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Unternehmen schöpfen das Potenzial mobiler Apps nicht aus
02.10.2015 Zwar halten die meisten Unternehmen mobile Apps für die wichtigste Nutzeroberfläche der Zukunft. Doch das Potenzial nutzen viele noch heute nicht aktiv.
Von den Befragten gaben 84 Prozent an, dass ihre Kunden gute mobile Apps wollen. Gleichzeitig glauben 57 Prozent der Entscheidungsträger in deutschen Unternehmen, dass sich mobile Apps für Geschäftszwecke nicht effektiv absichern lassen. Und nur 35 Prozent der Firmen haben ein Crash Reporting, das Abstürze an die Entwickler meldet. Für 28 Prozent der Befragten sind Abstürze und andere Softwarefehler eine große Herausforderung. Nach dem Launch suchen und reparieren aber nur 55 Prozent der Unternehmen aktiv Fehler in ihren Apps. 46 Prozent der Umfrageteilnehmer halten die Möglichkeit von Datenverlust oder -diebstahl für ein zentrales Problem mobiler Apps.
Viel Nachholbedarf bei unternehmensinternen Apps
Gleichzeitig gehen Entscheidungsträger in Unternehmen weiter davon aus, dass Apps einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Unternehmens leisten können, etwa durch das Erschließen neuer Geschäftsfelder: Für 85 Prozent der Teilnehmer sind Apps eine Schlüsseltechnologie auf dem Weg zu einer erfolgreichen Digitalisierung. Und knapp vier von fünf Befragten (78 Prozent) halten unternehmensinterne Apps für einen wesentlichen Bestandteil ihrer Organisation. Umso erstaunlicher ist es, dass in Deutschland weniger als die Hälfte der befragten Firmen (45 Prozent) Apps für mehr Produktivität nutzen. Bei Vertriebs-, Service- oder Informations-Apps für Kunden im B2B- oder B2C-Bereich ist der Anteil noch kleiner (42 Prozent). Apps für interne Zusammenarbeit oder Weiterbildung gibt es sogar nur bei jedem vierten Unternehmen (26 Prozent). Immerhin plant hier aber mehr als ein Drittel (34 Prozent), eine solche App innerhalb der nächsten zwei Jahre einzurichten.Die Studie basiert auf einer Mischung aus Online- und Telefonbefragungen von 1925 Entscheidungsträgern für Technologie und Digitalisierung, darunter 175 aus Deutschland. Die Teilnehmer kommen aus 15 Ländern und neun Branchen, 85 Prozent von ihnen erzielen Jahresumsätze von mehr als einer Milliarde US-Dollar.
