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E-Government: Junge Wähler wollen Online-Wahlen

20.09.2017 Eine aktuelle Umfrage des hack.institute zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser unter 600 Deutschen von 18 bis 34 Jahren ergab: Fast drei Viertel (74 Prozent) der 18 bis 34-Jährigen wünschen sich Online-Wahlen, wie sie etwa in Estland praktiziert werden, auch in Deutschland.

 (Bild: Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive))
Bild: Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive)
Bild: Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive) unter GNU-FDL
Auch könnten von der digitalen Stimmabgabe positive Impulse auf die Wahlbeteiligung ausgehen. Ideen für die Digitalisierung politischer Wahlen werden im Rahmen eines Bundestagswahl-Hackathons vom 22. bis zum 24. September 2017 erarbeitet.

Die junge Generation informiert sich über die Bundestagswahl bereits überwiegend online: Nach dem Fernsehen (68 Prozent) sind Online-Medien (60 Prozent) unter den Befragten die zweitbeliebteste Quelle für Informationen zur Wahl. Mehr als jeder Vierte (26 Prozent) liest zudem politische Nachrichten auf Social Media - mehr als gedruckte Zeitschriften, Magazine und Wochenzeitungen (17 Prozent). Für die überwiegende Mehrheit der Digital Natives bieten Online-Informationen Orientierung. 69 Prozent fühlen sich dadurch besser auf die Wahl vorbereitet. Außerdem finden drei von fünf Befragten (61 Prozent), dass interaktive Online-Tools wie der Wahl-O-Mat den Spaß an der Demokratie erhöhen.

Der Hang zu Online hört bei der Informationssuche aber nicht auf. Auch der Wahlprozess sollte nach Ansicht der jungen Wähler digitalisiert werden. Drei von vier Befragten (74 Prozent) würden es begrüßen, wenn Deutschland nach estnischem Vorbild die Stimmabgabe per Internet einführen würde. 63 Prozent würden sich die Wahlunterlagen gern digital zuschicken lassen. Jeweils 46 Prozent möchten per Email oder App ihre Stimme abgeben, 29 Prozent per SMS und 22 Prozent per Messenger. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) sehen in der E-Wahl zudem das Potenzial, die Wahlbeteiligung zu erhöhen. Auch bei ihnen selbst: 51 Prozent würden eher wählen, wenn sie dies überall tun könnten, etwa in ihrem Wohnzimmer oder einem Café. Immerhin 28 Prozent geben an, dass der Gang ins Wahllokal sie daran hindert, ihre Stimme abzugeben.

Das Interesse an digitalen Wahlen ist je nach Region und Geschlecht unterschiedlich ausgeprägt: Während vier von fünf Frauen (80 Prozent) offen für eine Online-Stimmabgabe sind, wünschen sich dies nur 68 Prozent der Männer. Regional sind vor allem Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein mit 79 Prozent Zustimmung ganz vorne. Am geringsten ausgeprägt ist das Interesse an der digitalen Stimmabgabe in Sachsen und Thüringen mit 67 Prozent.

(Autor: Sebastian Halm )

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