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Fraud

Online-Handel unter Dauerfeuer: 95 Prozent der Shops von Betrug betroffen

25.11.2025 Hohe Bestellvolumen, immer professionellere Täter, neue Maschen: Eine Umfrage offenbart ein massives Betrugsproblem im deutschen E-Commerce - mit teils sechsstelligen Schadensbeträgen für die betroffenen Shops.

 (Bild: geralt / pixabay.com)
Bild: geralt / Pixabay
Laut der aktuellen CRIF  -Studie hat sich das Betrugsniveau bei fast der Hälfte (45 Prozent) der deutschen Händler innerhalb eines Jahres weiter erhöht. Weitere 42 Prozent berichten von konstant hohem Risiko. Besonders kritisch sieht CRIF den Zeitraum um umsatzstarke Tage wie Black Friday oder Cyber Monday: Hohe Bestellvolumen und attraktive Angebote zögen demnach vermehrt Kriminelle an.

Häufigste Maschen: Identitätsbetrug, Zahlungsdaten, Kontenübernahmen

Die häufigste Betrugsform ist laut CRIF der Identitätsdiebstahl - bei 76 Prozent der Online-Shops kam es bereits vor, dass Käufer sich als andere reale Personen ausgegeben haben. Weitere weit verbreitete Taktiken:
  • Falsche Namens- oder Adressangaben (74 Prozent)
  • Eingehungsbetrug: Käufer bestellen, obwohl sie wissen, dass sie nicht zahlen werden (53 Prozent)
  • Gestohlene Zahlungsdaten, etwa Kreditkarten (47 Prozent)
  • Account Takeover: Täter nutzen fremde Kundenkonten für ihre Bestellungen (41 Prozent).

Massive Schäden: Viele Händler verlieren sechsstellige Beträge

Die finanziellen Folgen sind gravierend: Für über ein Viertel (26 Prozent) der befragten Shops summieren sich die jährlichen Betrugsverluste auf über 100.000 Euro.

Trotzdem bleiben viele Einzelverluste vergleichsweise moderat: Bei 79 Prozent der Händler lag der höchste Einzelverlust durch Betrug unter 5.000 Euro.

Schutzmaßnahmen: Automatisierung als Schlüssel

Fast alle Online-Shops setzen laut Studie inzwischen automatische oder hybride Betrugserkennungslösungen ein:
  • 94 Prozent nutzen Maßnahmen zur Risiko- und Betrugserkennung.
  • 90 Prozent kombinieren manuelle und automatisierte Verfahren.
  • 75 Prozent halten risikobasierte, kundenspezifische Präventionsstrategien derzeit für essenziell.
  • 62 Prozent legen besonderen Fokus auf die Erkennung neuartiger Betrugsmuster.

Dr. Frank Schlein, Geschäftsführer von CRIF Deutschland, warnt: "Die Methoden der Täter werden immer professioneller. Mit KI und synthetischen Identitäten wird Betrug künftig noch herausfordernder."
  1. Wachsamkeit ist also Pflicht: Besonders an Hochlast-Tagen wie Black Friday sollten Shop-Betreiber ihre Kontrollen verschärfen.
  2. Technologie nutzen: Automatisierte Risiko- und Betrugsprävention ist nicht mehr Luxus, sondern Standard.
  3. Strategie überdenken: Es reicht nicht mehr nur, bekannte Betrugsmuster zu bekämpfen - neue Formen wie synthetische Identitäten müssen proaktiv adressiert werden.
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