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SEO für Videos: Großteil der Videoergebnisse bei Google stammen nicht von Youtube
15.09.2009 Unternehmen irren, wenn sie glauben, dass eine Veröffentlichung von Videos bei Youtube ausreichend ist für ein gutes Video-Ranking bei Google, nur weil Youtube eine Google-Tochter ist. Das ist das Ergebnis einer empirischen Studie.
"Im Rahmen unserer Gespräche mit Kunden und Agenturen begegnete uns häufig die Einschätzung, dass aufgrund der unternehmerischen Verbundenheit von Youtube mit Google.de eine Veröffentlichung bei Youtube ausreichend für ein gutes Video-Ranking bei Google.de sei. Dies deckte sich jedoch keineswegs mit unseren Beobachtungen", erklärt Dr. Robert Biermann , Vorstand der VideoCounter.com-betreibenden Webeffekt AG , den Anlass zur Studie.
Aus den vier Themenfeldern Industrie, Verbraucher, Reisen und Automobil wurden in den Kalenderwochen 34 und 35 (2009) jeweils bis zu 50 häufig verwendete Suchbegriffe - in der Regel kombiniert mit 'Video' - als Suchanfrage an Google.de gerichtet. Die Fragestellung war, welche und wie viele unterschiedliche Videoportale Google.de über diese Anfrageform zur Generierung der Suchergebnisse heranzieht - nicht wie oft Videos generell Teil der Trefferliste sind. Die VideoCounter.com-Studie beschränkte sich auf die Top 10 und unterschied ferner zwischen Videotreffern mit und ohne Vorschaubild.
Dr. Niko Bardowicks , Vorstand der Online Marketing Solutions AG , hält die Studie jedoch für "bedingt aussagekräftig", da die Suchbegriffe mehrheitlich mit 'Video' kombiniert wurden. Es sei anzunehmen, dass deshalb auch mehrere Videoportale gelistet wurden. Aufschlussreicher wäre laut Bardowicks aber eine Abfrage von Suchbegriffen ohne 'Video' - auch daraufhin, welches Videoportal dann die Mehrheit der Ergebnisse mit Thumbs stelle.
Studienergebnis:
Die Videotreffer der Ergebnisliste stammten aus 27 unterschiedlichen Videoportalen. Youtube belegt dabei mit einem Anteil von 17,37 Prozent Platz 3 hinter MyVideo (22,42 Prozent) und Clipfish (21,21 Prozent). Die deutschen Videoportale profitieren hier v. a. von der Durchdringung der Trefferliste im Themenkreis 'Industrie'. Youtube stellt damit jedes fünfte Videoergebnis.
Bei den Treffern mit Vorschaubild liefert Google.de Videoergebnisse aus zwölf unterschiedlichen Quellen. Hier führt Youtube mit 42,31 Prozent deutlich vor MyVideo (23,08 Prozent) und Clipfish (14,10 Prozent). Wenn von einer Präferenz von Youtube in der Google-Trefferliste die Rede sein kann, so hier: Youtube-Videoergebnisse werden im Vergleich zu anderen Videoportalen überproportional häufig mit einem Vorschaubild angezeigt.
Da 80 Prozent der Videoergebnisse bei Google.de nicht von Youtube stammen, empfehlen die Studienautoren Werbetreibenden und Video-SEO-Agenturen im Rahmen des Videomarketings den Video-Upload auf mehrere Videoportale.
Auch Onlinemarketing-Experte Bardowicks empfiehlt Kunden eine breite Streuung der Videos auf verschiedene Portale. Dabei sollten sie einige elementare Punkte beachten, wie eine aussagekräftige Beschreibung des Videos, passendes Tagging, optimale Länge, grafische Qualität und das bekanntmachen durch themenrelevante Social Communities.
