaschinen, E-Mail und die Suche nach Produktinformationen sehr beliebt. Web-2.0-Themen wie Blogs, Flickr und Second Life interessieren die Medien offenbar mehr als die Surfer: Nur drei Prozent der Online-User haben mittlerweile einen eigenen Blog, insgesamt gibt es erst 3,14 Millionen Blogger in Deutschland.
Blogger sind der Studie nach insgesamt jünger als die übrigen Online-User, männlich und gut gebildet. Ihre Infos rund um den PC beziehen sie über Freunde und die klassischen Medien, vorzugsweise Special-Interest-Titel. Neben PC-Zeitschriften lesen sie gerne Nachrichtenmagazine und Wirtschaftstitel. Im Fernsehen schauen sie Actionfilme.
Interessant: Der Anteil der Internetnutzer unter der deutschen Bevölkerung ist seit 1999 zwar von neun Prozent auf 61 Prozent gestiegen. Aber trotzdem ist der Anteil der Zeitschriftennutzer mit 94 Prozent nahezu stabil geblieben ist. "Der Aufstieg des Mediums Online geht nicht zulasten des Zeitbudgets für Print", fasst Focus-Geschäftsführer Frank- Michael Müller zusammen.
Und offenbar auch nicht auf Kosten der Werbewirkung: Immerhin 34 Prozent der Befragten halten Anzeigen in Zeitschriften für glaubwürdig, Onlinewerbung dagegen nur 20 Prozent. Dabei wird Werbung im Netz von den meisten als störend empfunden (57 Prozent), von Print-Anzeigen dagegen sind nur 32 Prozent genervt.
Für die Studie wurden insgesamt 24.765 Personen im Alter zwischen 14 und 69 Jahren befragt.
