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Smartphone-Nutzer verwendet ausschließlich Apps vom Startbildschirm

28.11.2017 35-mal blicken Smartphone-Nutzer eigenen Angaben zufolge durchschnittlich pro Tag auf ihr Smartphone. Immerhin neun Prozent geben an, 100-mal oder häufiger pro Tag auf ihr Smartphone zu schauen. Mit diesen Apps verbringen die Deutschen nach eigenen Angaben dabei die meiste Zeit: WhatsApp   (74 Prozent), E-Mail-Programme (35 Prozent), Facebook   (29 Prozent), Wetterapps (27 Prozent) und die Google Suche   (25 Prozent). Dies sind die Ergebnisse der Studie "Die App von Seite 1" des internationalen Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov  .

 (Bild: geralt / www.pixabay.com)
Bild: geralt / Pixabay
Für viele Unternehmen ist eine eigene Smartphone-App essenziell, da das Mobiltelefon eine wichtigen Schnittstelle zwischen Kunden und Unternehmen ist. Vor allem über die Startseite verschaffen sich die Nutzer einen Überblick. Sie stellt die Eintrittstür zum Smartphone dar, denn 44 Prozent der Smartphone-Nutzer nutzen fast ausschließlich die Apps, die sich auf ihrem Startbildschirm befinden. Für Entwickler gilt es daher, zuerst einmal die Chancen realistisch einzuschätzen, ob die App überhaupt Potenzial für den Startbildschirm hat. Bestimmte Apps und Widgets sind erwartungsgemäß häufig auf dem Startbildschirm zu finden und für die Nutzer wichtig. Zu ihnen zählen Messenger (55 Prozent), Uhrzeit inkl. Wecker (50 Prozent), Kamera (50 Prozent), Wetterapps (49 Prozent) und E-Mail-Programme (45 Prozent). Andere Apps und Widgets sind jedoch nur bei den wenigsten Nutzern auf dem Startbildschirm zu finden. Zu ihnen zählen Apps zum Thema Dating, Tickets und Events, Unterhaltung (jeweils 2 Prozent) und Reisen (3 Prozent).

Doch für Entwickler und Unternehmen gibt es auch Hoffnung, sollte es die App nicht auf die Startseite der Smartphone-User geschafft haben: Mehr als ein Viertel (28 Prozent) greift auf Apps auf nachfolgenden Menüseiten beinahe genauso häufig zu, wie auf die, die sich auf dem Startbildschirm befinden. Diese Personengruppe ist in der Regel auf ihr Smartphone angewiesen und zählt häufig zu den Besserverdienern. Darüber hinaus sind sie besonders häufig beruflich in leitenden Positionen wiederzufinden. Neben den gängigen Apps nutzt diese Gruppe auch überdurchschnittlich intensiv Nachschlagewerke, Sport- und Fitnessapps oder Fahrplanauskünfte. Unternehmen sollten in ihrer Kommunikation die intensive Smartphone-Nutzung dieser Zielgruppe aufgreifen und sich an ihren Bedürfnissen orientieren. So kann es ihnen gelingen, mit ihrer App auch nach dem Download langfristig relevant zu bleiben.

Für die Studie wurde auf die 100.000 Datenpunkte umfassende YouGov-Datenbank zugegriffen, für die im Jahresverlauf 70.000 Deutsche kontinuierlich repräsentativ befragt werden. Kombiniert wurde die Analyse mit einer zusätzlichen bevölkerungsrepräsentativen Befragung von 2.000 Personen (18+) im Zeitraum vom 15.08. bis 21.08.2017.
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