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Globaler ECommerce-Umsatz wächst um 25 Prozent

06.11.2015 Der weltweite B2C-ECommerce mit Waren und Dienstleistungen ist 2014 um 24,5 Prozent gewachsen - so viel zur guten Nachricht. Die schlechte dagegen lautet: In diesem Jahr wird das B2C E-Commerce-Wachstum voraussichtlich deutlich zurückgehen.

 (Bild: Bankenverband)
Bild: Bankenverband
Bild: Bankenverband unter Creative Commons Lizenz by-nd
Die Zahlen stammen aus dem aktuellen globalen B2C E-Commerce-Report 2015  , der von der Ecommerce Foundation   in Zusammenarbeit mit Ecommerce Europe  , der GfK   und Globalcollect   herausgegeben wurde. Laut der Hochrechnung wurden im vergangenen Jahr weltweit 1.942 Milliarden Dollar im E-Commerce ausgegeben. Für dieses Jahr prognostizieren die Experten ein Wachstum von nur noch 16 Prozent und einen Gesamtumsatz von 2.249 Milliarden Dollar.

"Eine weitere interessante Methode, um die Bedeutung des B2C-ECommerce im weltweiten Maßstab zu messen, ist der Anteil der E-Commerce im Bruttoinlandsprodukt", erklärt Jorij Abraham, Direktor der Ecommerce Foundation. Im Jahr 2014 wurden 2,64 Prozent des weltweiten BIP für den Online-Kauf von Waren und Dienstleistungen ausgegeben. "Auf den ersten Blick wirkt diese Zahl niedrig, aber der Anteil ist seit 2010 immerhin um 100 Prozent gewachsen." Dies sei der beste Beweis für das enorme Wachstum des B2C-ECommerce in den vergangenen Jahren.

Asien-Pazifik ist der weltweit größte ECommerce-Markt

Wie im Vorjahr war Asien-Pazifik im globalen Vergleich der größte ECommerce-Markt. Die dortigen Gesamtumsätze belieben sich auf 770 Milliarden Dollar. Der Umsatz in Europa lag bei 565 Milliarden, der in Nordamerika bei 523 Milliarden Dollar. Die Differenz zwischen dem asiatisch-pazifischen Markt und Europa oder Nordamerika wächst sogar weiter, denn der dortige Umsatz steigt aktuell mit wesentlich schnellerem Tempo als der der anderen beiden Regionen: 2014 wuchs der asiatisch-pazifische Markt um 44,3 Prozent, gegenüber 15,3 Prozent Wachstum in Europa und 12,2 Wachstum in Nordamerika.

Diese großen Unterschiede sind vor allem interessant, wenn man sich die Internetverbreitung in den Regionen ansieht. Während in den stärker entwickelten Regionen von Europa und Nordamerika 75 Prozent der Bevölkerung an das Internet angeschlossen sind, haben im Bereich Asien-Pazifik nur 36 Prozent Zugang zum Internet. Angesichts der steigenden Einkommen pro Kopf und der Verbesserung der Handelsinfrastruktur im asiatisch-pazifischen Raum ist zu erwarten, dass der dortige B2C-ECommerce-Umsatz in Zukunft noch stärker steigen wird.

Bei Pro-Kopf-Ausgaben liegen die Amerikaner vorn

Die große Differenz zwischen den westlichen Märkten und Asien-Pazifik kommt vor allem durch die Anzahl der dort lebenden Menschen zustande - denn dort lebt die Hälfte der Weltbevölkerung. Insgesamt haben dort 523,1 Millionen Menschen Waren oder Dienstleistungen über das Internet eingekauft. In Europa belief sich diese Zahl auf 336,3 Millionen E-Shopper und in Nordamerika auf 226,7 Millionen.

Nordamerikaner geben pro Kopf am meisten Geld im Onlinehandel aus: Im Durchschnitt gaben die nordamerikanischen Verbraucher 2014 2.306 Dollar online aus, im Vergleich zu 1.681 Dollar in Europa und 1.472 Dollar in Asien und im Pazifik - die dortigen Durchschnittsausgaben stiegen im letzten Jahr um 26 Prozent. In den anderen beiden Regionen waren die Wachstumsraten nur einstellig.

China erhöhte seinen Vorsprung

"Das starke Wachstum in E-Commerce in der Region Asien-Pazifik ist vor allem auf den chinesischen ECommerce-Markt zurückzuführen", sagt Abraham. "Der dortige Online-Umsatz wuchs im vergangenen Jahr um 63,8 Prozent und erreichte 538 Milliarden Dollar Gesamtvolumen." Damit erhöhten die Chinesen ihren Vorsprung auf dem amerikanischen ECommerce-Markt, der um 11,7 Prozent auf 482,7 Milliarden Dollar wuchs.

Auf Platz drei hinter China und den USA liegt Großbritannien mit einem B2C-ECommerce-Umsatz von 169,0 Milliarden Dollar. Doch im Hinblick auf die durchschnittlichen Ausgaben pro E-Shopper führt das Vereinigte Königreich. Im Jahr 2014 gaben die britischen Onlineshopper im Schnitt je 3.204 Dollar aus. Amerikanischen Onlinekäufer liegen mit 2.475 Dollar auf dem zweiten Platz, gefolgt von den Franzosen mit 2.126 Dollar. China ist hier mit 1.703 Dollar pro Onlineshopper noch abgeschlagen, aber das Wachstum der durchschnittlichen Onlineausgaben lag immerhin bei 55 Prozent. Dass China die Lücke auch hier schließen wird, ist zu erwarten.
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