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Wie Künstliche Intelligenz im Business angekommen ist

07.05.2020 Automatisierung und (Hyper-)Personalisierung dank KI sind in aller Munde, doch sind diese Trends wirklich in den DACH-Unternehmen angekommen?

 (Bild: geralt / Pixabay)
Bild: geralt / Pixabay
Ende März dieses Jahres kamen virtuell über 400 KI-Interessierte aus dem DACH-Raum zur Konferenz «AI for Business» zusammen, um sich über neueste Entwicklungen im Bereich Marketing und Künstliche Intelligenz (KI) im Business zu informieren. Der Software-Hersteller BSI zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser und ai-zurich zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser nutzten die Expertendichte, um eine Umfrage zu den Marketingtrends 2020 durchzuführen und zu überprüfen, ob und wie KI im Arbeitsalltag genutzt wird. Die Ergebnisse:

1. Personalisierung und Automatisierung machen das Rennen

Den wichtigsten Marketingtrend 2020 sehen 48 Prozent der Befragten in Automatisierung und Personalisierung, gefolgt von Customer Centricity und Omnichannel (24 Prozent) und Purpose im Sinne einer authentischen und sinnstiftenden Kundenkommunikation (16 Prozent). Lediglich 4 Prozent der Befragten sehen die aktive Einbeziehung des Kunden in das Marketing (Participation & Co-Creation) als den wichtigsten Trend an.

Vergleicht man KMUs bis 250 Mitarbeitende mit Großunternehmen, zeigen sich interessante Unterschiede: Bei den großen Unternehmen sieht eine Mehrheit von 61 Prozent die Automatisierung als dominierenden Trend, bei den KMUs hingegen nur 35 Prozent. Letztere erachten dafür die sinnstiftende, authentische Kommunikation als wichtiger als die grossen Unternehmen (22 Prozent gegenüber 11 Prozent). Eine mögliche Erklärung: KMUs könnten den Eindruck haben, Automatisierungsvorhaben seien für sie zu teuer oder der Aufwand lohne sich nicht.

62 Prozent der befragten Professionals sehen die Hyperpersonalisierung als «spannenden Trend, auf den reagiert werden muss», aber erst in rund einem Drittel der Fälle werden Content, Services und Produkte tatsächlich schon individuell auf den Kunden zugeschnitten (28 Prozent). 23 Prozent der Unternehmen haben sich sogar noch gar nicht mit diesem Trend auseinandergesetzt. Hier gilt es also noch einiges aufzuholen.

2. KI-Enthusiasten erhoffen sich Unterstützung bei der Arbeit

Drei von vier Experten aus Marketing und IT sind davon überzeugt, dass die Künstliche Intelligenz ihnen im Business einen Mehrwert bietet (73 Prozent). Immerhin ein knappes Drittel hat Respekt vor den Möglichkeiten der KI (27 Prozent) und 13 Prozent finden, sie sollte stärker reguliert werden.

Schon heute ist KI im Alltag präsent: 72 Prozent der Befragten bestätigten, dass sie KI-Tools wie DeepL, Alexa und die Personenerkennung auf dem Smartphone nutzen, bei 23 Prozent der Professionals ist KI sogar fester Bestandteil ihrer Arbeit. Nur 7 Prozent gaben an, überhaupt keine KI-Anwendungen zu nutzen. Die Frage, ob KI ihre Arbeit in den nächsten 10 Jahren verändern wird, verneinten 9 Prozent. Sie sind überzeugt, dass die KI ihren Job nicht machen kann. Lediglich 3 Prozent befürchten, dass es dann ihren Job nicht mehr geben wird. Die große Mehrheit der Befragten (88 Prozent) ist hingegen optimistisch und erwartet, dass die KI sie in ihrer Arbeit unterstützen wird.

3. Realitätscheck: Marketing Automation ist noch lange nicht etabliert

Nur ein knappes Drittel der Befragten (29 Prozent) nutzt Marketing Automation bereits in Kombination mit einem CRM. 38 Prozent gaben an, dass das Zusammenspiel aus CRM und Marketing Automation zwar sinnvoll, in ihrem Unternehmen aber (noch) nicht gegeben ist. 14 Prozent gaben an keine Marketing Automation zu nutzen und etwa gleich viele haben weder ein CRM noch Marketing Automation im Einsatz (15 Prozent). Wird auch hier die Unternehmensgröße berücksichtigt, fällt auf: Rund ein Drittel der Konzerne haben CRM und Marketing Automation kombiniert im Einsatz (37 Prozent), bei den KMUs sind es deutlich weniger (22 Prozent). 24 Prozent der KMUs nutzen weder CRM noch Marketing Automation, bei den großen Unternehmen sind es nur 7 Prozent, die ohne beides im Lead- und Kunden-Management auskommen müssen.

(Autor: Susan Rönisch )

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