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Die Bausteine von semantischem E-Commerce
18.01.2011 Semantic E-Commerce beruht auf den Prinzipien des Semantic Web und stellt somit die nächste Generation von ECommerce-Applikationen dar.
- URI (Uniform Resource Identifier): Analog zur URL (Uniform Resource Locator) für Web-Seiten wird eine URI für die Identifikation jedes Objekts, beispielsweise eines Produkts oder einer Produktbeschreibung, verwendet.
- Ontologie: Mit Hilfe einer Ontologie wird mit einer speziellen Sprache die Realität nachgebildet und das Wissen darüber modelliert - hierfür werden Konzepte erstellt und miteinander in Beziehung gebracht; Ontologien werden für die Darstellung von Warengruppen, Preismodellen, Kundenprofilen etc. genutzt.
- Ontology Learning:
Dies dient als Oberbegriff grob für zwei Aspekte:
- Automatisches Erstellen einer Ontologie.
- Ableitung von neuem Wissen (beispielsweise Zusammenhänge zwischen Produkteigenschaften) und damit Weiterentwicklung einer Ontologie.
- Ontologie-/ Wissens-Ingenieur: Dieser hat die zentrale Aufgabe, eine Ontologie zu erstellen und zu managen und nutzt hierfür computerbasierte Werkzeuge; zudem muss der Ontologie-Ingenieur den fachlichen Inhalt einer Ontologie, beispielsweise einer Warengruppe oder des Geschäftsmodells, so weit verstehen, dass er diesen modellieren kann - hierfür stimmt er sich mit der entsprechenden Fachabteilung in einer Unternehmung ab.
- Metadaten und semantische Anreicherung (Annotation): Um konkrete Gegenstände, beispielsweise ein Produkt und dessen Eigenschaften, einer Ontologie zuzuordnen, wird der Datensatz des Produkts mit semantischen Metadaten erweitert (das Produkt wird eine Instanz der Ontologie); dies wird manuell oder tool-gestützt durchgeführt - im Prinzip werden neue Code-Zeilen integriert.
- Semantic Web Service: In existierende oder neue Web Services wird eine formale Beschreibung integriert und somit für Computer besser verarbeitbar; sinngemäß wird damit auch eine SOA-Anwendung (service-orientierte Architektur) zu einer semantischen SOA-Anwendung erweitert.
