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StudiVZ: Markenbekanntheit top, Markenwert flop

18.11.2008 Bereits in seiner aktuellen Branding-Studie hat iBusiness den hohen Stellenwert der sozialen Medien für das Onlinebranding aufgezeigt. Eine Spezialauswertung der Agentur Ethority zeigt am Beispiel deutscher Start-ups, dass Reichweite und Markenwert weit auseinanderliegen können.

 (Bild: morgueFile.com)
Bild: morgueFile.com
Nach einer Auswertung der Social-Media-Agentur Ethority    im Auftrag des Branchendienstes Meedia  , zählt das Studentennetzwerk StudiVZ   zu den Internetunternehmen in Deutschland, über die im Netz am schlechtesten gesprochen wird. Und dies, obwohl StudiVZ laut aktueller IVW-Zählung   mit rund 4,5 Milliarden Page Impressions in Sachen Reichweite zu den Top Drei der deutschen Internetunternehmen zählt und daher auch am häufigsten im Diskussionsfokus der Nutzer steht.

Ethority hat ausgewertet, wie oft in den sozialen Medien - das sind Weblogs, Foren, Bewertungsportale oder Communities - über ein deutsches Start-up gesprochen wurde (Buzz). Zugleich wurde untersucht, wie häufig in diesen Gesprächen positiv und negativ über die untersuchten Unternehmen gesprochen wurde. Und hier schneidet StudiVZ schlecht ab. Denn das Verhältnis zwischen positiven und negativen Inhalten ist ausgeglichen, wohingegen bei den anderen untersuchten Webunternehmen die positiven Äußerungen dominieren.

 (Bild: ethority GmbH)
Bild: ethority GmbH

Allerdings relativiert David Nelles , Sprecher von Ethority, die Interpretation der Ergebnisse ein wenig. "StudiVZ ist die Ausnahme von der Regel", erklärt er gegenüber iBusiness. Die Erfahrungswerte aus ähnlichen Untersuchungen zeigen, dass Unternehmen mit einem hohen Buzz-Wert - also über die viel im Netz gesprochen wird - auch in der Regel positiv gesehen werden. Die Kritikpunkte an StudiVZ seien "temporär begrenzte Phänomene". Die Kritik an der Studenten-Community ziele im Oktober hauptsächlich auf die Person des Geschäftsführers Martin Riecke und seiner umstrittenen Demission. Dazu störe viele Nutzer, dass die Tochter der Verlagsgruppe Holtzbrinck   mit harten juristischen Mitteln gegen viele kleine Webseiten vorgehe, die das Kürzel VZ in ihrem Namen tragen. Der dritte große Kritikpunkt seien die technischen Unzulänglichkeiten der Plattform. Um hier auch langfristig ein verzerrungsfreies Bild liefern zu können, werde Ethority das Start-up-Barometer kontinuierlich fortsetzten und regelmäßig aktualisieren.

Ein weiteres negatives Element bei StudiVZ ist nach Ansicht von Nelles sicherlich auch in den Bemühungen des Netzwerks nach einer Refinanzierungsstrategie zu sehen. Denn nach aktuellen Erkenntnissen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel   liege das Netzwerk beim Umsatz weit hinter den Planungen für das Jahr 2008 zurück. Dass seit Rieckes Weggang von Stefan von Holtzbrinck geführte Unternehmen macht wohl nur zehn statt wie geplant 25 Millionen Euro Umsatz - und zehn Millionen Verlust. Viele Zeitungen und Zeitschriften müssten jetzt sparen, um die Online-Verluste von StudiVZ auszugleichen, monieren die Mitarbeiter des Verlagskonzerns.

 (Bild: ethority GmbH)
Bild: ethority GmbH

Daher werde es für Unternehmen zunehmend wichtiger, dass über sie im Netz gesprochen wird, meint Nelles. Denn in den kommenden Jahren werden die sozialen Medien eine tragende Säule im Kommunikationsverhalten der Nutzer sein. Dies alleine deshalb, da sich die Kommunikation immer weiter internetgestützt vollziehen wird. Aus diesem Grund werden Unternehmen künftig wissen müssen, wie häufig und mit welcher Konotation über ihre Unternehmen geredet wird. Die einfache Formel lautet daher vereinfacht: Hoher Buzz-Wert führt in vielen Fällen auch zu einem hohen Markenwert.

Besonders positiv reden die deutschen Internetnutzer zur Zeit über den Anbieter von Local Based Services Plazes  . Auf Platz zwei liegt regionale Bewertungsportal Qype  , gefolgt vom Mass-Customization-Anbieter Spreadshirt   und dem Internetradio Last.fm  .

Die Grundlagenstudie Brands in 'Social Media' kann exklusiv über den Onlineshop von iBusiness zum Preis von 500 Euro bezogen werden. Premium-Mitglieder von iBusiness sparen 50 Euro auf den Bestellpreis. Ebenfalls im Onlineshop erhältlich ist das dazugehörige Rankingposter, der 100 beliebtesten Marken im deutschen Web 2.0.

Thema: StudiVZ: Markenbekanntheit top, Markenwert flop

Kommentar von Olaf Groß

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 (Fotoatelier Koch)
Bild: Fotoatelier Koch
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Von: Alexander Holst ,  B2B Media Group GmbH
Am: 18.11.2008

Zu: StudiVZ: Markenbekanntheit top, Markenwert flop

Für meinen Geschmack sind schon wieder zu viele Fehler in dem Artikel. studiVZ wird jetzt von Clemens Riedel geführt. (siehe Impressum) und im letzten Satz fehlt ein "das" zudem ist Qype nicht regional begrenzt.
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